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Borussia Dortmund: Julian Schieber und die vertane Chance

Der Ex-Stuttgarter wollte am Samstagabend in Abwesenheit seines Sturmkontrahenten auf sich aufmerksam machen, was ihm jedoch deutlich misslang.

Dortmund. Die Rote Karte für Robert Lewandowski gegen den Hamburger SV am vergangenen Bundesligaspieltag sollte die große Gelegenheit für Ersatzmann Julian Schieber werden, bei Borussia Dortmund bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Unter dem Strich steht ein halbstündiger Auftritt beim 3:0 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt mit einer gelb-roten Karte als Negativhöhepunkt.

„Fühle mich wie ein Verbrecher“

Der Übeltäter konnte sich nach dem Spiel trotz des erfreulichen Resultats nur bedingt über die drei Punkte freuen. „Ich fühle mich wie ein Verbrecher, das muss ich ehrlich sagen“, erklärte Schieber, der erst zum dritten Mal überhaupt in dieser Spielzeit bei der Borussia in der Startelf stand.

„Es waren natürlich zwei unglückliche Szenen – und an einem guten Tag und mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte ich vielleicht Glück gehabt und wäre auf dem Platz geblieben. Es ist einfach dumm gelaufen“, resümierte der Angreifer nach Spielende in den Katakomben des Signal-Iduna-Parks beide Verwarnungen.

Gerade die Szene, die zur zweiten gelben Karte führte, rief beim 24-Jährigen Unverständnis hervor. „Ich sehe den Spieler gar nicht, stehe zum Ball, gehe hoch und treffe ihn unglücklich – ich weiß gar nicht wo. Für mich ist es ein schlechter Film gewesen.“

Problem für Klopp?

Was bleibt, ist die Frage, wie es mit dem Stürmer nun weitergeht? In der kommenden Woche steht Trainer Jürgen Klopp vor dem Problem, ohne echten Angreifer in die Partie bei Borussia Mönchengladbach gehen zu müssen. Wie er dieses zu lösen gedenkt, ließ sich bereits gegen die Frankfurter Eintracht erahnen: Mario Götze rückt in die Sturmmitte.

In einer Art spanischem System könnte der BVB also agieren. Götze jedenfalls fühlte sich in der Rolle pudelwohl und spielte groß auf. Seine Leistung krönte der gebürtige Memminger nicht zuletzt durch die exzellente Vorarbeit zum 3:0-Endstand.

Galgenhumor bei Schieber

Zum Heimspiel gegen Hannover 96 wäre Schieber wieder spielberechtigt, doch auch bei Lewandowski rechnet man sich im Verein große Chancen aus, das Strafmaß von drei Spielen Sperre auf zwei zu reduzieren. Dann bliebe für den Angreifer wieder nur der Platz auf der Ersatzbank.

Er selbst versucht sich indes in Galgenhumor: „Es ärgert mich natürlich, aber was soll ich machen? Im Nachhinein schmunzelt man darüber. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Für mich ist es aber schade, weil ich heute einfach ein gutes Gefühl hatte und das Vertrauen vom Trainer bekommen habe.“

EURE MEINUNG: Wie löst Klopp das Problem ohne echten Mittelstürmer?

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