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In unserer Serie „Vier zu vier“ geben je vier Redakteure ihre persönlichen Stellungnahmen zu vier ausgewählten Themen. Heute: Die anstehende Champions League-Auslosung.

Nyon. Die Loskugeln entscheiden am heutigen Donnerstag über den weiteren Verlauf in der diesjährigen Champions League-Saison. Goal.com beantwortet euch im Vorab schon mal vier Fragen.

  1. Von den Gruppenzweiten hebt sich besonders Real Madrid hervor. Wer, abgesehen von den Königlichen, ist das am schwierigsten zu spielende Team aus Topf 2?
  • Fabio Porta: Von den übrigen Gruppenzweiten ist Schachtar Donezk der unangenehmste Gegner. Die Ukrainer haben in der Gruppenphase bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Champions League konkurrenzfähig sind. Ihre druckvolle und äußerst kreative Spielweise haben mich besonders beeindruckt. Das Viertelfinale ist durchaus drin. Ansonsten muss man natürlich den AC Mailand, Arsenal und den FC Porto auf dem Zettel haben.
  • Constantin Schmutzler: Kein Gruppenzweiter ist vergleichbar mit Real Madrid. Valencia ist allerdings nicht zu unterschätzen, Schachtjor und Schalke spielen wahrscheinlich auf Augenhöhe. Müsste man sich auf einen "Zweitschwersten der Zweitplatzierten aus Topf 2" festlegen, wäre dies womöglich der FC Valencia. In der Gruppenphase konnten sie dem FC Bayern zumindest einen Punkt abknöpfen. Und auch bei der 1:2-Niederlage im Hinspiel sah es denkbar knapp aus.
  • Patrick Niedel: Am Schwierigsten zu Spielen wäre durchaus das Team aus Donezk. Die Ukrainer sind unberechenbar und könnten in der Tat ein Stolperstein werden. Sicherlich ist aber auch Arsenal kein Traumlos fürs Achtelfinale. Galatasaray wäre sicherlich aufgrund der Stimmung reizvoll. Letztlich läßt sich aber sagen, dass alle Teams, bis auf Real vielleicht, sportlich lösbare Aufgaben darstellen.
  • Florian Teichert: Schwere Frage! Der AC Mailand und der FC Arsenal sind sicherlich die Mannschaften, die zumindest noch das Image einer Weltklasse-Mannschaft haben, auch wenn sie nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren. Besonders schwer stelle ich mir ein Auswärtsspiel in Glasgow vor. Zwar ist Celtic vielleicht die spielerisch schwächste Mannschaft aus Topf 2, angetrieben von den Fans und der eigenen Motivation, sind die Schotten aber sicherlich ein unangenehmer Gegner. Dass durfte ja sogar schon der FC Barcelona spüren. Das gleiche gilt übrigens auch für Galatasaray und Donezk, die ebenfalls in einem Hexenkessel spielen und die Atmosphäre von den Rängen gerne mal aufs Feld übertragen. Fakt ist für mich: Egal wer, egal wo - spätestens im Achtelfinale kann jeder jeden schlagen!
  2. Wer wäre für den FC Schalke 04 ein Gegner auf Augenhöhe? Und warum?
  • Florian Teichert: Ich könnte mir vorstellen, dass Schalke ein scheinbar „schwerer“ Gegner mehr liegt, als ein „einfacher“. Darum glaube ich, dass der AC Mailand nicht nur ein attraktives, sondern auch ein machbares Los für die „Knappen“ wäre. Bereits 2011 hat man gute Erfahrung mit einem Team aus Mailand gemacht - warum sollte das nicht wieder glatt gehen?
  • Fabio Porta: In der derzeitigen Verfassung wird es Schalke 04 schwer haben, weiterzukommen. Ich schätze Real Madrid, den AC Mailand und Donezk zu stark für Schalke ein. Die restlichen Gegner sollten aber zu schlagen sein, schließlich überzeugte Schalke in der Gruppenphase, vor allem gegen den FC Arsenal.
  • Constantin Schmutzler:  Außer Real Madrid sind eigentlich alle möglichen Gegner auf Augenhöhe. Der FC Schalke beeindruckte in der Champions League mit konstanter Leistung. Einzig und allein der Trainerwechsel könnte Unruhe in die Mannschaft bringen. Der Einzug in das Achtelfinale der Champions League ist zumindest der Verdienst des bereits entlassenen Huub Stevens und seiner Elf.
  • Patrick Niedel: Für die Schalker wäre sicherlich Celtic ein Team, mit dem man sich auf Augenhöhe begegnet, eigentlich sogar favorisiert ist. Auch Valencia und Porto sind Mannschaften, die in einer ähnlichen Kategorie wie die Königsblauen anzusiedeln sind. Sicherlich will man in Gelsenkirchen Real und dem AC Mailand aus dem Weg gehen, auch wenn die Italiener in dieser Saison durchaus schlagbar wären.

