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Im dritten Spiel unter Neu-Coach Michael Wiesinger gab es den lange ersehnten ersten Sieg. Der neue Trainer zeigte sich erleichtert, hob aber auch warnend den Zeigefinger.

Nürnberg. Es war ein Arbeitssieg, den der 1. FC Nürnberg am Sonntag Nachmittag gegen Borussia Mönchengladbach feierte. Wie wichtig dieser war, war Verantwortlichen nach der Partie anzumerken. Es herrschte Erleichterung und Zuversicht, aber keine Euphorie.

Heimserie nun ausbauen

In erneut tragender Rolle zeigte sich am Sonntag Führungsspieler Timmy Simons, der viele Bälle eroberte und beim Elfmeter Verantwortung übernahm und sicher zur Führung einnetzte. Nach der Partie sagte er gegenüber Goal.com: „Wir haben heute wirklich gekämpft, haben am Anfang gleich sehr viele Bälle erobert. Auch nach vorne haben wir gut kombiniert. Die zweite Halbzeit war es weniger von uns, aber es hat zum Glück gereicht.“ Weiter fügte der Belgier an: „Es muss uns egal sein, wie die anderen spielen. Wir müssen unsere Heimserie ausbauen und nur auf uns selbst schauen.“

Starker Sieg gegen starkes Team

Mit Teamgeist und Wille kamen die Nürnberger zum Erfolg. Das lobte nach dem Spiel auch Keeper Raphael Schäfer. „Ich glaub, man muss auch anmerken, dass Gladbach neun Spiele in Folge nicht verloren hat. So ein Spiel muss man dann erst einmal sicher über die Zeit bringen.“ Bereits in der Hinrunde hatte man einen imposanten 3:2-Sieg in Gladbach gefeiert - gestern legte man nach, auch im Bezug auf die Einstellung: „Die Aggressivität war heute definitiv vorhanden. Genau diesen Einsatz müssen wir nun auch beibehalten. Solange wir unsere Hausaufgaben machen, können die anderen spielen, wie sie möchten“, sagte Schäfer.

Kontroverse Diskussionen um einen Elfmeter

Befreiungsschlag, Sieg der Moral, Erleichterung - das Topthema des Abends wurde keiner dieser drei Aspekte. Sondern der mehr als umstrittene Elfmeterpfiff nach der Szene in der dritten Minute, bei der Mike Frantz zu Fall kam. Raphael Schäfer äußerte gegenüber Goal.com: „Ich habe es im Fernsehen gesehen und es gab Kontakt. Ich werde mich sicherlich nicht beschweren, dass das eine Fehlentscheidung war. Gegen uns wurde schon für wenig ein Elfmeter gepfiffen.“ Michael Wiesinger ergänzte: „Die Diskussion nervt schon. Mike Frantz ist kein Spieler, der so etwas absichtlich macht. Es gab in dieser Saison schon Szenen, in denen wir Punkte wegen solcher Entscheidungen gelassen haben. Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen“



Eine Qualität, unangenehm zu sein

In der auf das Spiel folgenden Pressekonferenz äußerte sich auch Wiesinger zu seinem ersten Sieg. „Wir müssen immer übers Team kommen und solche Siege hart erkämpfen. Das ist uns heute gelungen.
Im Endeffekt ist es auch eine Qualität unseres Teams, so unangenehm zu sein, so aggressiv zu sein. Da gilt es auch, das nun beizubehalten.“

Den Spielverlauf analysierte der Coach folgendermaßen: „Wir haben von Anfang an gekämpft und sehr präsent agiert. Sicher hat uns auch der Elfmeter in die Karten gespielt. Dieser Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen und eine hohe Moral. Doch wir wissen auch, dass es noch Dinge zu verbessern gibt. Wir haben zum Beispiel viele Konter über den schnellen Patrick Herrmann zugelassen und hätten mit mehr Zielstrebigkeit das 3:1 erzielen müssen. Dennoch freuen wir uns und wollen mit viel Rückenwind in die nächsten Partien gehen.“

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