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Angeblich soll sich der Tabellenführer bereits mit dem Torjäger des BVB einig sein. Aber braucht man ihn überhaupt?

München. Seit der Bekanntgabe von Pep Guardiola brodelt es in der Gerüchteküche um den FC Bayern München gewaltig. Nun soll sich der Rekordmeister auch noch mit Robert Lewandowski einig sein, Mario Gomez reagiert trotzig. Jeder gibt seinen Senf dazu ab, doch was sagen die Fans dazu? Wir haben zwei echte Bayern-Anhänger befragt. Beide vertreten eine klare Meinung. Mario Gomez oder Robert Lewandowski? Seht selbst!

1. These: „Es ist absolute Geldverschwendung, einen Lewandowski zu holen, wenn man einen Gomez mit dieser Quote hat!“

Simon Huffinger (Sportstudent): „Geldverschwendung kann man das nicht nennen. Lewandowski hat gezeigt, dass er ein Top-Stürmer ist und Bayern hat das nötige Kleingeld um ihn zu verpflichten. Zudem belebt Konkurrenz bekanntlich das Geschäft. Wenn Gomez der bessere Stürmer ist müsste er sich ja automatisch gegen Lewandowski durchsetzen können.“

David Sülf (Physik-Student): „Man hat nicht nur Gomez im Sturm, sondern auch noch Mandzukic. Diese beiden Spieler besitzen so viel Qualität, dass man auf dieser Position eigentlich keine Verstärkung mehr braucht. Das Geld wäre viel besser auf anderen Positionen zu gebrauchen. Besonders in der Defensive könnte der FCB sich breiter aufstellen. Hier können die Spieler nicht ohne Qualitätsverlust ausgetauscht werden, falls dies verletzungsbedingt notwendig ist.“

2. These: „Gomez hätte locker genauso viele Tore wie ein Mandzukic oder Lewandowski erzielt, wenn er fit gewesen wäre!“

Simon Huffinger (Sportstudent): „Hätte, hätte, Fahrradkette! Fakt ist Gomez war Anfang der Saison nicht fit und kam dann nicht mehr an Mandzukic vorbei. Außerdem schießt jeder Stürmer, der bei einer Mannschaft wie dem FC Bayern im Sturm steht, automatisch Tore. Das hat wenig mit der spielerischen Klasse zu tun.“



David Sülf (Physik-Student): „Es gibt keinen Grund, der dagegen sprechen würde. Gomez ist einfach ein Vollblutstürmer, der nur wenige Chancen für ein Tor braucht. Er hat sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League eine unglaublich gute Quote. Nur weil ein Spieler ein paar Monate verletzt ist, verliert er doch nicht seine Fähigkeiten. Mit ein wenig mehr Spielpraxis wird Gomez auch wieder der Alte sein.“

3. These: „Gomez trifft zwar, ist aber spielerisch nicht zu gebrauchen. Es muss ein mitspielender Stürmer wie Lewandowski her!“

Simon Huffinger (Sportstudent): „Ich denke auch, dass der klassische Mittelstürmer à la Gomez ausgedient hat. Gomez tut kaum etwas für den Spielaufbau, kann den Ball nicht halten, setzt seine Mitspieler selten ein und ist technisch schlecht. Denke gerade unter Pep wird es für einen Stürmer wie Gomez schwer!“

David Sülf (Physik-Student): „Ob ein spielstarker Stürmer gebraucht wird, hängt immer vom Spielsystem ab. Guardiolas System bei Barcelona brauchte diese Art von Spieler. Bayern im Moment nicht, weil Ribery, Kroos und Robben häufig selber abschließen. In diesen Situationen ahnt ein Gomez genau, wohin der Ball abprallen könnte. Ein Stürmer wird halt häufig an seinen Toren gemessen. Zudem bindet er meistens zwei Verteidiger in der Mitte, somit haben die Mitspieler mehr Räume. Müller spielt die Bälle auch mal von rechts flach vor das Tor. Auch hier ist Gomez der ideale Abnehmer.“

4. These: „Die Bayern bekämen nicht nur einen Stürmer der Extraklasse, sondern könnten dem ärgsten Konkurrenten eins auswischen und ihn schwächen!“

Simon Huffinger (Sportstudent): „Das wäre ein weiterer Pluspunkt einer Lewandowski-Verpflichtung. Wobei ich denke, dass das Gegnerschwächen hierbei nicht im Fordergrund steht. Der BVB hat bisher immer ein glückliches Händchen bewiesen wenn es um "Ersatzverpflichtungen" von Spieler ging die vorher als unersetzbar galten.“



David Sülf (Physik-Student): „So eine These ist immer einfach aufgestellt. Dortmund würde für Lewandowski eine ordentliche Ablösesumme bekommen und das Geld wohl nicht auf ein Sparbuch legen. Natürlich müsste sich ein neuer Stürmer erst einspielen, aber das müsste Lewandowski in München genauso. Und aus welchem Grund sollte eine Mannschaft sich nicht verbessern wollen bzw. in der Breite verstärken? Dortmund hat z.B. auch einen Reus gekauft, um sich zu verbessern.“

5. These: „Lewy sollte erst 2014 kommen. Dann gibt's ihn für lau und Gomez hat ein Jahr lang Zeit zu beweisen, dass er auch unter Pep spielen kann!“

Simon Huffinger (Sportstudent): „Ich denke kaum, dass der BVB ihn für lau gehen lässt. Lieber dieses Jahr noch eine Ablöse kassieren. Die Frage ist, wie Pep spielen will. Aber wenn Pep so wie in Barca spielen lässt wird sich Gomez kaum beweisen können, da er kaum Einsatzzeiten erhält.“



David Sülf (Physik-Student): „Ich fände es viel interessanter, wenn Guardiola in München ein neues System aufbauen würde. Ein 1zu1 übernommenes Barca-Modell wäre doch langweilig. Es wurde gesagt, er würde die Mannschaft und die Spieler schon seit Anfang der Saison beobachten und analysieren. Vielleicht hat er schon eine genaue Idee, wie er die nächste Saison spielen möchte. Mit Gomez im Sturm. Wenn Lewandowski zu den Bayern wechseln sollte, dann nur 2014 ablösefrei. Die Bayern sind im Sturm sehr gut besetzt und müssen nicht dringend einen Top-Stürmer verpflichten. Warum dann ca. 30 Millionen im Sturm ausgeben, wenn es in anderen Mannschaftsteilen viel sinnvoller investiert wäre?“

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