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REPORT - Kurz nach der Pep-Ankündigung ging die Welle los: Neymar, Suarez, Agüero – Spekulationen ohne Ende. Nach unseren Informationen will Guardiola zwei gewisse Spielertypen.
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Wer muss gehen?
Mit den Verpflichtungen der Ergänzungsspieler Rafinha, Nils Petersen und Claudio Pizarro erhofften sich die Bosse des Rekordmeisters starke Alternativen für die erste Elf. Petersen ergriff nach einem Jahr ohne große Spielpraxis bereits die Flucht nach Bremen. Nach dieser Saison wird er zunächst wieder zurückkommen, eine Zukunft bei den Bayern hat der 23-Jährige jedoch nicht. Wahrscheinlich wird er komplett an die Weser wechseln. Auch ein Verbleib von Rechtsverteidiger Rafinha, der Ansprüche stellt, jedoch nicht überzeugt, ist unwahrscheinlich. Anatoliy Tymoshchuk zieht es wohl in die ukrainische Heimat, Claudio Pizarro und Daniel van Buyten stehen mit ihren 34 Jahren ebenfalls vor dem Abschied. Der Belgier ließ zwar Anfang der Woche verlauten, er wolle gerne nochmals verlängern, passieren dürfte das aber wohl nicht.
Diese Spieler werden den FC Bayern aller Voraussicht nach verlassen:
| Spieler | Alter | Position | Vertrag bis | Grund |
| Daniel van Buyten | 34 | Abwehr | Sommer 2013 | Kaum Spielzeit, zu alt |
| Rafinha | 27 | Abwehr | Sommer 2014 | Konnte sich nie durchsetzen |
| Anatoliy Tymoshchuk | 33 | Mittelfeld | Sommer 2013 | Kaum Spielzeit, zu alt |
| Claudio Pizarro | 34 | Stürmer | Sommer 2013 | Keine Zukunft mehr bei Bayern |
| Nils Petersen | 23 | Stürmer | Sommer 2015 | Bleibt wahrscheinlich in Bremen |
Keiner dieser Spieler wird eine große Lücke hinterlassen, dafür stehen mit Emre Can, Pierre Emile Hojberg, Daniel Weihrauch und Co. schon einige Nachwuchstalente in den Startlöchern, die sich durchaus Chancen ausrechnen dürfen. Grundsätzlich machte der FC Bayern mit Eigengewächsen à la Schweinsteiger, Lahm, Müller, Kroos und Badstuber gute Erfahrungen, alle fünf sind mittlerweile wichtige Leistungsträger im Team des Tabellenführers. Vier aufstrebende Youngster durften im Januar bereits mit ins Trainingslager, wir haben sie Euch kürzlich vorgestellt.
„Größer, als einen Titel zu gewinnen“
| Pilar Suarez - Barca-Korrespondentin |
| „Pep wird versuchen, die Jugend bei den Bayern zu fördern. Aber wir begingen einen Fehler, wenn wir glaubten, dass er gleich zu Beginn damit Erfolg haben wird, Spieler aus der zweiten Mannschaft in die erste zu befördern. Denn jede Philosophie ist anders. Es steht fast schon fest, dass er nicht versuchen wird, Spieler des FC Barcelona zu den Bayern zu lotsen, denn er ist er noch immer eng mit den Katalanen verbunden. Für ihn ist Bayern eine große Herausforderung, er kann Unglaubliches in der Bundesliga erreichen und Titel gewinnen. Er hat gute Spieler, um dies zu erreichen. Wenn man ihn kennt, weiß man: Er wird mit seinen Waffen das Maximum herausholen und keine Barca-Spieler nutzen. Er will von vorne beginnen, eine neue Erfahrung – das ist die Herausforderung, und genau diese liebt er.“ |
Die Tatsache, dass Pep Guardiola auf die Jugend setzt, ist bekannt. In seiner Amtszeit bei den „Blaugrana“ ließ Guardiola in jeder Saison mindestens fünf Jugendspieler Profiluft schnuppern. Darunter waren Spieler wie Busquets, Pedro, Fontas, Thiago, Isaac Cuenca, Bartra, Muniesa und Sergi Roberto. Sie alle führte der Spanier in die erste Mannschaft.
Guardiola selbst ist von der bekannten Jugendakademie begeistert, auch weil er selbst dort aufgewachsen ist: „Es gibt keinen größeren Erfolg, als einen jungen Spieler von 'La Masia' in die erste Mannschaft zu führen. Größer, als einen Titel zu gewinnen.“ Wie verbunden Pep Guardiola mit seiner Mannschaft war, beweist auch folgendes Zitat: „Manche sagen, dass es einfacher ist, seine Frau statt des Teams zu wechseln. Ich denke, das ist wahr.“
FCB-Sportchef Matthias Sammer bekräftigte zuletzt in der Sport Bild den Wunsch, verstärkt mit deutschen Talenten arbeiten zu wollen: „Die charakterlichen Eigenschaften deutscher Spieler sind für den FC Bayern sehr interessant. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Spieler bei uns integrieren, ist sehr hoch“, verkündete er. Inwieweit Guardiola mit deutschen Nachwuchsspielern arbeiten kann, bleibt abzuwarten. Allerdings spricht wenig dafür, dass er dabei große Probleme haben wird.
Kein Wunder also, dass beim Rekordmeister zuletzt vornehmlich deutsche (Junioren-) Nationalspieler als Neuzugänge gehandelt wurden: Die Frankfurter Shootingstars Sebastian Jung und Sebastian Rode, dazu Bayers Lars Bender und der Bochumer Leon Goretzka. Wenn der FC Bayern langfristig auf Europas Thron will, reicht das vermutlich nicht aus. Und internationale Stars werden mit Guardiola an der Seitenlinie gewiss leichter an Land gezogen.
Nach Informationen von Goal.com hat der 42-Jährige bereits gegenüber der sportlichen Führung kund getan, welche Spieler er im Sommer gerne hätte: Innenverteidiger Mats Hummels von Meister Borussia Dortmund und Mittelfeldabräumer Cheick Tiote vom Premier-League-Klub Newcastle United. Sie verkörpern die Spielertypen, die Guardiola auf ihren Positionen am liebsten sähe.
Dies ergibt durchaus Sinn. Einen modernen Top-Verteidiger kann der FC Bayern gut gebrauchen, um nicht nur der Abwehr die nötige Stabilität zu verleihen, sondern auch in der Spieleröffnung eine weitere Waffe hinzuzugewinnen. Dazu im Mittelfeld ein erstklassiger Abräumer, der dazu auch noch torgefährlich ist und allein mit seiner Präsenz dem Gegner Respekt einflößt - so ein Spieler fehlt schlichtweg.
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| Abwehrspieler: Mats-Hummels-Style Moderner Innenverteidiger Es ist kein Wunder, dass Mats Hummels schon einmal mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wurde. Der Nationalspieler bringt alles mit, was einen modernen Abwehrspieler ausmacht. Trotz seines jungen Alters strahlt er viel Ruhe aus und agiert unaufgeregt. Sein Stellungsspiel und sein Zweikampfverhalten sind tadellos. Während der Stürmer auf den Ball wartet, sieht Hummels die Situation im Voraus und lässt den Angriff gar nicht erst entstehen. Hummels beteiligt sich aktiv am Spielaufbau und scheut auch nicht den Weg in die Offensive. Bei jeder Standardsituation ist er im Strafraum des Gegners zu finden, um seine Kopfballstärke unter Beweis zu stellen. Darüber hinaus kann Hummels auch Elfmeter schießen. Allerdings packt ihn manchmal auch der Übermut, wenn er Situation besonders schön klären will, dabei leistet er sich noch Fehler, die spielentscheidend sein können. Er neigt auch dazu, aus der Abwehrmitte vorzustoßen, obwohl dies nicht sein Job ist. Wenn ihm etwas nicht gelingt, meckert er mit sich selbst, weil er weiß, dass er es besser kann. |
EINSCHÄTZUNG: Mats Hummels aus Dortmund loszueisen, ist für die Bayern eine echte Herausforderung. Der Nationalverteidiger kickte einst in der Münchener Jugend, erhielt aber nicht das Vertrauen der Macher und wurde schließlich an Borussia Dortmund abgegeben. Seine FCB-Ausstiegsklausel hat er mittlerweile nicht mehr, und zudem ließ er mehrfach verlauten, er habe kein Interesse an einer Rückkehr in die bayerische Landeshauptstadt. Bis 2017 ist der 24-Jährige noch an den BVB gebunden und eine Ablöse jenseits der 25 Millionen Euro wäre für ihn gewiss fällig. Charakterlich ist es jedoch gar nicht so abwegig, Hummels eines Tages im FCB-Dress zu sehen. Er bringt die Portion Selbstvertrauen mit, die nötig ist, um in München zu bestehen.
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| Abräumer: Cheick-Tiote-Style Mittelfeldspieler mit Biss Tiote benötigte nach seinem Wechsel vom FC Twente nicht lange, um seinen Platz bei United zu zementieren. Nach dem unvergesslichen 4:4 gegen Arsenal Anfang 2011 (er erzielte in der Schlussphase den Ausgleich) wurde er mit einem Sechseinhalb-Jahres-Vertrag ausgestattet. Unumstritten ist er wegen seiner körperbetonten Spielweise nicht mehr. Tiote schaffte es, in 70 Spielen auf sagenhafte 34 Verwarnungen zu kommen. Der Ivorer (33 Länderspiele für die Elfenbeinküste) wurde schon mehrfach mit Arsenal und Chelsea in Verbindung gebracht, doch zu konkreten Verhandlungen kam es nie. Tiote ist praktizierender Muslim und seine größte Stärke auf dem Platz ist die Balleroberung und das Umschalten im Spiel nach vorn. Am Anfang sorgte er für Furore, indem er dank seiner Dynamik imponierte, danach traten seine Schwächen (vor allem die Ungestümtheit) immer mehr hervor. - Andrew Kennedy, Goal.com UK - |
EINSCHÄTZUNG: Tiote wäre die günstigere Variante eines Yaya Toure. Jener Mittelfeldspieler, den Guardiola bei Barca einst zu Gunsten von Sergio Busquets opferte und der nun der bestverdienende Profi der Premier League ist. Ihn zu bekommen, wäre immens schwer. Doch in dieser Kategorie will sich Pep bewegen und einen Mittelfeldspieler verpflichten, der auf dem Platz explodiert und ein Team mitreißen kann.
Dazu kommen sicher noch Spieler, die den Kader in der Breite verstärken werden und den Konkurrenzkampf in der Mannschaft fördern. Es wird eine gesunde Mischung aus ein, zwei Nachwuchsspielern, ein, zwei neuen Spielern und dem Grundgerüst der aktuellen ersten Mannschaft, aus der Pep Guardiola das zukünftige Team des FC Bayern formen wird.
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