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Rene Adler: Willkommen zurück im deutschen Team - jetzt heißt das Ziel WM 2014

Beim Hamburger SV hat Rene Adler sein Glück wiedergefunden, seine Leidenszeit beendet und die Rückkehr in die Nationalmannschaft geschafft. Jetzt blickt der Keeper auf die WM 2014.

Hamburg. Glücksmomente hatte Rene Adler in den vergangenen (fast) drei Jahren eher weniger, erst seit Sommer 2012 hat der Keeper, aus sportlicher Sicht, wieder allen Grund zur Freude. Mit seinem Wechsel zum Hamburger SV beginnt im Sommer des vergangenen Jahres ein neuer Karriereabschnitt des 28-Jährigen. Am Mittwochabend durfte er nun erstmals seit 27 Monaten wieder für Deutschland spielen - und das von Beginn an und für ganze 90 Minuten.

„Ich war richtig nervös, das muss ich ehrlich zugeben“

Letztmals im November 2010 spielte Adler beim 0:0-Unentschieden in Schweden für Deutschland. 812 Tage liegen zwischen diesem Spiel und dem Test in Paris. „Ich war richtig nervös, das muss ich ehrlich zugeben“, so der Keeper nach dem 2:1-Sieg in Frankreich. „Auch wenn man schon das eine oder andere Fußballspiel erlebt hat. Ich muss erst einmal runterkommen, das war sehr intensiv. Frankreich gegen Deutschland ist allerhöchstes Fußballniveau.“

„Heute ist es mir egal, ob ich bald wieder die Nummer zwei bin. Wir haben ein sehr gutes Team. Die Rollenverteilung ist klar. Mein oberstes Ziel ist es, nach Brasilien mitzufahren“, blickt der 28-Jährige nun zuversichtlich in seine Zukunft.

Jugend-Nationalmannschaften durchlaufen - gegen Messi & Ronaldo

Von der U-14 bis zur U-21 durchlief Adler alle Nationalteams. „Eine wahnsinnig gute Sache, schon in so jungen Jahren internationale Erfahrung bei Länderspielen und Turnieren machen zu können. Ich konnte mich also schon in der Jugend mit jetzigen Weltklassefußballern wie Messi, Torres, Rooney, oder Cristiano Ronaldo messen. Lionel Messi zeigte zum Beispiel schon damals seine außergewöhnliche Klasse, als er mir mit einem Präzisionsschuss bei der U20 WM die Nase brach. Danke Lionel – das Tor habe ich verhindert, die Nase verheilte wieder und noch bis heute habe ich dir gegenüber eine weiße Weste“, blickt Hamburgs Nummer eins auf seiner offiziellen Homepage auf seine Anfangszeiten zurück.

Nummer drei bei der EM 2008

Bei der Europameisterschaft 2008 erlebt der Keeper dann zum ersten Mal ein ganz großes Turnier hautnah mit. Seine Nominierung als Nummer drei ist gleichzeitig auch der Startschuss seines Höhenfluges. Am 11. Oktober 2008 folgt im Dortmunder Signal Iduna Park Adlers erstes A-Länderspiel. Das Nationalmannschaftsdebüt gegen Russland noch bis heute ein besonderer Moment für den mittlerweile 28-Jährigen.



Deutsche Nummer Eins im März 2010 - es folgt der Absturz

Im März 2010 wird Adler dann offiziell vom DFB-Trainerteam zur deutschen Nummer Eins für die Weltmeisterschaft in Südafrika benannt. Eine Rippenverletzung lässt den Traum der WM-Teilnahme dann allerdings platzen. Der Rest ist bekannt: Manuel Neuer übernimmt fortan die Rolle als deutsche Nummer eins, doch es kommt noch schlimmer.

Rene Adler, geplagt von zahlreichen Verletzungen, muss sich nicht nur bei der DFB-Elf aus dem Fokus verabschieden, sondern verliert auch seinen Platz zwischen den Pfosten von Bayer Leverkusen. Er muss sich nach der Bundesliga-Spielzeit 2010/11 einer Patellasehnenoperation unterziehen und verliert während der achtmonatigen Genesungsphase seinen Stammplatz an Bayers neuer Nummer eins Bernd Leno.



Leidenszeit nimmt in Hamburg ein Ende

Zwei Jahre dauert die Leidenszeit schließlich an, ehe Adler im Sommer 2012 mit seinem Wechsel zum Hamburger SV einen neuen Karriereabschnitt einleitet. Hamburgs neue Nummer Eins schafft schließlich auch die Rückkehr in die Nationalmannschaft.

Seit dem 14. November 2012 gehört der 28-Jährige wieder zum Kader von Bundestrainer Joachim Löw. Am 6. Februar 2013 folgt letztlich die endgültige Rückkehr: Im Freundschaftsspiel gegen die französische Auswahl darf der HSV-Keeper seit über zwei Jahren wieder von Beginn an zwischen den DFB-Pfosten stehen.

Das große Ziel heißt WM 2014

„Rene Adler is back“ - mit seinem elften Länderspiel, dem ersten seit 812 Tagen, meldet sich der 28-Jährige nun endgültig wieder zurück in den Kreis der Nationalmannschaft. Auch wenn er nach dem Schlusspfiff weiß „welche Rolle ich in der Mannschaft habe“. Die WM-Teilnahme 2010 im letzten Moment noch verwehrt, heißt es jetzt: Volle Fokussierung auf den großen Traum: „Mein Ziel ist es, bei der WM 2014 in Brasilien dabei zu sein!“

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