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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker. Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von „Was macht eigentlich“ drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.

Luca Toni
In der Bundesliga:  Von 2007 bis 2010

Vereine in Deutschland: FC Bayern München

Einsätze:
60

Tore: 
38

Erfolge: Double-Sieger 2008, 2010; Torschützenkönig 2008

Zerstörte die Träume von Getafe

Beim Uefa-Cup-Viertelfinale in der Saison 2007/08 stand es im Rückspiel gegen den FC Getafe nach 90 Minuten 1:1. In der Verlängerung schossen die Spanier zwei Tore in zwei Minuten. In der 115. Minute erzielte der Italiener das 3:2 und schoss den entscheidenen Treffer zum 3:3 per Kopf in der Nachspielzeit.

Mit 23 Jahren debütierte Luca Toni damals in Italiens höchster Spielklasse. Sein erster Profi-Verein war Vicenza Calcio. In der Saison 2000/01 kam Toni auf eine beachtliche Torausbeute von neun Treffern. In der Saison 2002/03 zahlte US Palermo als Zweitligist satte sechs Millionen Euro für den Angreifer. In der Serie B glänzte Luca Toni anschließend als Torschützenkönig. Der Stürmer erzielte für Palermo 30 Tore. Sein Verein dankte ihm für den Aufstieg in die Serie A. Danach folgte das Debüt in der Nationalmannschaft.

Ganz Italien war inzwischen auf den Stürmer aufmerksam geworden. Wie würde er sich wohl diesmal in der Serie A schlagen? Seine erste Saison in der italienischen Elite-Klasse mit Palermo beendete der Italiener mit 21 Toren. Nachdem diese Spielzeit erfolgreich endete, zahlte der AC Florenz 10 Millionen Euro Ablöse, um Toni für sich zu gewinnen. Auch dort wurde der Stürmer in der Saison 2005/06 zum Torschützenkönig. 31 Tore in der Serie A waren ein Rekord - und sind es bis heute noch.

2007 folgte der Wechsel zu Bayern München und damit auch in die Bundesliga. Inzwischen war Luca Toni auf den Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Seine erste Saison in Deutschland beendete der Italiener als Double-Sieger. Außerdem kristallisierte sich Toni, wie schon auch in Italien, erneut zum Torschützenkönig, diesmal mit 24 Treffern. In der darauffolgenden Saison blieb der Italiener  ohne Titel. Die Folge war, dass Jürgen Klinsmamn den Trainerposten räumen musste und Louis van Gaal nachrückte. Der Niederländer machte kein Hehl draus, dass er nicht mehr mit Toni planen wollte. Nach einem Leihgeschäft mit dem AS Rom war Toni nicht mehr interessant für die Münchner. Bayer löste seinen Vertrag, ein Wechsel zum FC Genua folgte.

Nachdem der Stürmer in Genua und auch später bei Juventus Turin nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen konnte, wechselte er im Januar 2012 nach Dubai zu El-Nasr. Dort belegte er mit dem Verein in Dubai den zweiten Platz.Toni war plötzlich wieder gefragt. Schließlich wechselte er zum AC Florenz. Wo er in der aktuellen Saison in 18 Einsätzen sechs Tore erzielte.

Nelson Valdez
In der Bundesliga:  Von 2003 bis 2010

Vereine in Deutschland:
SV Werder Bremen, Borussia Dortmund

Einsätze:
193

Tore:
37
 
Erfolge:
Double-Sieger 2004

Golf-Jubel in der Königsklasse

2004 schaffte es Werder Bremen die Champions-Leauge-Gruppenphase zu überstehen. Im letzten Grupenspiel gegen den FC Valencia (sein heutiger Arbeitgeber) erzielte Valdez beide Tore.

Beim 1:0 zelebrierte er seinen Treffer, indem er einen Golfer imitierte, der gerade den Ball eingelocht hat.

Im Jahr 2003 rückte Nelson Valdez aus der zweiten Mannschaft Werder Bremens in das Profi-Team. Zuvor spielte der Paraguayer in seinem Heimatland bei Atletico Tembetary. Als Nachrückspieler aus der Amateurmannschaft, kam Valdez in der Saison 2002/03 zu zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga. In der Saison 2003/04 konnte sich der Stürmer schließlich für das erste Team behaupten. In 21 Bundesligasielen erzielte der Newcomer immerhin fünf Treffer.

