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Toni Kroos: „Wollen den Titel so früh wie möglich klarmachen“

Während die Kollegen weiterhin kleine Brötchen backen, bläst Toni Kroos zum Angriff und will nach dem deutlichen Erfolg gegen S04 die Meisterschaft früh sichern.

München. In der ausverkauften Allianz Arena hatte der FC Bayern München gegen harmlose und mutlose Schalker beim 4:0-Sieg keine Mühe und sicherte sich den nächsten Sieg ohne Gegentor. Der Rekordmeister ließ sich auch von den eiskalten Bedingungen nicht beirren und weist nun einen (uneinholbaren?) Vorsprung von 15 Punkten auf.  Für Karl-Heinz Rummenigge trotzdem kein Grund, den Champagner zu köpfen. Besonders die Konstanz des Rekordmeisters scheint in dieser Saison entscheidend. Bastian Schweinsteiger bleibt gelasen, für Toni Kroos hätte der Sieg auch höher ausfallen können.

Ein paar Tore mehr

Insgesamt war es ein entspannter Abend für die Fans des Tabellenführers. Zugegeben, der Gäste-Block machte zeitweise mächtig Alarm und pfiff Manuel Neuer bei fast jeder Berührung aus, doch spätestens nach dem ersten Treffer von David Alaba wurde es still bei den Königsblauen, die Bayern-Fans feierten hingegen einmal mehr Franck Ribery und sangen ein Loblied auf David Alaba, da spielte auch die Kälte keine Rolle mehr.

Toni Kroos war trotz der Umstellungen in der Mannschaft zufrieden: „Wir haben geduldig gespielt, gewartet und die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Am Ende hätten es auch ein paar mehr werden können. Vor allem haben wir nichts zugelassen, das ist auch das Geheimnis für den Erfolg in dieser Saison“, erklärte er nach der Partie in der Mixed Zone. Der Titelhunger ist groß: „Wir sind alle hungrig und sind uns einig, dass wir den Titel so früh wie möglich klarmachen wollen.“

Perfektes Wochenende

Der Tabellenführer tütet zur richtigen Zeit den nächsten Sieg ein: „Es war ein perfektes Wochenende für uns. Wir haben gewonnen und die Konkurrenten haben Punkte gelassen. So kann es weitergehen“, erklärte Kapitän Philipp Lahm nach der Partie.

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„Wir haben wieder wenig zugelassen. Ansonsten hat Schalke sehr defensiv gespielt und auch nach dem 2:0 erst in der eigenen Hälfte attackiert, deswegen ist es schwer, da Chancen zu kreieren“, bewertete er das Spiel. Ob der klare Sieg nun an starken Bayern oder schwachen Schalkern liegt? „Ich glaube schon, dass wir gut sind und dem Gegner wenig Torchancen geben. Dass wir vorne immer gut für ein Tor sind, das wissen wir alle.“



Schweinsteiger bleibt ruhig

Für Bastian Schweinsteiger gibt es einen Faktor, der in dieser Saison eine große Rolle spielt: „Es ist eine sehr hohe Konzentration innerhalb der Mannschaft zu spüren. Wir haben letztes Jahr auch viele Punkte geholt, aber es hat nicht gereicht, weil wir die Kleinigkeiten nicht beherrscht haben. Jetzt haben wir diese Kleinigkeiten mehr im Griff und haben natürlich auch in der Breite einen Kader mit mehr Qualität. Das ist ein Unterschied zur letzten Saison.“ Trotzdem will er noch lange nicht feiern: „Es sind noch viele Spiele in der Liga. Bei der Drei-Punkte-Regelung kann das schnell gehen“, mahnte er.

Wasser statt Champagner

Karl-Heinz Rummenigge wirkte ebenfalls sehr gelassen und freut sich über die Möglichkeit zum Ausspannen: „Wir haben sehr entspannte Sonntage im Moment, wenn wir samstags spielen. Da muss man der Mannschaft ein Kompliment machen, dem Trainer natürlich auch“, erzählte er. In der Kabine fließt trotz der 15 Punkte Vorsprung noch kein Alkohol: „Es sieht gut aus, ohne Frage. Die Mannschaft ist gut drauf, das hat sie auch heute bewiesen. Trotzdem hat es in der Kabine Wasser und keinen Champagner gegeben, gratuliert wird auch nicht. Wir müssen jetzt souverän da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben“, forderte er.

Für Gesprächsstoff sorgte auch die Bemerkung von Lothar Matthäus, der Wechsel von Lewandowski zum FC Bayern sei so gut wie sicher. Rummenigge reagierte distanziert: „Die Gerüchte werden jetzt wöchentlich erscheinen über irgendeinen Spieler, der zum FC Bayern kommt. Wir gehen damit aber souverän um. Ich verweise immer gerne auf die FIFA-Statuen, daran halten wir uns.“ Generell überwiegt beim Rekordmeister die Konzentration auf dem Platz, und die ist in der aktuellen Saison sehr hoch und beständig.

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