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Der Neue im roten Trikot der Niedersachsen ist ein Mann mit großem Talent und viel Potenzial, muss aber noch letzte Defizite beseitigen.

Hannover. 31 Gegentore in der Hinrunde zeigen eindeutig: In der Abwehr von Hannover 96 lief es längst nicht rund. Andre Hoffmann, der erste von drei Winter-Neuzugängen bei den „Roten“, kann da eingesetzt werden, wo der Schuh besonders drückte. Das macht den 19-Jährigen womöglich schon in der Rückrunde wertvoll.

Der Mangel an Optionen

Beim MSV Duisburg absolvierte Hoffmann 37 Zweitliga-Spiele, bevorzugt im defensiven Mittelfeld, ab und zu auch in der Innenverteidigung. Die Chancen, dass der deutsche U-20-Nationalspieler bald auch Bundesliga-Einsätze in seiner Vita führen kann, stehen gut. Denn: Auf der „Sechs“ der Slomka-Elf hakte es in der Hinserie dieser Spielzeit gewaltig.

SCHNAPPSCHUSS | Andre Hoffmann (Hannover 96 & Deutschland)

Alles zu Andre Hoffmann
Alter: 19

Vertrag bis: 2016

Junioren-Länderspiele: 27

Position: DM/ZM/IV

gesch. Wert: 0,8 Mio €

Einsätze 12/13: 16

Ex-Klubs: SuS Harzopf, SC Phönix Essen, MSV Duisburg

Die Stammkräfte Sergio da Silva Pinto und Manuel Schmiedebach strahlten selten Sicherheit aus und fanden auf der anderen Seite kaum Bindung zur 96-Offensive. Da aber Pechvogel Leon Andreasen langfristig ausfiel und Christian Schulz, immer wieder von Verletzungen geplagt, seine Form nicht fand, fehlten Trainer Mirko Slomka die Alternativen.

Vorne und hinten obenauf
HOFFMANN IST EIN ROTER


Andre Hoffmann hat das Potenzial, Hannovers defensivem Mittelfeld mehr Stabilität zu verleihen. Den 19-Jährigen zeichnet vor allem eine gute Zweikampfführung aus. Ob am Boden oder in der Luft, der Träger zweier Fritz-Walter-Medaillen in Silber weiß seine Körpergröße von 1,90 Metern effektiv einzusetzen.

Diese Effektivität fehlt dem Junioren-Nationalspieler noch vor dem gegnerischen Tor. Hoffmann suchte bei Duisburg immer wieder auch den Weg nach vorne und bewies gute Übersicht sowie sicheres Passspiel. Der Abschluss zählt dagegen nicht zu den Stärken des Defensiv-Spezialisten. Seinen einzigen Treffer in der 2. Bundesliga erzielte er per Kopf und ließ trotz einiger Gelegenheiten keine weiteren mehr folgen.

Das Interesse anderer Klubs war trotzdem schnell vorhanden. Neben Hannover waren angeblich auch Bayer Leverkusen und Schalke 04 an dem vielseitigen Mittelfeldmann dran. Die Entscheidung fiel am Ende für 96. „Ich habe den Eindruck, dass hier Tolles aufgebaut worden ist. Beim MSV habe ich das familiäre Umfeld schätzen gelernt. Mir war es wichtig, dass ich wieder ähnliche Bedingungen vorfinde und dass für die nächsten Jahre ein klarer Weg aufgezeigt ist, wie ich mich weiterentwickeln kann“, begründete Hoffmann im Interview mit der HAZ und ergänzte: „Dass man sich sehr um mich bemüht hat, hat am Ende auch den Ausschlag gegeben.“

Stammplatz in Reichweite

Über kurz oder lang: Die Chancen, dass sich Andre Hoffmann bei Hannover 96 durchsetzt, stehen gut. Mirko Slomka attestierte dem 19-Jährigen „Potenzial“, Jörg Schmadtke spricht von einer „großen Perspektive“. Gelingt es dem 1,90-Hünen, kleine Unsicherheiten und ungestüme Aktionen, die er im Duisburger Trikot hin und wieder zeigte, zu vermeiden, ist ein Stammplatz auch in der laufenden Saison in Reichweite.

EURE MEINUNG: Ist Hoffmann ein Kandidat für die erste Elf oder braucht er noch Zeit?

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