In der nächsten Saison steigerte Valdez seine Bilanz. Er kam schon auf 27 Spiele. Mit den sieben erzielten Toren in dieser Spielzeit konnte der Stürmer sein Niveau halten. In seiner letzten Saison für Werder war Valdez inzwischen  zu einem Stammspieler geworden. Der Paraguayer kam auf neun Treffer. Schließlich wechselte Valdez für fast fünf Millionen Euro zum Bundesligakonkurrenten Borussia Dortmund.

Auch hier hatte der Stürmer aus Paraguay seinen Stammplatz sicher. In der ersten Saison im gelben Trikot, erzielte Valdez allerdings nur ein Tor. In der darauffolgenden Spielzeit kam der Stürmer auf drei Treffer. Erst ab der Saison 2008/09 schien sich Valdez besser einzuleben. Er erzielte neun Tore, eine Saison später waren es immerhin noch fünf. Schließlich unterschrieb Valdez für den spanischen Aufsteiger Hercules Alicante. Dort etablierte sich der Stürmer ebenfalls zum Stammspieler. Nach einer Saison und acht Treffern war Rubin Kazan auf den heute 29-Jährigen aufmerksam geworden.

In Russland blieb der Torjäger allerdings unter den Erwartungen. In 19 Partien erzielte der Stürmer nur drei Tore. Inzwischen spielt Valdez wieder in der Primera Division. Diesmal als Leihstürmer beim FC Valencia. Nach bisher 28 absolvierten Partien, kommt der Stürmer dort auf eine Torausbeute von vier Treffern.

Carlos Eduardo
In der Bundesliga: Von 2008 bis 2010

Vereine in Deutschland:  TSG 1899 Hoffenheim

Einsätze:
58

Tore:
13

Erfolge:
Aufsieg in die Bundesliga 2008
Fünf Spiele Sperre

2009 war Hoffenheim Herbstmeister und überraschte mit dieser Leistung ganz Europa. In der Rückrunde befindet sich der Aufsteiger im freien Fall. Zu allem Überfluss verpasst Eduardo Philipp Bönig im Spiel gegen Bochum einen Ellbogencheck und wurde für fünf Spiel gesprerrt.

In der Saison 2006/07 begann Carlos Eduardo seine Karriere beim brasilianischen Erstligisten Gremio Porto Alegre. In 10 Spielen erzielte der Offensivspieler drei Tore. 2007 wechselte der junge Brasilianer zum deutschen Zweitligisten TSG Hoffenheim. Als Ablöse wurde damals eine Summe von Sieben Millionen Euro genannt. Der Verein nahe Mannheim war gerade aus der Regionalliga gekommen. Eine Großinvestition sollte dafür sorgen, dass die Hoffenheimer bis in die Bundesliga aufsteigen sollten.

In der 2. Bundesliga war der Mittelfeldspieler durchaus erfolgreich. Nach 22 Spielen und fünf Toren, ging es für Eduardo und Hoffenheim tatsächlich in die Bundesliga. Zwischen 2007 und 2010 kam der Brasilianer auf insgesamt 58 Spiele und 13 Tore, weitere 15 bereitete das Offensivtalent vor.

Plötzlich war Eduardo in Europa immer gefragter. Top-Teams aus der Primera Division und auch aus der Premier League machte der junge Spieler auf sich aufmerksam. Schließlich bekam Rubin Kazan den Zuschlag. Der neureiche russische Klub zahlte 20 Millionen Euro für Eduardo.

Eine Knieverletzung hatte den bisher so talentierten Brasilianer dann im Jahr 2010 für etwa ein Jahr außer Gefecht gesetzt. Nach mehr als zwei Jahren kam Eduardo bei Rubin Kazan gerademal auf acht Spiele in denen er zwei Treffer erzielte. Aktuell spielt er in Rio de Janeiro zur Leihe. Im Sommer nächsten Jahres wird er wahrscheinlich wieder zurückkehren.

EURE MEINUNG: Ist Luca Toni bald am Ende seiner Karriere angelangt?

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