  3.  Wer wäre für Borussia Dortmund ein Gegner auf Augenhöhe? Und warum?
  • Patrick Niedel: Der BVB in dieser Verfassung braucht eigentlich niemanden zu fürchten. Egal ob Milan, Valencia, Porto oder Istanbul- die Schwarz-Gelben werden mit enorm viel Selbstvertrauen in die Partien gehen und sind nach den Leistungen der Vorrunde auch als Favorit anzusehen. Wer sich in einer Gruppe mit Real, City und Ajax so souverän durchsetzt, braucht sich keine Gedanken zu machen, mit wem man auf Augenhöhe spielt, sondern man darf sogar fragen, wer denn auf Augenhöhe mit den Dortmundern sein möchte.
                                                             
  • Florian TeichertIm Prinzip muss sich der BVB vor keiner Mannschaft fürchten - auf Augenhöhe ist man mit jedem Klub aus Topf 2. Ein Spiel gegen Galatasaray würde das Westfalenstadion natürlich zum absoluten Tollhaus machen - sicherlich etwas, was für Schlagzeilen sorgen würde.
  • Fabio Porta: Wenn Borussia Dortmund die Leistungen aus der Gruppenphase bestätigen kann, wird jeder Gegner ein machbares Los für den deutschen Meister. Mit der aggressiven und dynamischen Spielweise wird es jede Mannschaft schwer gegen die Elf von Jürgen Klopp haben. Das Viertelfinale sollte mindestens drin sein. Donezk und Milan schätze ich als die stärksten Gegner ein.
  • Constantin Schmutzler: Borussia Dortmund ist in der momentanen Verfassung auf Augenhöhe mit allen vermeintlichen Gegnern. Zwar wanken die Mannen von Jürgen Klopp auf nationaler Ebene etwas, international war bisher alles möglich. Besonders die englischen Teams konnten nicht überzeugen und wären durchaus ein günstiger Gegner.
  4. Angenommen, Real Madrid und der FC Bayern werden einander zugelost. Wer wäre Favorit?
  • Constantin Schmutzler Der FC Bayern ist mit dem FC Barcelona unumstrittener Titelfavorit. Real Madrid kann an die Leistung aus dem Vorjahr bis dato nicht anknüpfen und müsste dem FC Bayern die Favoritenrolle überlassen. Nach der verkorksten Gruppenphase muss aber auch der FC Barcelona um seine Vormachtstellung auf internationaler Ebene bangen.
  • Patrick Niedel: Zwischen Bayern und Real gab und gibt es eigentlich keine klare Rollenverteilung. Natürlich spielen die Münchner in dieser Saison ganz stark, während sich Real eher schwer tut. Doch wenn diese beiden Teams aufeinander treffen, dann zählen die Leistungen vorher nicht. Dann ist es egal, ob man in der eigenen Liga auf Platz eins oder Platz zehn steht. Dann gibt es zwei Spiele, in denen alles passieren kann.
  • Florian Teichert: Nach momentanem Stand: Ganz klar die Bayern! Real patzt in der Liga und im Pokal, während die Bayern sich auch von Dreifachbelastung und Langzeitverletzten nicht beirren lassen und weiter souverän spielen. Dass kann sich bis zu einem möglichen Spiel natürlich noch ändern - dennoch sind die Münchener für mich klarer Favorit auf den Titel, während ich Real in diesem Jahr sogar schwächer einschätze, als noch vergangene Spielzeit.
  • Fabio PortaGegen die Bayern hat Real Madrid immer Probleme. Das liegt nicht unbedingt an der Unterlegenheit, sondern eher am Respekt, den die Spanier gegen deutsche Teams einfach nicht ablegen können. Die Bayern werden meiner Meinung nach auch in diesem Jahr keine Angst vor Real haben müssen.
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