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Es ist die Sensation des Winters, vielleicht des Jahres. Pep Guardiola wird im Sommer Bayern München übernehmen. Doch wer ist eigentlich dieser Pep? Wir werfen einen Blick auf ihn.

München. Um 16.52 Uhr am Mittwochnachmittag bestätigten sich die Gerüchte der vergangenen Tage. Josep Guardiola übernimmt ab Sommer den deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Die Bundesliga hat einen neuen Star in ihren Reihen.

Mit 19 Jahren Olympiasieger und bester Nachwuchsspieler Europas

Am Freitag, den 18. Januar wird Pep Guardiola 42 Jahre. Kurz zuvor machte sich der Spanier selbst ein großes Geschenk. Nach seinem Sabbatjahr wird er den FC Bayern München übernehmen, nachdem er im Sommer seine erfolgreiche Zeit beim FC Barcelona nach vier Jahren beendet hatte.

1971 wurde Guardiola rund 70 Kilometer nord-östlich von Barcelona geboren, ging als 13-Jähriger in die berühmte Jugendakademie La Masia und reifte dort bald zu einem Superstar im Dress der Katalanen. Er gewann im Alter von 19 Jahren bereits die Olympische Goldmedaille und wurde im selben Jahr Europapokalsieger der Landesmeister, Spanischer Meister und zum besten Nachwuchsspieler Europas gewählt. Es sollten noch weitere Meistertitel und Pokalsiege in Spanien folgen.

JOSEP GUARDIOLA
FRÜHER BARCELONA | JETZT BAYERN MÜNCHEN

Stationen als Spieler
bis 1984 Gimnastic de Manresa
1984-2001 FC Barcelona
2001/02 und 2003 Brescia Calcio
2002/2003 AS Rom
2003-2005 Al-Ahli SC/Katar
2006 Dorados de Sinaloa/Mexiko
Stationen als Trainer
2007/2008 FC Barcelona B
2008-2012 FC Barcelona
ab 1. Juli 2013 FC Bayern München

Barcelona von der Kindheit an

Seit seiner Kindheit lebte und arbeitete er den FC Barcelona. Mit der berühmten Muttermilch saugte er die Idee von Johan Cruyff und La Masia auf. Unter dem Holländer galt der Spieler Guardiola schon als dessen verlängerter Arm auf dem Feld, reifte zum Führungsspieler und trieb das Kurzpassspiel bis in die Perfektion.

Als er überraschend zum Cheftrainer ernannt wurde, bekam er mit Jose Mourinho bei Real Madrid bald einen Gegenspieler, der so ganz anders ist als er. Provokant und frech wusste „The Special One“ die Medien zu unterhalten. Guardiola ließ sich davon nie beeindrucken, blieb stets ruhig und versöhnend. Am Ende sollten ihm immer die Erfolge recht geben.

Guardiola, der „Philosoph“

Jene Erfolge ließen ihn so berühmt, ja sagenumhaftet und, wie es einmal Zlatan Ibrahimovic sagte, zum „Philosophen“ werden. In nur vier kurzen Jahren verzauberte er Katalonien mit 14 Titeln. Gleich in seiner ersten Saison als Verantwortlicher für Messi und Co. feierte er als erster Trainer in der Geschichte das sogenannte Sextuple, bestehend aus nationalem Titel und Pokalsieg, dem Gewinn der Champions League, der Klub-WM und sowohl des nationalen als auch des europäischen Supercups.

Unter Guardiola reiften Spieler wie Lionel Messi, Xavi und Andres Iniesta zu absoluten Weltstars. Der Argentinier feierte immerhin drei seiner vier Ballon D'Or-Trophäen unter dem Trainer Guardiola. Das Spiel war prägend für den FC Barcelona, für ganz Europa. Sie schafften es schön und auch noch erfolgreich zu spielen. In jedem Pass, in jedem Spielzug war die Handschrift des „Philosophen“ zu erkennen.

Vor rund acht Monaten saß er zum vorerst letzten Mal auf der Bank der Katalanen. Nach vier Jahren und unglaublichen 14 Titel ging er als erfolgreichster Trainer des FC Barcelona nach New York, spannte aus und sammelte neue Kräfte. Auf der faulen Haut blieb er aber nicht liegen und schrieb sich an der renommierten Columbia University als Gasthörer ein. Im Juli wird er in das Trainergeschäft zurückkehren. Nicht nach England, nein, in die Bundesliga.

EURE MEINUNG: Was kann Pep mit Bayern München alles erreichen?

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