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Am Montag war der dritte Tweetball, moderiert von Goal.com. Wir verzichteten auf große Ankündigungen und sprangen einfach direkt rein. Gelernt haben wir auch sehr viel.

Berlin. Tweetball #3 ist zu Ende und wir haben eine ganze Menge gelernt! Zunächst einmal freuen wir uns sehr darüber, dass unsere neuartige Umsetzung gut funktioniert hat und ihr rege mit uns diskutiert habt. Die Betonung liegt auf Austausch und Gesprächen, die über eine bloße Antwort hinaus gingen. Das Thema des Tweetballs war die Zukunft von Robert Lewandowski bei Borussia Dortmund. Unsere Gesprächspartner, deren Herzen vom FC Bayern bis zu Arminia Bielefeld den unterschiedlichsten Vereinen gehören, ließen sich auf die lockere Diskussion mit uns ein. Uns selbst sind einige gute Sachen, aber noch ein paar mehr verbesserungswürdige Punkte aufgefallen. Im heutigen Teil II unserer Nachlese des dritten Tweetballs wollen wir transparent den Abend mit Hilfe Eurer Kritik durchgehen. Zum Schluss fassen wir unsere Hausaufgaben für den nächsten Tweetball in einem knappen Fazit zusammen.

Das Twitter-Rad nicht neu erfinden!“

Hier setzte schon der erste Neuanfang in Bezug auf den Tweetball an: Wir hatten selbst gerade Feierabend und wollten einfach mit Unterstützung von DerWesten, Sport1 und der Sportschau über ein paar tagesaktuelle Themen reden, die auch uns als Fußballfans interessierten. Unsere Follower hatten dies bereits den ganzen Tag getan, nun wollten wir auch noch einmal nachfragen, oder besser: mit einsteigen. Wir können unseren Account nicht dauerhaft mit einem Redakteur besetzen und genießen es einfach, wenn wir uns in diesen zwei Stunden ungezwungen mit Euch austauschen dürfen. Das ist unser Motiv und unsere Herangehensweise an die Twitter-Talkrunde. Der entspannte Start mit einem selbstironischen Witz in Bezug auf den ersten Tweetball (#WeidenfellerfürD) half uns, schnell mit unseren Followern ins Gespräch zu kommen. Unser ursprüngliches Ziel war die Behandlung von drei Themen: Lewandowskis Zukunft, Babbels Rausschmiss und 12:12.

Da sich die Follower selbst darin übertrafen, neue Teilaspekte des BVB-Themas zu finden bis hin zu einem würdigen Ersatz und welche Kandidaten zur Verfügung stünden, entschieden wir uns gegen den Cut der vielen Diskussionen, in die teilweise fortlaufend neben uns noch vier andere Gesprächsteilnehmer verwickelt waren, und hielten die Follower vielmehr darüber auf dem Laufenden, wohin die Twitter-Diskussion gerade führt. Die formulierten Thesen halfen so der Allgemeinheit, schnell reinzukommen und sich diversen Diskussionen anzuschließen. Zum ersten Mal bei einem Tweetball starteten danach auch Diskussionen innerhalb der Follower, in die wir gerne einstiegen. Der Esel zäumte sich munter und quirlig von vorne wie von hinten auf. Ehe wir uns versahen, war die erste Stunde rum. Als wir gerade sanft überleiten wollten zu Markus Babbels Entlassung, streikte die Technik.

Twitterjail und Zwanzig-Finger-System

Wir hatten uns so vielseitig mit Euch ausgetauscht, dass wir tatsächlich das Twitter-Limit für eine Stunde erreicht hatten. Dies bedeutet, dass wir mehr als 150 Aktionen in 60 Minuten durchgeführt haben (Follows, Tweets, Faves, Retweets) und damit eine halbe Stunde pausieren mussten. Schnell fingen wir mit unseren privaten Accounts viele der Gesprächspartner über den Hashtag ab, die anderen Sportredaktionen wurden von uns informiert, übernahmen zwar nicht die Moderation, konnten aber so wenigstens einem breiteren Publikum erklären, warum wir plötzlich offline waren.

Falls ihr es nicht mitbekommen habt: Es tut uns leid, dass wir ohne Ankündigung weg waren. Wird nicht wieder passieren! Sollten wir mal wieder einen Tweetball moderieren, werden wir ihn sicherlich mit zwei Accounts bestreiten, diesmal saßen zwei Redakteure an einem Account. Genau das wurde von vielen Teilnehmern des Tweetballs gelobt: Die Diskussion war schnell, flüssig und lebendig, was wir natürlich den engagierten Gesprächspartnern zu verdanken hatten, sind aber auch davon überzeugt, dass der Einsatz von zwei Goal-Redakteuren an den Tasten dazu beigetragen hat, Fahrt in die Sache kommen zu lassen. Das Geben und Nehmen hat funktioniert.

Twitter ist nicht zu steuern

Das Lewandowski-Thema sollte ursprünglich nur ein leichtes Thema zum Einstieg darstellen. Wir hatten nicht vermutet, dass ihr uns so viel zur Personalie Lewandowski zu sagen hättet und es uns allen so einen Spaß machen würde, darüber zu sprechen. Gerne hätten wir unser Hauptthema, Babbels Entlassung bei der TSG 1899, aufgegriffen, wollten den Fluss, der bei Twitter nicht zu steuern ist, auch nicht künstlich umlenken oder beschneiden. Nach einer Stunde war langsam die Luft raus und wir hätten, wie vorgehabt, das neue Thema anbieten können. Für die Zukunft ist vorstellbar, ein etwas weiteres Thema zu wählen, das mehrere Vereine betrifft - und nicht nur einen Stürmer. „12:12“ als eine wahnsinnig beeindruckende Fanaktion quer durch die Ligen hätte genauso seinen Platz in unserem Gespräch verdient.

Resonanz der Gesprächsteilnehmer

Nun werden wir repräsentativ das Feedback zum Tweetball auflisten, das uns seit Montagabend erreicht hat:

@Bucksen: @heinzkamke „Die Freunde von @GoalDeutschland haben das echt super gemacht! Thema war auch stark!“ Bei Bucksen ist das Thema also angekommen. Freut uns!

@kaesbrot:@GoalDeutschland sehr Transferfokussiert, aber endlich mal Power dahinter.“ Ja, geplant war es als eines von drei Themen. Pfiffige, aber eindimensionale Diskussion.

@MrWernerson: „@GoalDeutschland wie bereits gesagt vllt Std eher und muss sagen gefällt mir sehr gut hatte #Tweetball durch Zufall heute Abend entdeckt.“ Eine Stunde eher wäre sicherlich machbar. Wir werden das gerne mit den Kollegen besprechen.

@vercutio: „@GoalDeutschland Gute Sache! Aber wie wär's mit einem virtuellen Phrasenschwein, wo man bei Vergehen 2 Follower rein tun muss? ;) #Tweetball(Das Runde muss ins Eckige, nach dem Spiel ist vor dem Spiel, wer vorne die Chancen auslässt, fängt sich hinten die Tore, etc.)

Unseren Account hat bisher kein negatives Feedback erreicht, allein konstruktive Vorschläge für die nächsten Gesprächsrunden. Las man durch die Hashtag-Suche, fielen natürlich diverse Scherze über den Tweetball an sich auf, wir konnten allerdings nicht erkennen, dass sich der Hohn auf unsere Diskussion, die sich stark von den vorherigen unterschied, bezog. Des Weiteren war natürlich der Charakter ein ganz anderer, weil einzelne Sportredaktionen nicht teilgenommen haben wie sonst. Ihre Abwesenheit ließ uns natürlich Teilnehmer einbüßen, erreichte aber so eine andere Zielgruppe, was wir zur Abwechslung auch als sehr angenehm empfunden haben. Diesmal beteiligten sich vor allem Fußballfans aus ganz Deutschland, viele Sportblogger und eher selten Journalisten, die den teilnehmenden Redaktionen angehören. Hier hat sich viel verschoben.

FAZIT:

  1. Tagesaktuelle Themen auswählen, die aufeinander aufbauen, was den Übergang erleichtert und eher einen neuen Aspekt der bereits bestehenden Diskussion bedeutet.

  2. Zwei Accounts nutzen, damit nicht wieder ein hundsgemeines Twitter-Limit erreicht wird.

  3. Die wichtigste Erkenntnis: Wenn die Moderation sich als Teil der Tweeps versteht und nicht „von oben“ diktiert, sondern „von unten“ mitgestaltet, erreicht man eine ganz neue Gesprächsqualität.

 

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