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Borussia Dortmund und der beste Blaszczykowski aller Zeiten

Vor einem Jahr stand der Pole vor dem Absprung. Derzeit hat er einen Stammplatz beim BVB und ist kaum mehr wegzudenken. Zudem hat „Kuba“ den Torjäger in sich entdeckt.

Dortmund. Seine jüngere Geschichte klingt wie ein Fußball-Märchen. Im letzten Winter wollte Jakub Blaszczykowski Borussia Dortmund den Rücken kehren. Der Pole war unglücklich aufgrund geringer Einsatzzeiten. Das Verletzungspech von Mario Götze wurde für „Kuba“ allerdings zum Glückfall. Auch durch die Verpflichtung von Marco Reus, der den Konkurrenzkampf im Mittelfeld des BVB nochmals verschärfte, ließ sich der Flügelflitzer nicht unterkriegen - ganz im Gegenteil. Sein Antwort: Topleistungen und Treffsicherheit.

Eine Achterbahnfahrt

Im Sommer 2007 wechselte Blaszczykowski für drei Millionen Euro von Wisla Krakau zu den Schwarz-Gelben. Bereits in seiner ersten Saison schaffte er mit den Borussen den Einzug ins DFB-Pokal-Finale, wo die Borussen sich dem FC Bayern München geschlagen geben mussten. Auch als Jürgen Klopp den Verein im Sommer 2008 übernahm, war „Kuba“ stets ein fester Bestandteil des Teams. Doch zeigte die Entwicklungskurve des einstigen Supertalents keineswegs steil nach oben.

Jakub „Kuba“ Blaszczykowski
Wettbewerb Spiele
Tore Vorlagen Gelbe Karten
Platzverweise
Bundesliga 156 22 33 9 0
Pokal 14 2 4 0 1
Europapokal 26 1 8 3 0
Polen 57 12 12 9 0
Gesamt 253 37 57 21 1

In der ersten Meistersaison 2010/11 wurde der polnische Nationalspieler meist nur eingewechselt. Der Grund: Der Mittelfeldspieler wurde aufgrund von Verletzungen immer wieder zurück geworfen. Auch in der Saison des Doublegewinns fand der 27-Jährige sich des Öfteren auf der Bank wieder. Dies hatte zur Folge, dass er ernsthaft mit dem Gedanken spielte, den Verein im Winter zu verlassen. Interessenten waren längst hellhörig geworden. Unter anderem der FC Liverpool und Lazio Rom hatten ein Auge auf den Kapitän der polnischen Nationalmannschaft geworfen.

Doch mit der Verletzung Mario Götzes, der oft den Platz des Polen auf der rechten Außenbahn übernahm, änderte sich die Situation grundlegend und der BVB ließ „Kuba“ nicht ziehen. Ein Glücksfall, wie sich später zeigen sollte.

Ich habe lange darauf gewartet, dass es so läuft. Ich habe die nächste Stufe meiner Entwicklung erreicht.

„Kuba“ über die aktuellen Topform
Die Wiederentdeckung

Die Rückrunde der Saison 2011/12 war bis dahin die beste Serie, die er gespielt hatte. „Kuba“ dribbelte, legte vor und seine Bälle fanden auch den Weg ins Tor. Auf der rechten Außenbahn der Dortmunder verbreitet bei den Gegnern Furcht und Schrecken.

Sein Zusammenspiel mit Landsmann Lukasz Piszczek trieb die Gegner buchstäblich zu Weißglut, da sie kein probates Mittel gegen die beiden Nationalmannschaftskameraden faden. Insgesamt bereiteten beide zusammen 18 Treffer direkt vor.

Blaszczykowski konnte den langzeitverletzten Götze vergessen machen und hatte einen nicht allzu geringen Anteil daran, dass der BVB das Double erringen konnte.

BVB im Herzen

Im Sommer eröffnete sich eine neue Situation für den 27-Jährigen. Durch den „Königstransfer“ von Reus schien ein Wechsel nicht ausgeschlossen. Doch der Pole kann in dieser Spielzeit an die Leistungen der Vorherigen anknüpfen und ist eine feste Größe im System von Jürgen Klopp.

Die logische Folge: vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2016. Sportdirektor Michael Zorc nach Abschluss der Verhandlungen: „Kuba ist zwar kein BVB-Urgestein, aber er trägt das BVB-Emblem im Herzen und hat insbesondere in der vergangenen Saison gezeigt, warum er für uns so wertvoll ist.“

Verstecktes Torjäger-Gen
 KUBAS LEISTUNGSDATEN
Saison

2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
Spiele

24
27
32
29
29
15
Tore

1
3
1
3
6
8
Vorlagen

4
6
4
4
10
5

Wie wertvoll er ist, zeigte Blaszczykowski in dieser Saison schon einige Male. Besonders da er nun zum Torjäger mutiert ist. In der ersten Saison unter Klopp wurde er aufgrund von Verletzungssorgen als hängende Spitze, - mit eher mäßigen Ausbeute (einem Treffer), eingesetzt.

Derzeit trifft der Pole praktisch nach Belieben. Daran hat der Trainer maßgeblichen Anteil. „Ich habe oft mit dem Trainer gesprochen. Er hat mir geraten, häufiger in den Strafraum zu gehen, nicht nur am Flügel zu bleiben“, so der EM-Teilnehmer von 2012 gegenüber dem Kicker.

„Kuba“ ist mit bislang acht Saisontreffern so torgefährlich wie noch nie zuvor in seiner Zeit beim BVB und in seiner gesamten Profi-Karriere. In der internen Scorer-Liste belegt er hinter Robert Lewandowski den zweiten Platz. Am Sonntag kommt es zum Topspiel gegen den Tabellenzweiten aus Leverkusen. Beim 3:0-Hinspielerfolg steuerte der Flügelspieler einen Treffer bei, die Werkself ist also gewarnt.

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