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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker. Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von „Was macht eigentlich“ drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.

Marcelinho
In der Bundesliga: Von 2001 bis 2006 und von 2007 bis 2008

Vereine in Deutschland: Hertha BSC Berlin und VfL Wolfsburg

Einsätze:
215

Tore:
77

Erfolge:
Ligapokal 2001 und 2002
Erst Star bei Hertha, dann Kapitän beim VfL

Erst ein großer Star bei Hertha BSC, dann divenhaft von dannen gezogen und über die Türkei beim VfL Wolfsburg gelandet. Hier glänzte er nochmals als Kapitän, ehe er die Niedersachsen gen Brasilien verließ.

Marcelinho, Genie und Wahnsinn zugleich. Beeindruckte er auf der einen Seite mit hervorragenden Frei- und Eckstößen, war auch sein Verhalten Thema in Berliner Medien, vor allem im Jahr 2006. Damals nahm er sich neun Tage Extraurlaub. Leider kam diese Idee nicht bei allen Beteiligten so gut an und der Brasilianer, der im Jahr 2001 von Gremio Porto Alegre zur Hertha wechselte, verließ die Hauptstadt in Richtung Türkei zu Trabzonspor.

Auch in wärmeren Gefilden kam er nicht so recht klar und es zog ihn zurück in die Bundesliga. Angeheuert beim VfL Wolfsburg, wurde er von Felix Magath sogar zum Spielführer ernannt und glänzte im Jahr vor der Meisterschaft erneut mit seinem Talent. Zusammen mit den Niedersachsen schaffte er den Sprung in den UEFA-Pokal. Dort spielten die Wölfe jedoch ohne ihren Kapitän, den es zurück in seine Heimat zog.

In Brasilien angelangt spielte er seit Sommer 2008 für eine Handvoll Vereine. Wechselte von Spitzenklubs der Serie A in die Serie B und C, feierte Aufstiege und seit November des letzten Jahres steht er bei Zweitligist Boa Esporte Clube unter Vertrag.

Andres D'Alessandro
In der Bundesliga: Von 2003 bis 2006

Vereine in Deutschland: VfL Wolfsburg

Einsätze:
61

Tore:
8

Erfolge:
keine
Rekordablöse für D'Alessandro

Für eine Rekordablöse von 9,5 Millionen Euro wechselte der Argentinier 2003 von River Plate zum VfL Wolfsburg. Hier bestritt er zu Beginn gute Partien, konnte jedoch nicht vollends überzeugen.

Andres D'Alessandro kam für eine Rekordablöse von 9,5 Millionen aus Buenos Aires nach Wolfsburg. Hier konnte er sich gut integrieren und gewann in dieser Zeit sogar die Olympische Goldmedaille, doch er wusste nicht zu 100 Prozent zu überzeugen, sodass er nach England und Spanien verliehen wurde. Letztlich ging er zu Real Saragossa.

In einem Training des Primera Division-Klubs legte er sich mit einem Teamkollegen an und wurde suspendiert. Das Ende seiner europäischen Karriere war besiegelt und der Argentinier kehrte in seine Heimat zurück.

Erst nach seiner Rückkehr in die südamerikanische Heimat blühte er auf. Seit seinem Wechsel zu Internacional Porto Alegre 2008 ist er ein festes Bestandteil des Klubs aus Rio Grande do Sul, der seit dem vergangenen Jahr vom ehemaligen Nationaltrainer Dunga trainiert wird. Hier gewann er die Copa Libertadores und die Copa Sudamericana, vor zwei Jahren wurde er sogar zum besten Fußballer Südamerikas gewählt.

Lucas Barrios
In der Bundesliga: Von 2009 bis 2012

Vereine in Deutschland (Bundesliga): Borussia Dortmund

Einsätze:
83

Tore:
39

Erfolge:
Deutscher Meister 2011, 2012 und DFB-Pokalsieger 2012
Traumoffensive mit Kagawa

Zwei deutsche Meisterschaften und der Pokalerfolg 2012 stehen für Lucas Barrios zu Buche. Gerade in der ersten Meistersaison übertrumpfte er alle und schoss Borussia Dortmund mit am 32. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg vorzeitig zum Titelgewinn.

Das große Geld lockte den erst 27-jährigen Lucas Barrios nach China zum Spitzenklub Guangzhou Evergrande. Zuvor wurde er unter anderem 2008 bester Erstligaschütze weltweit und wechselte 2009 vom chilenischen Klub Colo-Colo zu Borussia Dortmund in die Bundesliga. Hier sollte er schnell einschlagen und zwei deutsche Meistertitel und einen Pokalerfolg feiern.

Nach dem Titel 2012 zog er in das Reich der Mitte, weil er in der Saison, von eigenen Verletzungen immer wieder zurückgeworfen, von Robert Lewandowski verdrängt wurde. Im Gegensatz zu berühmten Kollegen wie Nicolas Anelka oder Didier Drogba kämpfte er nicht gegen den Abstieg, sondern um den Meistertitel, den Barrios am Saisonende auch feiern durfte. Zudem gelang der von Weltmeistertrainer Marcello Lippi gecoachten Auswahl der Pokalsieg in China.

Auch der von vielen Kritikern befüchtete Absturz in der Nationalmannschaft erfolgte nicht. Zuletzt stand er im November im Kader Paraguays, hat aber auch keine Chancen, mehr an der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien teilzunehmen.

EURE MEINUNG: Hat sich Barrios mit seinem China-Transfer einen Gefallen getan?

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