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FC Augsburg: Spiegelbild der Saison und ein seltsamer Dart-Vergleich

Groß gekämpft, viel gelaufen, alles gegeben und doch wieder als Verlierer vom Platz gegangen: Der FC Augsburg ist nach seiner schwachen Hinrunde auch noch im Pokal ausgeschieden.

Augsburg. Die Situation erscheint aussichts- und hoffnungslos. Der FC Augsburg ist nicht nur in der Bundesliga abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz, sondern auch aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Wie geht es weiter bei den Schwaben?

Bittere und ärgerliche Pleite

45 Minuten gegen zehn Mann, Großchancen im ersten Durchgang, doch wieder nichts Zählbares mitgenommen. „Ja, es ist bitter. Wir haben natürlich gehofft, dass uns zum Abschluss die Saison gelingt. Dass es möglich war, hat das Spiel gezeigt. Die Niederlage ärgert mich“, sagte Manager Jürgen Rollmann nach der Partie. Und betonte erneut: „Ich wiederhole mich sechs Wochen: es sind drei Punkte bis Platz 16, das ist erreichbar. Dafür müssen wir aber anfangen, nun Spiele zu gewinnen. Wir haben keinen Zweifel an der Leidenschaft und der Moral der Mannschaft.“

Fußball ist ein einfacher Sport, hört man sehr oft. Doch den Vergleich mit einem Sport, der vorrangig von stämmigen, älteren Männern betrieben wird, hat bislang auch noch selten jemand gewagt. „Beim Darts trifft man auch nicht immer die Triple 20. Genau so ist es im Fußball auch. Wir müssen unser fußballerisches Handwerkszeug verbessern und ab 2. Januar angreifen“, philosophierte Rollmann und erntete dafür einiges an Verwirrung.

Unverschämte Trainernachfrage

Es geht nicht um den Trainer und es geht auch nicht um das Personal in der Offensive, das stellte Rollmann schnell klar. „Diese Fragen nach dem Trainer kommen immer von Medienseite. Nach solch einem Spiel diese Frage zu stellen, ist unverschämt. Die Frage ist erlaubt, aber diese Antwort müssen sie mir auch zugestehen.“ Wieder torlos blieb der FCA trotz guter Chancen, doch ein wirkliches Stürmerproblem sieht der Manager nicht. „Es geht nicht nur um einen Stürmer. Wir müssen in der Rückrunde schauen, dass wir besser Fußball schauen. Wir müssen unsere Offensivspieler besser einsetzen, um auch mal zwei Tore zu erzielen“, ergänzte Rollmann gegenüber Goal.com.



Ein Spiegelbild der Saison

Es ist immer wieder das gleiche Phänomen. Der FC Augsburg will, der FC Augsburg macht, der FC Augsburg kämpft, doch der FC Augsburg steht mit leeren Händen da. „Glückwunsch an den FC Bayern München zum Weiterkommen. Aber auch Glückwunsch an meine Mannschaft. Wir haben es Bayern sehr, sehr schwer gemacht und eine gute Mannschaftsleistung abgeliefert. Neuer hat unsere Chancen sensationell entschärft, sonst hätten wir vielleicht sogar schon geführt“, sagte Trainer Markus Weinzierl gegenüber Goal.com. Um zu ergänzen, an welchen Stellen es seinem Team fehlt: „Für mich war das Spiel heute ein Spiegelbild der Saison. Die Mannschaft gibt alles, aber belohnt sich nicht. Das ist unheimlich schade.“ Die Präzision habe gefehlt, ebenso die Durchschlagskraft nach dem Platzverweis. Doch was noch wesentlich mehr fehlt, sind Punkte - und Tore.

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