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Fernando Torres liegt wieder in der Spur des Erfolgs. Erst kam er überhaupt nicht zurecht bei Chelsea, doch seit der Wiedervereinigung mit Benitez trifft er auch wieder das Tor.

London. „El Nino“ ist wieder da. Fernando Torres scheint unter Rafael Benitez wieder in die Form alter Tage zurückzufinden. Seit die Spanier bei Chelsea wiedervereint sind, trifft auch der als Millionenflop gebrandmarkte Nationalspieler wieder in das Tor des Gegners.

Teuerster Transfer der Premier League-Geschichte

Beim FC Liverpool reifte Fernando Torres einst unter Rafael Benitez zu einem Weltklassestürmer. Vor allem durch sein Tor im EM-Finale von 2008 blieb er den spanischen Fans in guter und den deutschen Fans in schlechter Erinnerung. Er traf wie am laufenden Band bis zum 31. Januar 2011. Damals verpflichtete Chelsea den Starstürmer und erhoffte sich dadurch einen großen Schub in Sachen Titelerfolge. Doch nach 22 Toren in 32 Partien in seiner letzten vollen Saison für die „Reds“, traf er in seiner ersten vollen Spielzeit für die „Blues“ in 49 Spielen lediglich elfmal in den Kasten des Gegners. In 102 Ligaspielen für die Liverpooler netzte er insgesamt 65-mal ein.

Kein guter Start in die Saison 2012/2013

Fernando Torres

 TORRES OHNE BENITEZ
SPIELE
VORLAGEN
TORE
SPIELE ZWISCHEN ZWEI TOREN
21
3
7
3
 TORRES MIT BENITEZ
SPIELE
VORLAGEN
TORE
SPIELE ZWISCHEN ZWEI TOREN
8
2
6
1,33
Auch die aktuelle Spielzeit begann nicht gleich erfolgreich. Es sollte einfach nicht gut laufen für den Spanier. In 21 Partien verbuchte er nur sieben Treffer auf seinem Torjägerkonto, erneut kein überragender Wert für einen gelernten Stürmer. Hinzu kam auch, dass Vicente del Bosque bei der Europameisterschaft mit einem „falschen Neuner“, also ohne echte Sturmspitze spielte und Torres so nicht zu den Startelfeinsätzen kam, die er vielleicht für sein Selbstvertrauen benötigt hätte.

Zurück in London wurde es nicht besser für den 28-Jährigen. Erst musste er die herbe 1:4-Klatsche gegen seinen alten Klub Atletico Madrid von der Bank aus beobachten, dann kam er nicht gut in die Premier League-Saison, an deren unrühmlichen Höhepunkt die Beurlaubung von Coach Roberto Di Matteo stand.

Benitez der Messias, auf den Torres gewartet hat?

Als Nachfolger wurde noch am Tag der Demission der alte Lehrmeister von Torres vorgestellt. Rafael Benitez übernahm interimsweise und auf einmal platzte auch der Knoten bei „El Nino“. In den 21 Spielen vor Benitez erzielte er lediglich sieben Tore, nach dessen Verpflichtung netzte er in acht Spielen schon sechsmal ein. Zwischen seinen Treffern liegen nun nicht mehr drei Partien, sondern nur noch im Schnitt 1,33.

Benitez: Team wurde besser

Sein neuer alter Trainer bilanzierte bei soccernet.com, dass das Team gewachsen ist und mit ihm auch Torres: „Fernando hatte bessere Chancen, weil das Team besser war. Vielleicht finde ich manchmal die bessere Ansprache für ihn. Aber in der Hauptsache sind es seine Mitspieler.“ Während Benitez das Team in der Pflicht sah, ist für Torres der Trainer selbst der Schlüssel zum Erfolg: „Wir spielen etwas anders. Wir spielen im letzten Viertel des Feldes nicht mehr so viele Pässe, wir versuchen etwas direkter zu spielen. Wir nutzen die Qualitäten von Oscar und Juan Mata besser.“

Auch dem spanischen Nationalcoach ist die positive Entwicklung seines Stürmers nicht verborgen geblieben. „Fernando spielt, schießt Tore, es sieht so aus, als hätte er davon profitiert, dass jetzt Benitez seinen Club trainiert“, so del Bosque.

Wie sehr Chelsea wirklich von einem erstärkten Torres profitiert, zeigen die nächsten Spiele, denn nach der Finalniederlage bei der Klub-WM soll der Titel im Capitel One Cup her. Und wer weiß, vielleicht krönen sie sich nach der Champions League in diesem Jahr 2013 zumindest zu Europas Prinzen.

EURE MEINUNG: Was sagt ihr zu der Entwicklung von Fernando Torres unter Rafa Benitez?

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