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Mario Gomez fügt sich weiter der Mannschaft: „Gibt nichts zu meckern“

Der Stürmer fügt sich weiter der Truppe. Auch ein Niederländer findet versöhnliche Worte. Heynckes sucht das Haar in der Suppe.

München. Der FC Bayern München lässt auch im zweiten Anzug den Gegnern in der Allianz Arena keine Chance. Sechs Tore gab es am Ende gegen Werder Bremen, dabei gab es das erste Gegentor in der Rückrunde. Mario Gomez bejubelt seinen Doppelpack, Arjen Robben spielt auch wieder und überzeugt. Jupp Heynckes war bei seinem Jubiläum allerdings nicht ganz zufrieden.

Ärgerliches Gegentor

Bei einer ausgelassenen Stimmung in der ausverkauften Allianz Arena wurde Jupp Heynckes kurz vor der Partie für sein 1000. Spiel geehrt. Danach wurde Fußball gespielt, zu Beginn lief es jedoch nicht rund für den Tabellenführer: „Die Mannschaft war auf sechs Positionen verändert, das hat man auch in den ersten 20 Minuten gesehen. Mit dem 1:0 und 2:0 haben wir dann den Sieg eingeleitet, dann haben wir das Spiel souveräner heruntergespielt. Wir haben immer noch zulegen können und sechs Tore erzielt“, ließ der Trainer nach dem Spiel verlauten.

Bei einem 6:1-Sieg spricht man nicht selten von einem perfekten Spiel, nicht bei Heynckes: „Was uns ein bisschen ärgert, ist der Gegentreffer, der war nicht eingeplant“, fügt er hinzu.

Robben spielt und trifft

Jedes Mal, wenn Arjen Robben in der Startelf steht, wirkt es für Außenstehende wie eine Trotzreaktion, wenn man ihn auf dem Platz sieht. Da fragen sich die Experten: „Will er jetzt allen zeigen, dass er in die erste Mannschaft gehört?“ Robben gibt nicht nur auf dem Platz die Antwort: „Das habe ich schon öfter gesagt. Die Leute wollen Dinge sehen, die nicht da sind. Wenn ich auf dem Platz bin, spiele ich einfach Fußball, nicht mehr oder anders. Es macht einfach Spaß, auf dem Platz zu stehen“, so ein entspannter Niederländer. „Vielleicht müssen sie sich ein paar Mal verletzen, dann können sie das verstehen“, scherzte er.

„Mannschaft ist gefestigt“

Ein weiterer Akteur durfte sich ebenfalls wieder beweisen und sich auch gleich zweimal in die Torschützenliste eintragen: „Ich habe mich gefreut, wieder spielen zu können. Das Schöne war, dass der Trainer sechs Spieler gewechselt hat und es hat wieder funktioniert. Das zeigt, dass die Mannschaft in sich gefestigt ist und gut funktioniert, egal wer aufläuft. Das ist auch wichtig für die nächsten Wochen. Jeder versucht sein Bestes zu geben, und ich auch“, so Mario Gomez.

„Ich erwarte natürlich auch, wenn ich spiele, dass ich angreife und bei einem 6:1 kann man als Stürmer mal beteiligt sein. Es war schön, 90 Minuten gespielt zu haben und wieder den Rhythmus zu bekommen nach der langen Verletzung und den Kurzeinsätzen in der Rückrunde. Mir tut jedes Spiel gut, der Trainer entscheidet. Das werde ich weiterhin akzeptieren“, so Gomez.

„Noch längst nicht Meister“

Es ist wohl nur noch eine Sache von ein paar Spieltagen, bis die Meisterschaft auch rechnerisch den Bayern nicht mehr zu nehmen ist. Trotzdem müsse man die Konzentration auch in der Liga unbedingt beibehalten, findet der Stürmer: „Wir haben viel Vorsprung, das hat man auch im Kopf. Aber es wichtig, auch für die Spiele unter der Woche, dass man in der Liga die Konzentration hochhält.“ Dabei bleibt er bescheiden: „Wir sind noch längst nicht Meister, auch wenn wir einen großen Vorsprung haben.“

Gas geben

Mit der derzeitigen Situation hat Gomez sich abgefunden: „Ich weiß, was der Trainer von mir fordert, auch wenn ich nicht spiele. Es ist nun mal so, dass wir einen Top-Kader haben und die Mannschaft ihre Sache sensationell gut macht. Wenn man ein bisschen Sachverstand hat, weiß man, dass es da nichts zu meckern gibt. Für uns ist die Situation natürlich schwierig, klar, aber wir tun alles dafür, dass die Mannschaft Erfolg hat und wenn wir dann mal spielen dürfen wie heute, geben wir Gas.“ Die Stimmung vor dem Pokalknaller am Mittwoch könnte also nicht besser sein, von einer Favoritenrolle will Gomez aber nichts wissen: „Wichtig ist zu gewinnen, nicht wer Favorit ist.“

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