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In der Bundesliga setzen sich Woche für Woche einige der besten Torhüter Europas in Szene, doch zwischen den Pfosten der Nationalmannschaft ist nur für einen Platz...

Frankfurt. Eintracht Frankfurt stellt derzeit mit Kevin Trapp einen der talentiertesten Keeper Europas. Gegen den 1. FC Nürnberg bewies er abermals, warum er das Zeug zu Deutschlands bestem Torhüter hat. Hier nimmt das Leiden der jungen deutschen Torhüter seinen Lauf...

Trapp hält den Punkt fest

Nur ein kleiner Patzer kurz vor Schluss sorgte dafür, dass Kevin Trapp gegen Nürnberg keine perfekte Partie spielte. In der ersten Halbzeit sorgte er mit zwei Glanzparaden gegen Schüsse aus kürzester Distanz dafür, dass die Nürnberger ihre guten Chancen nicht nutzten. Und auch in der zweiten Halbzeit war Trapp noch ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten der Eintracht.

Die Hessen können auf ihn zählen und müssen das auch. Die Defensive des Tabellenvierten war löchrig und bei Kontern extrem anfällig. Gerade nach der Balleroberung ging es beim FCN ganz schnell, so dass Trapp einige Male wie aus dem Nichts reagieren musste. Es waren die Momente, in denen er sich auszeichnete. Mit eben diesen Leistungen empfahl er sich bislang auch bei Rainer Adrion für die U21-Nationalmannschaft. Im Freundschaftsspiel gegen Italiens U21 durfte er eine Halbzeit lang ran - bislang muss er sich hinter dem 20-jährigen Bernd Leno von Bayer Leverkusen anstellen.

Neuer, Adler und ter Stegen noch vorne

Und nicht nur Leno steht derzeit noch vor Trapp. In Deutschland ist die Torhüterposition wohl jene, auf der Joachim Löw die wenigsten Sorgen haben dürfte. Und doch wird Manuel Neuer immer wieder kritisiert. Rene Adler hat sich mit glänzenden Leistungen ins Gespräch gebracht und übt derzeit Druck auf den Keeper des FC Bayern München aus. Bereits nach wenigen Spieltagen wurde Adler ins Tor der Nationalmannschaft geredet. Deutschlands Sportredaktionen widmeten sich gar auf Twitter beim ersten „#Tweetball“ dieser Thematik.



Und dann wäre da noch Marc-Andre ter Stegen, der nach einer herausragenden Saison mit Borussia Mönchengladbach bereits als Neuers Nachfolger angesehen wurde, noch bevor Adler zur Höchstform auflief. Diese drei starken Torhüter stehen bislang noch vor dem Keeper der Eintracht, der vor allem dank der anfälligen Defensive immer wieder geprüft wird und sich so in Szene setzen kann - anders als zum Beispiel ein Neuer bei den Bayern.

Veh: „Er ist einer der Besten“

Trainer Armin Veh stärkte seinen Keeper nach der Partie gegen Nürnberg den Rücken. „Er ist einer der Besten und wird noch besser. Er hat eine super Mentalität, ist total auf dem Boden geblieben. Er ist auch keine Eintagsfliege, er wird die nächsten Jahre gut halten“, erklärte er auf der Pressekonferenz, machte aber auch auf die Situation in Deutschland aufmerksam: „Er wird seinen Weg gehen, auch wenn es natürlich schwer ist. Neuer ist auch noch keine 35 und es kommen auch noch andere nach. Für mich ist er natürlich der Beste.“

Und so geht das Leiden der jungen Torhüter in Deutschland weiter: Neuer ist keine 35, Neuer ist gerade mal 26 Jahre alt. Das bedeutet, dass der Keeper der Bayern die nächsten zehn Jahre zwischen den Pfosten der Nationalelf stehen könnte. Und selbst im Anschluss ist die Konkurrenz unter den Torhütern in Deutschland groß.

Allerdings dürfte auch klar sein, dass Neuer keine Einsatzgarantie hat. Joachim Löw hat bereits den Eindruck vermittelt, dass die Torhüterposition keinesfalls unumstritten ist. Die Chance für Trapp und Co. ist also da - sie ist ob der großen Auswahl gering, aber sie ist da. Spätestens bei der Europameisterschaft 2016 könnte der Keeper der Eintracht bei der Nationalmannschaft reinschnuppern und auch da für Furore sorgen, sollte er die nächsten Jahre weiter konstante Leistungen zeigen.

EURE MEINUNG: Welcher Keeper sollten zwischen den Pfosten der Nationalelf stehen?

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