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Es war das vierte Spiel in Folge ohne Sieg, und das 0:1 im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde gegen Benfica könnte die Leverkusener teuer zu stehen kommen.

Leverkusen. Winter in der BayArena: Beim Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde erlebte Bayer Leverkusen gegen Benfica am Donnerstagabend eine unschöne Überraschung bei allerbestem Lange-Unterhosen-Wetter.

Keine Präzision

Der Gastgeber war durchaus gewillt, den ersten Wirkungstreffer im Spiel zu setzen, doch oftmals fehlte dem Dritten der Bundesliga der nötige Tick, um wirklich gefährlich zu sein. Die Gäste aus Lissabon, die von über 3000 mitgereisten Fans lautstark und euphorisch angefeuert wurden (auch im pyrotechnisch wahrsten Sinne des Wortes), strahlten von Beginn an mehr Gefahr trotz weniger Ballbesitz aus und zeigten technisch feine Dribblings, doch ebenso wenig Präzision beim Abschluss.

Doch Bayer fehlte trotz hohen Aufwands immer der letzte Tick, ganz klare Chancen herauszuspielen, den richtigen Moment zum Abschluss zu finden, auch, als man zu Beginn der zweiten Halbzeit nochmals drückte.

Symbolischer Moment nach einer Stunde

Es war dann die 60. Minute, als das Spiel in symbolischer Manier entschieden wurde: Ecke Leverkusen, aus dem Gewühl fällt der Ball am Fünfer Kadlec vor die Füße, doch der weiß nichts damit anzufangen, die Chance verpufft, aus dem Gegenzug markiert Cardozo, der ansonsten unsichtbare Torjäger Benficas, das entscheidende Tor in eleganter Manier, als er einen Pass Andre Almeidas unnachahmlich über Leno chippt.

Simon Rolfes schilderte die Entwicklung später gegenüber der Presse so: „Das ist symptomatisch, dass wir da nicht das Führungstor machen, aber nach der Ecke dürfen wir nicht so offen stehen, weil wir dann in Unterzahl sind und das nicht klären können, natürlich macht Cardozo das auch gut.“

Zu Kadlec' Chance zuvor kommentierte der Kapitän: „Ich habe gedacht, dass der einfach nur reingeschossen werden muss, ich weiß nicht, ob der vielleicht er auch ungünstig lag, das ist natürlich bitter.“ Genau dieser fehlende Tick kennzeichnete das Spiel der Werkself, bis hin zur letzten Szene in der 93. Minute, als Sams Kopfball auf der Linie geklärt wurde - keine Bayer-Effektivität.



Völler: „Aktionsglück fehlt“

Nicht nur liegen gebliebene Gelegenheiten gaben Anlass zu Ärger, das gesamte Spiel Bayers lief nicht richtig rund gegen Benfica. Rudi Völler stellte sich ebenso der Presse und fand: „Uns fehlt im Moment so ein bisschen das Aktionsglück, in den wichtigen Momenten auch mal das Führungstor zu erzielen, das gelingt uns im Moment nicht, das kann aber auch ganz schnell wieder anders werden.“

Gegen Augsburg wolle man sich in der Bundesliga am Samstag Selbstvertrauen zurückholen, ganz aufgegeben hat man ein Weiterkommen in Europa natürlich noch längst nicht. Rolfes: „Wir haben schon gezeigt, dass es anders geht, wir waren sehr effizient in der Hinserie im Spiel nach vorn. Manchmal braucht man einfach nur, dass der Knoten ein bisschen platzt, und dann entwickelt sich das von allein. Jetzt haben wir die Chance dazu am Samstag gegen Augsburg, und dann fahren wir nach Lissabon und sind gespannt, was da noch geht.“

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