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Der Interimstrainer des FC Chelsea konnte bei den Blues-Anhängern bislang weder mit Resultaten noch seinen Aussagen punkten. Die Fans sind sich sicher: Benitez muss raus!

London. „Rafa Out!“ - zahlreiche Anhänger des FC Chelsea haben während der letzten drei Partien immer wieder Schilder mit dieser Aufschrift hochgehalten und dabei klar unterstrichen, dass Interimstrainer Rafa Benitez den Klub aus dem Westen Londons verlassen solle. Der Spanier nimmt es problemlos hin und fokussiert sich einzig auf seinen Job.

Ärger mit den Fans

Als Chelsea vor zwei Wochen gegen Manchester City vor eigener Kulisse antreten musste, war es das erste Spiel für Benitez an der Seitenlinie für den Abramovich-Klub. Der ehemalige Liverpool-Trainer wurde alles andere als herzlich an der Stamford Bridge begrüßt: Ein lautes Pfeifkonzert begleitete den 52-Jährigen auf dem Weg zur Trainerbank. Zudem wünschten sich die Anhänger in der 16. Spielminute - Roberto Di Matteo trug zu seiner aktiven Chelsea-Zeit das Trikot mit der Nummer 16 - mit lautstarken Sprechhören Di Matteo als Trainer zurück, der den Verein zum Champions League-Triumph führte.

Gleich zu Beginn seiner neuen Arbeit musste sich Benitez mit den Vorwürfen der Fans auseinandersetzen, die ihm eine Aussage aus dem Jahr 2007 verübeln. Damals sagte er: „Chelsea ist ein großer Verein mit tollen Spielern, doch ich würde niemals dort arbeiten. Für mich gibt es in England nur den FC Liverpool.“ Vor einigen Tagen erklärte er der Sun seine Worte von damals: „Es war kein Mangel an Respekt, ich war nur ein Trainer, der sein Team verteidigt hat. Ich bin mir sicher, die Fans hier wünschen sich von mir nun das Gleiche.“

RAFA BENITEZ | Juli 2004 - Juni 2010
    Titel   
Anzahl der Spiele
Siege  Niederlagen Siege (Spiele) gegen Chelsea
 5 337 189 77 6 (26)

Kein Sieg

Die Blues präsentierten sich in den letzten drei Spielen unter Benitez äußerst schwach: Zu Beginn kam Chelsea nicht über ein 0:0-Remis gegen Manchester City hinaus. Wenige Tage später folgte ebenfalls ein torloses Unentschieden - diesmal jedoch gegen Fulham. In beiden Partien fehlte es der Benitez-Elf an Durchschlagskraft und Überraschungsmomenten in der Offensive. Die Spieler konnten nicht annährend an ihre Form aus der letzten Spielzeit anknüpfen. Nach den beiden Punkteteilungen kam dann eine 1:3-Niederlage bei West Ham United.

Cech fordert Unterstützung

Der spanische Coach genießt bei den Spielern - allen voran Keeper Petr Cech - volles Vertrauen. Benitez ist von
"Ich weiß nicht, was die Fans sagen. Für mich sind die Resultate meines Teams das Wichtigste."
Liverpool gekommen, dem Klub, mit dem wir seit Jahren rivalisieren. Jetzt will er bei uns Veränderungen vornehmen und wir müssen ihm die Chance geben, äußerte sich Cech nach der Partie gegen Manchester City gegenüber Reportern.

Ohne Erfolge

Nach seiner äußerst erfolgreichen Zeit beim FC Liverpool arbeitete Benitez bei Inter Mailand, nachdem Jose Mourinho den Klub aus der Lombardei in Richtung Madrid verlassen hatte. Bei den Nerazzurri blieb er jedoch nur knapp sechs Monate im Amt und musste einen Tag vor Heiligabend den Moratti-Klub verlassen. Er versagte dort in allen Bereichen: Weder seine personellen Entscheidungen noch seine taktische Ausrichtung konnte Inter die gewünschten Resultate bringen.

Der Spanier ist mutig, denn er wusste im Vorfeld, welche Stimmung ihn an der Stamford Bridge erwarten würde. Beim FC Chelsea hat er nicht nur den Druck von Besitzer Roman Abramovich, der sich in jeder Saison möglichst alle Titel wünscht, sondern auch den der Fans, die gegen den Spanier sind und ihre Position in jedem Spiel lautstark unterstreichen. Am Abend geht es für Benitez und seine Mannschaft gegen Nordsjaelland (Spielbeginn: 20.45 Uhr) - mit ein wenig Pech kann selbst ein Sieg das Ticket für das Achtelfinale nicht lösen. Am Samstag gastieren die Londoner in Sunderland.

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