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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker. Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von „Was macht eigentlich“ drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.

EBI SMOLAREK
In der Bundesliga: Von 2005 bis 2007

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund

Einsätze:
85

Tore:
26

Erfolge:
Pokalfinalist 2008
Derby-Held

Den BVB-Fans wird Smolarek vor allem wegen seines Treffers im Derby gegen Schalke 04 aus dem Jahr 2007 im Gedächtnis bleiben, als er mit seinem Volleyschuss das 2:0 markierte - damit wurden die Schalker Titelträume einen Spieltag vor Saisonschluss begraben.

Stürmer Ebi Smolarek kam zu Beginn der Saison 2005/06 von Feyenoord Rotterdam in den Ruhrpott zur Borussia aus Dortmund. Der Stürmer hatte zu Beginn Probleme, sich im neuen Umfeld zu akklimatisieren, konnte dann aber im Verlaufe seiner drei Jahre beim BVB zu einer wichtigen Personalie avancieren. Die Dortmunder Fans werden dem Polen nie den Treffer zum 2:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 aus der Saison 2006/07 vergessen, als der BVB den Erzrivalen mit diesem Sieg um den Meistertitel brachte.

Wenige Wochen später entschied sich Smolarek für einen Wechsel zum spanischen Erstligisten Racing Santander. Dort konnte er nur bedingt überzeugen und so spielte der Stürmer von 2008 bis 2012 bei insgesamt fünf verschiedenen Vereinen - unter anderem bei ADO Den Haag und in Katar bei Al-Khor Sports Klub. Im Sommer 2012 entschied sich der ehemalige polnische Nationalspieler im Alter von 31 Jahren für einen Wechsel in seine Heimat  zu Jagiellonia Bialystok.

In der aktuellen Spielzeit absolvierte Smolarek sieben Ligaspiele für den Traditionsklub aus dem Osten Polens und erzielte dabei zwei Treffer. Nachdem er zu Beginn der Saison einen Platzverweis sah und nach der Sperre gar drei Spiele von der Tribüne aus verfolgen musste, genießt er jetzt bei Trainer Tomasz Hajto volles Vertrauen. Es wird spannend zu beobachten sein, ob der ehemalige Bundesliga-Spieler Jagiellonia aus dem Mittelfeld in die obere Tabellenhälfte schießen wird.

SLAWOMIR PESZKO
In der Bundesliga: Von 2011 bis 2012

Vereine in Deutschland: 1. FC Köln

Einsätze:
45

Tore:
2

Erfolge:
keine
Peszko in der Ausnüchterungszelle

Als sich der 1. FC Köln in der vergangenen Saison mitten im Abstiegskampf befand, erlaubte sich Peszko einen Fauxpass, als er nach dem 1:1-Remis gegen Bremen eine Suff-Tour startete und anschließend in einer Ausnüchterungszelle landete.

Nach der Meisterschaft mit Lech Posen und hervorragenden Auftritten in der Europa League wechselte Slawomir Peszko im Januar 2011 zum 1. FC Köln. Der Pole musste sich zu Beginn seines Engagements beim 1. FC mit Kurzeinsätzen zufriedengeben, konnte dann aber mit Dauer überzeugen und einen Platz in der Stammelf erkämpfen. In der letzten Saison absolvierte Peszko 32 Spiele für den Klub aus der Domstadt und sammmelte dabei zehn Scorerpunkte. Nach dem Suff-Skandal war der Abgang des Offensivallrounders schon nahezu besiegelt. Als dann der Abstieg der Kölner feststand und der Pole sich gegen eine Gehaltsreduzierung aussprach, waren die Kölner gezwungen, den ehemaligen Lech-Akteur zumindest auf Leihbasis ziehen zu lassen.

Zu Beginn der neuen Saison gab es für Peszko einige interessante Offerten aus der Türkei. Trotz der zahlreichen Anfragen entschied er sich gemeinsam mit seinem Berater Andreas Grajewski, vorerst in Köln zu bleiben. Die Verantwortlichen des 1. FC waren jedoch wegen des Umbruchs dazu gezwungen, den Spieler zu verleihen. Der englische Zweitligist Wolverhampton Wanderers sicherte sich die Papiere des Polen bis zum Ende der Saison. Zusätzlich können die Engländer am Ende der Saison eine Kaufoption ziehen.

Trainer der Wolves war zu Beginn der Saison der ehemalige Köln-Coach Stale Solbakken. Der Norweger setzte von Beginn an auf den schnellen Offensivmann, der sich mit zwei Assists in den ersten drei Spielen für die Einsätze bedankte. Danach stoppte ein Bänderriss den 27-Jährigen, der seit Januar nicht mehr an seine gute Form anknüpfen konnte. Zudem wurde Solbakken vor zwei Wochen bei Wolverhampton Wanderers entlassen.

DANIJEL LJUBOJA
In der Bundesliga: Von 2005 bis 2009

Vereine in Deutschland: VfB Stuttgart, Hamburger SV, VfL Wolfsburg

Einsätze:
73

Tore:
20

Erfolge:
keine
Erst geknipst, dann verzockt

Ljuboja verzockte sich beim VfB Stuttgart, als er nach seiner guten Debütsaison mehr Geld verlangte. Danach folgten enttäuschende Spielzeiten beim Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg.

Danijel Ljuboja spielte seit Sommer 2005 beim VfB Stuttgart, als er für 200.000 Euro Leihgebühr von Paris St. Germain verpflichtet wurde. Wegen guter Leistungen im Trikot der Schwaben wurde im April 2006 die Option gezogen und der Serbe für zwei Millionen Euro bis 2009 verpflichtet. Allerdings pochte der Angreifer trotz des gültigen Vertrags auf eine Verdoppelung seines Gehalts auf rund zwei Millionen Euro. Ljuboja drohte mit seinem Abgang, was ihm beim VfB Stuttgart die Degradierung auf die Tribüne einbrachte. Der Serbe durfte danach nur noch mit der Regionalligamannschaft trainieren - im Team von Trainer Armin Veh war kein Platz mehr für ihn.

Die Stuttgarter wollten sich von dem Stürmer trennen und gaben ihn zunächst aus Leihbasis nach Hamburg ab. Ljuboja konnte jedoch weder in der Hansestadt, noch später beim VfL Wolfsburg überzeugen. Die Konsequenz: Nach vier Jahren Bundesliga-Abenteuer musste der Serbe Deutschland verlassen. Es folgten ruhmlose Jahre in der französischen Ligue Un.

Im Sommer 2011 zahlte der polnische Top-Klub Legia Warschau knapp 1,5 Millionen Euro Ablöse an OGC Nizza. Der Stürmer lebte in Polen wieder auf und avancierte zum Publikumsliebling. Auch wenn Legia in der letzten Saison den Ligatitel nicht gewinnen konnte, so überzeugte Ljuboja mit feinen technischen Einlagen und elf Ligatoren. In dieser Saison erzielte der Angreifer in der Hinrunde schon zehn Tore und gehört neben Bartosz Slusarski von Lech Posen zu den gefährlichsten Stürmern der Liga.

EURE MEINUNG: Sollte Peszko im nächsten Sommer zum 1. FC Köln zurückkehren?

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