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Es war am Freitag der kleine Transfer-Hammer. Jan Kirchhoff wechselt im Sommer ablösefrei zu Bayern München. Aber wer ist der junge Mann, den auch der BVB und Schalke wollten?

München. Vor nicht allzu langer Zeit schien es fast sicher, Schalke 04 würde das Rennen um Jan Kirchhoff gewinnen, doch im Ziel gelang Bayern München der Coup. Der Jugendnationalspieler wird von Mainz 05 im Sommer ablösefrei gen München ziehen. Doch warum wollte der Rekordmeister unbedingt das Talent, wer ist er? Unser Portrait.

„Eintracht wollte mich nicht mehr!“

Nicht nur die Mainzer von Thomas Tuchel werden sich ein wenig geärgert haben, als Jan Kirchhoff ihnen mitteilte, er wolle seinen Vertrag nicht mehr verlängern. Am Freitagmittag dürfte sich auch die Eintracht aus Frankfurt wohl ein bisschen die Haare gerauft haben, denn bis zur B-Jugend kickte der Neu-Bayer im Riederwald, doch er ging dann 2007 zu Mainz, denn die „Eintracht wollte mich nicht mehr!“ Zwei Jahre danach feierte der U19-Spieler den deutschen Meistertitel in seiner Altersklasse.

Am 1. Oktober 1990 wurde er in Frankfurt am Main geboren, spielte seit seinem neunten Lebensjahr bei der SGE. Sein wahres Talent erkannten die Jugendtrainer damals jedoch nicht, wie er vor einigen Jahren in der Bild zugab: „Dort war ich noch Mittelfeldspieler, Jürgen Kramny in Mainz hat mich zum Verteidiger gemacht.“

JAN KIRCHHOFF | Verteidiger, 22

KARRIEREVERLAUF
Eintracht Frankfurt 1999-2007
FSV Mainz 05 2007-2013
Bayern München ab 2013
SPIELERDATEN
Vertrag beim FCB bis 2016
Marktwert (transfermarkt.de) 3 Millionen Euro
Erfolge dt. A-Jugendmeister

Auch BVB und Schalke wollten den Hünen

In seiner Rolle als Verteidiger glänzt er bei den 05'ern so sehr, dass der deutsche Meister schon im Sommer 2012 bereit war, 7,5 Millionen Euro zu zahlen und sich die großen Vereine der Bundesliga die Zähne wetzten, als feststand, er werde Mainz im Sommer 2013 definitiv verlassen.

In seinen Bundesliga-Partien traf er zwar nicht in den Kasten des Gegners, doch er überzeugte in der Abwehr mit Überblick und Stärke. In der U19-Auswahl des DFB netzte er in 17 Begegnungen bereits dreimal ein, kein schlechter Wert für einen Mann, der eigentlich dazu da ist, Tore zu verhindern.

Auch Mario Gomez lobte seinen zukünftigen Mitspieler bereits Monate vor dessen Ankunft: „Ich spreche aus Erfahrung und weiß, dass er ein guter Spieler ist“, so der Stürmer-Star gegenüber der Vereinshomepage über den Hünen, der fast zwei Meter in die Höhe ragt und somit prädestiniert für die Position des Innenverteidigers ist. Mit 1,95 Meter wäre der Neuzugang der größte Innenverteidiger beim Rekordmeister.



„Er ist ein Rohdiamant“

Nach seinen Lehrjahren in Mainz folgen nun seine Meisterjahre in München, zumindest wenn man den Worten von Matthias Sammer glaubt, der dem 22-Jährigen „sehr gute Qualitäten“ attestierte: „Er ist ein Rohdiamant, hat gute Voraussetzungen. Es gibt ja immer so Leistungsvoraussetzungen, durch die man einen Spieler gut analysieren kann. Er ist zwar jung, aber sehr mutig. Und Mut gefällt uns.“

Zudem ist die Konkurrenz ab dem Sommer mit Dante, Holger Badstuber und Jerome Boateng nicht leicht, aber doch recht übersichtlich, wenn man bedenkt, dass Bayern ja nicht nur in der Bundesliga um Siege kämpft. Für den 34-jährigen Daniel van Buyten, dessen Kontrakt in sechs Monaten ausläuft, wird es dadurch sehr eng. Auch Holger Badstuber wird sich erst wieder herankämpfen müssen. Die Chancen für Kirchhoff stehen gar nicht so schlecht, wie sie vielleicht zunächst scheinen mögen.

EURE MEINUNG: Wird sich Jan Kirchhoff bei Bayern München durchsetzen?

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