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Die Erinnerungen an die letzte Saison sind immer noch präsent. Doch es gibt noch vier andere Gründe, warum der FC Bayern diese Saison erfolgreich aus der Winterpause zurückkehrt.

München. Der FC Bayern München hat in der Hinrunde der 50. Bundesliga-Saison bereits mehrere Rekorde geknackt. Vergangenes Jahr wurde der FC Bayern ebenfalls Herbstmeister, am Ende gewann jedoch Borussia Dortmund mit acht Punkten Vorsprung die Meisterschaft.

Doch diese Saison soll alles anders kommen. Es gibt mindestens fünf Gründe, warum der FC Bayern erfolgreich in die Rückrunde starten wird.

Mehrfachbesetzung durch Neuzugänge

Der berühmte Rekordtransfer Javi Martinez hat sich nahtlos in das defensive Mittelfeld eingereiht. Neben Stammspieler Bastian Schweinsteiger ist die Position zudem mit zwei weiteren Spielern (Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk) besetzt. In der Hinrunde erzielte er sein erstes Tor per Fallrückzieher und legte sogar zwei weitere vor.

Der Stürmer Mario Mandzukic ist zumindest auf dem Papier der effektivste Neuzugang. Neun Tore und zwei Vorlagen steuerte der ehemalige Wolfsburger zur besten Hinrunde aller Zeiten bei. Im DFB-Pokal traf er bisher zwei Mal. Insgesamt konnte er den verletzten Mario Gomez also gebührend ersetzen. Angesichts des geglückten Comebacks des deutschen Nationalspielers kann man erst recht sagen: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Claudio Pizarro gab sich als Stürmer hinter den „Super-Marios“ zufrieden. Sechs Pflichtspieltore und drei Vorlagen konnte der dritte Stürmer im Bunde bereits erzielen.

Xherdan Shaqiri erfüllte die Erwartungen nicht gänzlich. Denn zumindest die Fans erwarteten mehr Einsätze des „Kraftwürfels“. In zwölf Spielen bekam er nur zwei Einsätze über die volle Spielzeit und wurde in fast der Hälfte aller Begegnungen erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Nichtsdestotrotz empfahl sich der Schweizer aber immer wieder: In den bisherigen Pflichtspielen erzielte er vier Tore und sieben Assists. Arjen Robben, Franck Ribery, Thomas Müller und Xherdan Shaqiri – fällt ein Flügelspieler aus, rückt ein anderer Erfolgsgarant nach.

Dante Bonfim Consta Santos – Niemand wusste so recht, was von dem Brasilianer zu erwarten war. Nach der Hinrunde kann man konstatieren: Die Abwehr des FC Bayern ist mit ihm zu einem Bollwerk geworden. Nur eine Niederlage musste der deutsche Rekordmeister hinnehmen. Dazu kommt noch ein Tor und eine Vorlage. Mit Daniel van Buyten, Jerome Boateng und Holger Badstuber gibt es insgesamt vier Innenverteidiger. Genug, um Ausfälle verschmerzen zu können.
 
Nicht zu vergessen Tom Starke, der als bekennende Nummer zwei hinter Manuel Neuer auf Abruf verlässlich zwischen den Pfosten steht. Bisher hat er zwar erst einmal den Platz des Stammtorhüters eingenommen, gegen Kaiserslautern (4:0) hielt er den Kasten vorbildlich sauber.

Matthias Sammer förderte beim DFB die Jugendarbeit. So setzt er auch beim FC Bayern als Sport-Vorstand diese Arbeit fort und kam mit hohem Anspruch an die Säbener Straße. Unter seiner Leitung unterzeichneten Jungspunde wie Mitchell Weiser (1. FC Köln), Lukas Raeder (Schalke 04), Emre Can und Patrick Weihrauch (FC Bayern II) einen Profivertrag. Die Pläne des 45-Jährigen beinhalten außerdem ein neues Jugendinternat und den Ausbau des Bayern-Geländes.

Fitness und Form auf höchstem Niveau

Einmal eingesetzt, knipste Mario Mandzukic als wäre er schon seit Jahren Teil der Mannschaft. Und damit nicht genug: Mario Gomez feierte sein Comeback und traf ebenfalls.

Auch Thomas Müller ist wieder ganz der Alte, stürmt fast ausschließlich über rechts außen und trifft nach Belieben. Zwölf Pflichtspieltore und zehn Vorlagen nach 17 Spielen – im Vergleich zum letzten Jahr übernimmt er wieder selbst das Toreschießen (Elf Tore und 20 Vorlagen in der gesamten Saison 11/12). Arjen Robben, der im Laufe der Hinrunde immer wieder von Verletzungen geplagt war, konnte durch den gebürtigen Bayer erfolgreich ersetzt werden.

Franck Ribery wurde erst kürzlich zum besten Spieler der Bundesliga gewählt. Elf Torvorlagen und fünf Tore sind nicht annähernd ein Indiz für die Leistung, die der Mittelfeldspieler im vergangenen halben Jahr abrufen konnte. Als unumstrittener Leistungsträger ist er wahrscheinlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere – und setzt die Messlatte für sich selbst kontinuierlich höher.

Holger Badstuber hatte bis zur Rückkehr von David Alaba kaum Probleme auf der Außenverteidigerposition. Und nach dem Ermüdungsbruch konnte der österreichische Nationalspieler nahtlos an seine Leistung aus der Saison 2011/2012 anknüpfen.

Lichtes Lazarett

Die gesamte Elf ist in nahezu bestechender Form. Glücklicherweise gibt es seitens der Bayern bis auf Holger Badstuber keine Langzeitverletzten zu beklagen. Aufgrund eines Kreuzbandrisses muss der Innenverteidiger voraussichtlich bis zur kommenden Saison pausieren.

Hunger auf Erfolg

Nach einer Saison als „Vize-Bayern“ haben die Spieler wieder Hunger auf Erfolge. Im Trainingslager in Doha bestätige Cheftrainer Jupp Heynckes den Eindruck: „Unsere Spieler haben großen Hunger auf Erfolg, und das ist gut – du musst Hunger haben, sonst gibt es nicht viel zu ernten.“ Zu gewinnen gibt es diese Saison noch alles: Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal. Auch diese Saison zählt der Rekordmeister in allen drei Wettbewerben zu den Titelfavoriten.

Die Motivation der Bayern-Spieler ist auch anhand neuer Bestmarken messbar: Dem Bundesliga-Startrekord von acht Siegen in den ersten acht Spielen, keinem Gegentor in den ersten fünf Auswärtsspielen und dem Titel als vorzeitiger Herbstmeister nach dem 14. Spieltag. Hinzu kommen nur sieben Gegentore in einer Hinrunde. Damit ziehen die Bayern mit dem Rekord des VfB Stuttgart aus der Saison 2003/04 gleich.

Guardiola steht vor der Tür

Die Statistiken sprechen für einen anhaltenden Erfolg des FC Bayern. Doch auch letztes Jahr gab es Propheten, die Titel versprachen. Was in Anbetracht des auslaufenden Vertrages von Jupp Heynckes tatsächlich noch alles passiert, wird sich zeigen. Die Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss seiner Trainerkarriere könnten besser kaum sein. Danach übernimmt Pep Guardiola und die Erwartungen sind hoch...

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