thumbnail Hallo,

1. FC Nürnberg: Ein Spiel wie jedes andere

Ein plötzlicher Trainerwechsel hatte an Weihnachten für Überraschung in Nürnberg gesorgt. Für den neuen Coach, Michael Wiesinger, war das Debüt aber keine große Besonderheit.

Nürnberg. Mit einem Remis ist der 1. FC Nürnberg in die Rückrunde gestartet. Das 1:1 gegen den Hamburger SV ist für Trainer und Spieler dabei eher ein gewonnener Punkt als ein verlorener Sieg. Auch für Trainer-Neuling Michael Wiesinger verlief das Debüt zufriedenstellend.

Nur ein paar Tausend Zuschauer mehr

Trainerdebüt im fast ausverkauften Stadion Nürnberg, Bundesliga-Bühne, Schweinwerfer - alle auf den neuen Mann. Michael Wiesinger, den neuen Trainer des 1. FC Nürnberg. Doch dieser gab sich nach der Partie ganz bescheiden: „Es war kein Unterschied zu anderen Spielen. Ich habe versucht, gezielt Anweisungen zu geben. Es war alles wie immer - nur, dass halt 50 000 Zuschauer da waren. Ich habe mich gefreut, hierher zu fahren. Es ist ein Privileg, Trainer des 1. FC Nürnberg zu sein.“

Personell setzte das neue Trainerduo Wiesinger und Reutershahn gleich ein Zeichen. Kiyotake landete auf der Bank. Nach der Partie begründete der neue Coach so: „Er hat mir in der Trainingswoche nicht so gut gefallen. Da kam zu wenig und so musste ich die Konsequenz ziehen. Wir wissen, dass er ein Spieler ist, der gerade, was die kreativen Moment angeht, den Unterschied machen kann. Unser Kader ist breit und wir können reagieren.  Markus Feulner und Pelle Nilsson sind uns kurzfristig eingefallen. Für Armin und mich war es so kein Problem, Alternativen zu bringen.“

Schäfer: „Nicht Usain Bolt“

Charakter und Kampfgeist zeigte das Wiesinger-Team, gerade nach dem Rückstand. Kapitän Raphael Schäfer bilanzierte: „In der ersten Halbzeit wäre mehr drin gewesen, aber wenn man sich die zweite Halbzeit ansieht können wir mit dem Punkt leben. Die Truppe hat Moral bewiesen und nach dem Spielverlauf geht das Ergebnis in Ordnung.“ Angesprochen auf das Gegentor, bei dem Schäfer erst die kurze Ecke abdeckte und dann in die Mitte eilte, sagte der Torwart: „Wenn ich Usain Bolt wäre, hätte ich ihn vielleicht erlaufen. Dann würde ich aber nicht hier im Tor stehen.“

Jeder Punkt zählt

„Es waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Halbzeit waren wir besser und haben meist die zweiten Bälle kontrolliert. In der zweiten Halbzeit war es schwerer“, konstatierte Hanno Balitsch, der neben Almog Cohen auf der Doppelsechs auflief. Und fügte im Bezug auf die Schlussminuten an: „Nach dem 0:1 sind wir gut zurückgekommen. Am Ende hat Rapha mehrmals 1a reagiert.“ Den Vorsprung auf Hoffenheim gehalten, acht Punkte Polster. Balitsch: „Das Ergebnis passt, für den Verein ist jeder Punkt wichtig.“



Pekhart: „Mit Wiesinger läuft es gut“

Einen weiteren Personalwechsel nahm Michael Wiesinger in vorderster Spitze vor. Der vor der Winterpause gesetzte Sebastian Polter wurde durch Tomas Pekhart ersetzt. Dieser erzielte gleich ein Tor - nach eigener Aussage brannte er auf diesen Auftakt: „Nach der Winterpause wollten wir endlich wieder spielen. In der ersten Hälfte waren wir das bessere Team, in der zweiten standen wir dann mehr unter Druck. Es war schwer und wir gerieten in Rückstand, aber wir haben gut reagiert und haben den Ausgleichstreffer erzielt.“

Auch das eigene Erfolgserlebnis sollte dabei nicht zu kurz kommen. „Natürlich ist für einen Stürmer jedes Tor wichtig und gibt Selbstvertrauen. Beide Teams hätten gewinnen können, die Chancen waren da. Aber das Ergebnis geht im Großen und Ganzen in Ordnung.“ Ergänzend fügte er an: „Mit dem neuen Trainer läuft es gut, er ist selber ein Ex-Profi und hat viel Erfahrung.“

EURE MEINUNG: Ein guter Start für den FCN?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig