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Kölns Timo Horn: „Fühlt sich an wie eine Niederlage“

Eine turbulente Schlussphase, in der die Emotionen ganz dicht beieinander lagen gab es am Montag in Köln-Müngersdorf. Goal.com sprach nach dem Match mit den FC-Spielern.

Köln. Ein starker 1. FC Köln hat sich beim 2:2 nicht für einen tollen und engagierten Auftritt gegen die Tabellenführer aus Braunschweig belohnt. In der Nachspielzeit (90.+1) trifft Ermin Bicakcic für die Gäste und die Köln-Fans mitten ins Herz. Die hatten sich nach einem turbulenten Spiel schon wie die sicheren Sieger gefühlt. Kein Wunder: Die FC-Spieler waren nach der Partie enttäuscht.

Thomas Bröker: „Uns fehlte die Kaltschnäuzigkeit“

Woran es lag, dass der „Effzeh“ es wieder einmal nicht schaffte, eine Führung in den letzten Minuten über die Zeit zu bringen, versuchte Stürmer Thomas Bröker zu erklären: „Wenn wir das gnadenlos runterspielen, dann gewinnst Du das hier. Die Braunschweiger haben mit Mann und Maus verteidigt, dafür haben wir uns schon viele Chancen herausgespielt. Letztendlich fehlte uns aber die Kaltschnäuzigkeit.“

Dennoch war Bröker nicht nur enttäuscht ob der verschenkten zwei Punkte, denn in der zweiten Hälfte parierte FC-Keeper Timo Horn noch einen Elfmeter. Der 1. FC Köln hätte durchaus auch als Verlierer vom Platz gehen können: „Trotzdem: Wenn Du kurz vor Schluss 2:1 gegen den Tabellenführer führst, musst Du das über die Zeit bringen. Aber okay, wenn Braunschweig den Elfer reinmacht, führen sie 2:1. Wir sind ruhig geblieben in der Halbzeitpause, haben danach viel investiert und sind dann auch schnell belohnt worden. Dass das Spiel dann so endet, ist für uns natürlich schade.“

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Timo Horn: „Es fühlt sich an wie eine Niederlage“

Er hätte der Matchwinner werden können: FC-Keeper Timo Horn hielt in der 78. Minute einen schlecht getretenen Elfmeter von Marc Pfitzner: „Es fühlt sich aber an wie eine Niederlage. Wenn man den Elfmeter sieht, den ich gehalten habe, und dann noch selbst das Tor macht, dann müssen wir das Spiel eigentlich nach Hause fahren. Leider haben wir schon öfter kurz vor Schluss ein Gegentor kassiert, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir heute einen Super-Fight hingelegt haben und den Tabellenführer am Rande einer Niederlage hatten. Leider hatten wir am Ende Pech, dass es nur ein Punkt wurde.“

Dominik Maroh: „Das ist ein altes Lied hier in Köln“

Nicht nur Timo Horn, auch Abwehrspieler Dominic Maroh wies auf „den roten Faden“ in der Saison der Kölner hin: Schon gegen Kaiserslautern und Sandhausen verschenkte der FC in letzter Sekunde wichtige Punkte, die den Geißböcken nun fehlen, um sich ernsthafte Gedanken über den Wiederaufstieg zu machen: „Das ist ein altes Lied hier in Köln. Solche Spiele tun natürlich weh und man merkt ja auch in der Tabelle, dass genau diese Punkte, die wir gegen Sandhausen, Lautern und Braunschweig liegen gelassen haben, fehlen.“ Dass Maroh aber beinah selbst dazu beitrug, dass der FC beinah als Verlierer vom Platz ging, vergaß er nicht: „Klar war das ein Elfmeter. In der Situation habe ich mich von der Euphorie im Stadion zu dem Tackling hinreißen lassen. Normalerweise gehe ich da so niemals hin. Als erfahrener Spieler darf mir sowas nicht passieren.“

Nicht ganz zufrieden war der Innenverteidiger jedoch mit einer Entscheidung des souveränen Schiedsrichters Felix Brych: „Für mich war die Szene mit Kumbela eine klare rote Karte. Vielleich ist es das Glück des Aufsteigers, dass sie hier nicht gegeben wird. Aber was hat die Hand von ihm da zu suchen? Wenn hier der Platzverweis erfolgt, verläuft das Spiel vielleicht noch einmal anders. Aber ich kann der Mannschaft trotzdem nur ein großes Kompliment machen. Wie sie gefightet hat und wie sie den Tabellenführer teilweise an die Wand gespielt hat. Dennoch: Unterm Strich ist der Punkt zu wenig. Und das tut weh!“



Anthony Ujah: „Wir haben voll auf  Sieg gespielt“

Stürmer Anthony Ujah, der in der 88. Minute den Führungstreffer für die Domstädter erzielte, erlebte den späten Ausgleich von der Bank. Holger Stanislawski nahm den Publikumsliebling direkt nach seinem Treffer vom Feld - Ujah durfte sich mit stehenden Ovationen von den Fans verabschieden: „Dass dann noch das Tor fällt, ist sehr bitter. Wir haben voll auf Sieg gespielt, die Emotionen in dem Spiel gingen hoch und runter. Man darf nicht vergessen, dass auch Braunschweig hätte gewinnen können, wenn der Elfmeter drin gewesen wäre. Trotzdem bin ich enttäuscht.“

Anthony Ujah, der in Köln nur als Leihspieler von Mainz agiert, hat trotz seiner Enttäuschung eine Menge Spaß in Köln: „Ich habe hier einfach Spaß am Fußball. Im Jahr zuvor konnte ich nur wenig spielen. Hier in Köln hat mir Mainz diese Chance ermöglich und dafür bin ich sehr dankbar. Die Atmosphäre ist toll und ich verstehe mich gut mit den Fans und der Mannschaft. Außerdem kann ich hier viel lernen vom Trainerteam.“ Was passieren muss, dass Ujah in Köln bleibt und nicht nach Mainz zurückkehrt: „Dazu kann ich nichts sagen. Ich habe einen Vertrag mit Mainz, den ich akzeptiere. Mit Thomas Tuchel habe ich aber auch gar keinen Kontakt. Zweimal war ich in Mainz im Stadion, seit ich in Köln bin.“

EURE MEINUNG: Wie eng ist die positive Serie der Kölner mit Anthony Ujah verbunden?  

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