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Die knurrende Bayern-Bank – Nebenwirkungen eines breiten Kaders

Die Diskussionen um Bankdrücker Arjen Robben brechen nicht ab. Dabei ist er nicht das einzige Juwel auf der Ersatzbank, das auf einen Einsatz wartet.

München. Die 50. Bundesliga-Saison läuft für den deutschen Rekordmeister bisher richtig rund. Tabellenführer in der Bundesliga, in DFB-Pokal und Champions League eine Runde weiter – da dürfte es eigentlich nichts zu meckern geben. Sogar „Motzki“ Matthias Sammer hat momentan nichts an der Leistung der Mannschaft auszusetzen. Doch die Erfolgsstory hat für so manchen Profi des FC Bayern auch seine Schattenseiten.

24-Millionen-Euro-Stolz


Mit der Rolle als Bankwärmer konnte sich Arjen Robben noch nie abfinden. Doch was tun, wenn Thomas Müller seinen Teamkollegen so gut ersetzen kann, dass selbiger in der Stammelf gar nicht mehr gebraucht wird? Angesichts der momentanen Leistungen des deutschen Nationalspielers ist Arjen Robben nur noch Teil des breiten Kaders. Für einen Spieler dieser Klasse, dessen Stolz mindestens genauso viel wiegt wie die 24 Millionen Euro Ablösesumme, die der FC Bayern für den Holländer bezahlte, ist die Ersatzbank ein Dorn im Auge.

Nur Höchstleistung zählt

Für die Verantwortlichen des FC Bayern ist es dank Thomas Müller kein Problem, Arjen Robben schmoren zu lassen. Schon lange vermisst man die brillanten Auftritte des holländischen Flügelflitzers, die sich an den Auftritten in der Champions-League-Saison 2009/2010 messen lassen müssen. Nur einen derart gut aufgelegten Robben kann der FC Bayern München gebrauchen. Einen grundsoliden Kader kann man auch mit einem anderen Flügelspieler aufstellen.

Kein Mario zu viel

Der Fokus der Medien wird ohnehin ständig auf den meckernden Robben gelenkt. Oder auch auf Mario Gomez, der in seinem Namensvetter Mario Mandzukic einen ebenbürtigen Knipser gefunden hat. Jeden Tag stellt sich die Presse also die Frage: Wie lange hält es sich auf der Bank aus?

Keine Gleichberechtigung

Oft wird jedoch die Tatsache untergraben, dass bei einem breiten und qualitativ hochwertigen Kader immer jemand den Kürzeren ziehen muss. Die Wunschvorstellung, dass sich die Spieler auf dem Feld mit denen auf der Bank ideal ergänzen bleibt bis dato unerfüllt. So kommt es nun einmal nicht vor, dass beide Marios in einem Spiel treffen. Momentan tut das Mario Mandzukic allein. Trotzdem muss sich der Kroate noch in der Champions League beweisen, um sich endgültig von seinem Vorgänger zu emanzipieren. Tut er das nicht, steht Mario Gomez bereit und hilft vielleicht genau dann aus, wenn er am meisten benötigt wird.

Shaqiri und Gustavo in der Warteschlange

Zwei Profis, die sich medial nicht so sehr in Szene setzen wie Arjen Robben oder Mario Gomez sind Xherdan Shaqiri und Luiz Gustavo. In Interviews geben sie sich stets selbstbewusst, gleichzeitig aber bescheiden und warten geduldig auf ihren Einsatz. Sobald sie auf dem Platz stehen zeigen sie ansprechende Leistungen und sind allzeit bereit von Beginn an zu spielen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Vergleicht man die Leistungen der beiden Grazien mit denen der zurückhaltenden Ersatzspieler ist zu erkennen, dass sich Robben und Gomez deutlich unter ihrem Niveau präsentieren. Ansprüche stellen auf gewisse Art und Weise alle Spieler. Allerdings entscheidet einzig und allein die Leistung auf dem Platz, welche Rolle man im Kader tatsächlich spielt.

EURE MEINUNG: Wer macht auf lange Sicht das Rennen um die begehrten Plätze in der Stammelf?

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