thumbnail Hallo,

Warten auf den Gewinner des Ballon d'Or: Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Andres Iniesta - es kann nur einen geben!

Am Montagabend blickt die Fußballwelt nach Zürich: Der beste Kicker des Jahres 2012 wird gesucht und die drei Kandidaten sind alte Bekannte!

Berlin. Im Oktober 2012 einigten sich das zuständige FIFA-Komittee und France Football auf die 23-köpfige Kandidatenliste für die 2012er Ausgabe des Ballon d'Or. Aus diesen 23 wurden schließlich drei, nachdem die Nationaltrainer und die Kapitäne der Auswahlteams gemeinsam mit ausgewählten Journalisten aus aller Welt ihre Stimmen abgegeben hatten. Am Montag versammelt sich die Elite der Fußballwelt schließlich in Zürich und dann wird von den verbliebenen dreien nur noch einer übrig bleiben.

Sollte der Gewinner, wie von vielen erwartet, Barcelonas Argentinier Lionel Messi sein, bräche der Angreifer einen weiteren Rekord: Zum vierten Mal in Serie heimste er dann den Preis ein und schaffte den Hattrick, seitdem die FIFA-Ehrung des Weltfußballers 2010 mit der Wahl von France Footballs Ballon d'Or verschmolz.

Außerdem könnte Messi mit einem weiteren Triumph Zinedine Zidane und Brasiliens Sturmlegende Ronaldo hinter sich lassen. Mit den beiden Ikonen teilt er sich derzeit den Spitzenplatz in der Siegerliste: Sie alle gewannen den begehrten Preis dreimal seit er 1991 eingeführt wurde.

WELTFUßBALLER: SIE SCHAFFTEN DEN DREIERPACK
 LIONEL MESSI

Als erster Argentinier gewann der flinke Barca-Angreifer den Titel 2009. Er ließ direkt zwei weitere Auszeichnungen folgen und ist diesmal wieder ein Kandidat.
 RONALDO

Der Brasilianer gewann 1996 und verteidigte im Jahr darauf den Preis. 2002 schoss er die Selecao zum WM-Titel und setzte sich erneut die Krone auf.
 ZINEDINE ZIDANE

1998 machte Zidane Frankfreich zum Weltmeister und sich selbst zum Weltfußballer. 2000 und 2003 schaffte er es erneut nach ganz oben auf das Siegertreppchen.
Streitig machen wollen Messi den Sieg sein Klubkamerad Andres Iniesta und Real Madrids Cristiano Ronaldo. Es ist das dritte Jahr in Folge, dass am Ende nur noch Spieler von Barca und Real dabei sind. Während die englische Premier League weithin als beste Liga der Welt angesehen wird, dürfen Spaniens Giganten also aktuell wohl als beste Klubs bezeichnet werden.

Während Messi ein famoses Jahr mit 79 Toren für Barcelona und zwölf Treffern für Argentinien hinter sich hat, dürfen Ronaldo und Iniesta auf ihre Titel-Ausbeute verweisen.

Denn bei allen individuellen Bestmarken, die der 25-Jährige 2012 geknackt hat, sind große Titel ausgeblieben. Cristiano Ronaldo schoss dagegen Real madrid zur spanischen Meisterschaft und führte Portugals Nationalteam ins Halbfinale der EM. Iniesta schaffte es dort noch etwas weiter und war der entscheidende Mann bei Spaniens drittem großen Turniersieg in Folge.

Die zunächst veröffentlichte Kandidatenliste war einmal mehr von Angreifern dominiert. Nur zwei Verteidiger und drei Torhüter schafften es unter die besten 23. Das zeigte einmal mehr: Tore sind beim Fußball das Salz in der Suppe.

In der Tat hat es nur ein Keeper (Lev Yashin 1963) geschafft, den Ballon d'Or zu gewinnen. Zwei Verteidigern gelang dieses Kunststück bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres: Lothar Matthäus (wenn man ihn damals bereits als Abwehrspieler bezeichnen durfte) 1991 und Fabio Cannavaro 2006.

Spaniens Iker Casillas ist also in diesem Jahr einmal mehr leer ausgegangen, dennoch kann man der Jury keinen Vorwurf machen. Die drei Spieler, die nun noch übrig sind, hatten auf dem Fußballplatz ein besseres Kalenderjahr als alle anderen.

Dennoch hat es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder kuriose Abstimmungen gegeben. 2011 sah Giovanni Trapattoni weder Messi noch Ronaldo unter den Top drei und Andy Davis, ein Journalist von den Britischen Jungferninseln votierte bizarrerweise für Cesc Fabregas als seine Nummer eins. 2010 stimmte ein Journalist aus dem Tschad für Ghanas Asamoah Gyan als Besten der Welt.

Einige Stimmabgaben wirken also merkwürdig und es ist sicher diskutabel, welchen Sinn deren Veröffentlichung überhaupt hat. Cristiano Ronaldo hat es bereits erklärt, dieser Preis ist subjektiv. Die Wähler sind nach ihren Meinungen gefragt und es es lässt sich nicht kategorisch sagen, wer der Sieger zu sein hat. Denn egal, wie streng die Kriterien der FIFA auch sein mögen, jeder Wähler hat seine Ansichten, Interpretationen und Instruktionen.

Überhaupt lässt sich darüber streiten, wie sinnvoll Einzel-Awards in Mannschaftssportarten überhaupt sind. Allerdings dürfte auch niemand bestreiten, dass Messi, Iniesta und Cristiano Ronaldo einen Löwenateil an den jüngsten Erfolgen ihrer Mannschaften hatten.

Die FIFA-Ballon-d’Or-Gala wird einmal mehr eine große Party sein. Die Welt des Fußball darf ihren Besten feiern. Und wer auch immer am Montagabend den goldenen Ball in seinen Händen hält, es dürfte ihm nur schwer zu missgönnen sein.

Folge Rupert Fryer auf

EURE MEINUNG: Wer gewinnt den Ballon d'Or in diesem Jahr? Was haltet Ihr allgemein von der Wahl?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig