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Kühler Kopf, trotz Rückstand: Schalke 04 besteht in der „Hölle“ von Galatasaray Istanbul

Experten und Fans sind sich einig. Der FC Schalke 04 hat am Mittwochabend einen weiteren Schritt aus der Krise gemacht. In Istanbul kämpfte man sich erneut ins Spiel zurück.

Istanbul. Was wurde vor diesem brisanten Spiel nicht alles geschrieben und erzählt. Didier Drogba und Wesley Sneijder zierten die Titelblätter der türkischen Presse. Es konnte eigentlich nur einen Sieger geben: Galatasaray Istanbul. Doch der kriselnde FC Schalke 04 malocht sich weiter aus dem Tal, brachte am Mittwochabend „Cimbom“ an den Rand einer Niederlage.

Nur Burak konnte richtig glänzen

Hat die Krise der Königsblauen die Mannschaft aus Istanbul dazu verleitet, den Gegner zu unterschätzen, oder hat der Revierklub einfach ein gutes Spiel gemacht? Dieses 1:1 bietet sich durchaus dazu an, es in allen Richtungen zu bewerten.

Die Neuzugänge Didier Drogba und Wesley Sneijder enttäuschten, wobei man bei dem Ivorer relativieren muss. Drogba schaffte viele Räume und glänzte durch überragende Ballbeherrschung und exzellentem Zweikampfverhalten. Aber, man merkte ihm an, dass er physisch noch nicht bei 100 Prozent ist. Fatih Terim hat aufgrund beider Verpflichtungen das System verändert. Gegen Schalke 04 war das ein Fehler. Denn zuvor hatte sich seine Mannschaft erfolgreich eingespielt. Burak Yilmaz brachte sein Team in der 12. Minute mit einem wundervollen Tor in Führung. Vorausgegangen war diesem Treffer einmal mehr ein kapitaler Bock im Aufbauspiel des S04.

Festival der Fehlpässe

Trotz des Gegentores und der daraus resultierenden, ohrenbetäubenden Stimmung in der Türk Telekom Arena, hat sich die Truppe von Jens Keller nicht aufgegeben. Was das Team von Fatih Terim zusehends zu beeindrucken schien. Schalke 04 bestimmte das Spiel, leistete sich allerdings auf dem sehr schlecht zu bespielenden Untergrund zu viele Fehlpässe. Galatasaray stand diesem jedoch in nichts nach und spielte die Konter nicht zufriedenstellend aus.

Lautsprecher als Vorbereitung

Doch der deutsche Vertreter überraschte mit Spielkontrolle und Ballbesitz, bewahrte in der kochenden Atmosphäre einen kühlen Kopf. Horst Heldt verriet vor dem Spiel bei Sky, wie man sich auf die lautstarken Gala-Fans vorbereitete: „Ich glaube, in den ersten 20 Minuten werden wir unser eigenes Wort nicht verstehen. Wir haben uns drauf vorbereitet, trotzdem ist das in dem Augenblick dann nicht einfach.“

Auf kuriose Art und Weise untermauerte Trainer Keller in der Mannschafsbesprechung, was da auf die Spieler zukam. „Wir haben in der Vorbesprechung mal die Lautstärke über Lautsprecher laufen lassen, um einen Eindruck zu vermitteln, was das dann bedeuten wird“, ergänzte der Schalker Sportvorstand.

Jermaine Jones, der tragische Held

Dass der S04 sich in Istanbul eine gute Ausgangslage für das Rückspiel erkämpfte, gipfelte im Tor durch Jermaine Jones. Der US-Nationalspieler schloss einen sauber herausgespielten Konter ab und markierte kurz vor der Halbzeitpause den Ausgleich. Allerdings sah er während des Spiels seine dritte gelbe Karte des Wettbewerbs. Damit ist der defensive Mittelfeldspieler für das Rückspiel auf Schalke gesperrt.

Es war ein sehr ansehnliches und spannungsgeladenes Fußballspiel. Momentan ist der Revierklub im Vorteil. Ein 0:0 oder ein 1:0 auf heimischem Boden würde für das Weiterkommen ins Viertelfinale ausreichen. Doch eines ist sicher, die „Löwen“ werden auch dort bis zum Ende alles in die Waagschale werfen. Die Fußballfans beider Lager dürfen sich auf einen erneuten Leckerbissen freuen.

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