thumbnail Hallo,

Benedikt Höwedes verärgert über die Medien: „In welchem Film sind wir denn hier?“

Die Reaktionen nach der deutlichen Niederlage waren aufseiten der Königsblauen unterschiedlich. Laut Jermaine Jones haben die Schalker jedoch „Alles im Griff“.

München. „Gegen die Bayern kann man verlieren“, hieß es nach der 0:4-Pleite mehrmals aus den Reihen des FC Schalke 04. Die Aussage ist durchaus vertretbar, wenn da nicht die Art und Weise wäre, wie man verloren hat. Auf Schalke läuft es sportlich nicht mehr, für die Spieler gibt es dafür unterschiedliche Gründe. Einer tanzt aus der Reihe.

Höwedes sauer

Die Fans feuerten ihre Mannschaft vorbildlich an und stehen hinter dem Team. Mit der Unterstützung konnte die Elf von Jens Keller am Samstag jedoch wenig anfangen. Nach dem Spiel rauschten viele Spieler an der Mixed Zone vorbei - zu angespannt ist die Lage und zu groß der Ärger über eine blutleere Vorstellung. Benedikt Höwedes sieht die derzeitige Situation realistisch: „Wir können im Moment nicht viel schönreden. Wir haben aus den letzten zehn Spielen ein Spiel gewonnen, das ist für unsere Ansprüche zu wenig. Vor allem, wenn man sieht, welche Gegner in den letzten Spieltagen vor der Brust standen. Spiele gegen Fürth oder Augsburg muss man gewinnen, da gibt es kein Diskutieren oder Ausreden.“

Ansätze zu sehen

Ganz unzufrieden war er mit der Partie nicht: „Es sind viele gute Ansätze da gewesen, spielen sie leider nicht konsequent zu Ende. Es scheint für den Außenstehenden sehr wenig, aber letzten Endes war da durchaus was da“, fügte er hinzu. Für die künftigen Spiele appelliert er an den Mannschaftsgeist: „Es zählt jetzt einfach, auf dem Platz präsent zu sein und sich den Arsch aufzureißen und versuchen, sich das Glück wieder zu erzwingen.“

Angesprochen auf die Kritik an Jens Keller, die nicht abreißt, platzt dem Abwehrspieler der Kragen: „Als Jens Keller angefangen hat, hat die Trainerdiskussion bereits begonnen. Keiner weiß, warum, aber die Medien bauschen das unfassbar auf und es ist echt Wahnsinn, was hier los ist. Noch mehr Dynamik geht gar nicht! Wenn man Jens Keller direkt am ersten Tag anzielt und schon sagt, dass der Trainerstuhl wackelt..in welchem Film sind wir denn hier? Das ist völlig banane! "
 
Jeder mit sich selbst beschäftigt

„Bis zum Oktober war die Situation eine völlig andere. Jetzt ist es das komplette Gegenteil. Die Mannschaft hat die Qualität, aber im Moment ist jeder so ein bisschen mit sich selbst beschäftigt. Es hat viel mit der Leistung und den Ergebnissen zu tun. Wir müssen das jetzt erzwingen, dann kommt auch die Leichtigkeit zurück“, hofft Christoph Metzelder.

Alles zum FC Schalke 04

Von Jens Keller ist der Verteidiger dennoch überzeugt und sieht die Probleme in anderen Bereichen: „Ich glaube, dass Jens Keller hier mit unglaublich viel Engagement und Begeisterung dabei ist. Eine Mannschaft, die jetzt in drei Jahren den vierten oder fünften Trainer hat, muss sich auch mal fragen, ob man nur geführt werden muss oder ob gewisse Dinge nicht aus der Mannschaft selber kommen müssen“, fügte er hinzu.



Neuzugang Michel Bastos gibt sich kämpferisch: „Ich bin gekommen, um zu helfen. In zwei Spielen gab es zwei Niederlagen, aber ich gebe nie auf. Ich bin ein Kämpfer, einer, der das Duell sucht und alles tut, um der Mannschaft zu helfen“, ließ er verlauten.

„Ich weiß, dass es nicht das wahre Schalke ist. Wir können noch alles ändern, bevor die Saison endet. Aber wir müssen schnell reagieren.“ Seinen Wechsel in die Bundesliga bereut der Brasilianer keinesfalls: „Ich habe die Möglichkeit, gegen große Mannschaften wie die Bayern zu spielen. Das ist eine großartige Liga, ich bereue meinen Wechsel nicht.“

Alles im Griff?

Jermaine Jones stärkt dem Trainer den Rücken und will keine Probleme sehen: „Jens macht eine gute Arbeit und wir sind absolut zufrieden. Er kann nicht mehr machen. Auf dem Platz ist die Mannschaft verantwortlich, das müssen wir umsetzen. Intern ist das kein Thema. Es ist im Endeffekt so, dass wir die Qualität in unseren Reihen haben. Jetzt kommt die Phase, in der wir sagen müssen: Ärmel hochkrempeln und fighten!“, forderte er.

„Ich bin jetzt länger dabei und mich interessiert nicht, was in den Medien passiert. Wir haben alles im Griff und wissen, was wir zu tun haben und lassen uns nicht von Außen beirren.“ In einer Sache sind sich die Spieler einig, jetzt fehlt „nur" noch der Einsatz, der nötig ist, um den totalen Absturz zu vermeiden.

EURE MEINUNG: Worin seht Ihr die Probleme bei Schalke 04?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig