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Mit einem 1:0-Sieg hat sich der VfB Stuttgart bei der Spielvereinigung Greuther Fürth durchgesetzt. Okazaki erzielte den spielentscheidenden Treffer. Nun wartet Molde.

Fürth. Die englische Woche hätte kaum besser laufen können für den VfB Stuttgart. Erst ein Sieg gegen den FC Augsburg, dann der Erfolg bei der Spielvereinigung Greuther Fürth. Stuttgart ist auf Kurs und zufrieden mit der aktuellen Lage. Nun warten aber gleich neue Aufgaben, das weiß auch Bruno Labbadia.

„Riesig, mit 10 Mann zu gewinnen“

Es war ein Sieg der Moral und ein Sieg des Charakters, dieses 1:0 in Fürth. Das meinte auch Serdar Tasci, der frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. „Es ist natürlich riesig für uns, dass wir das Spiel hier mit 10 Mann über die Runden gebracht haben. Die drei Punkte helfen uns enorm, wir haben gelernt, auch mal Spiele zu gewinnen, in denen nicht alles perfekt läuft.“ Keeper Sven Ulreich ergänzte im Gespräch mit Goal.com: „Wir haben es in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht und haben den Sieg dann sehr gut über die Zeit gebracht. Die ganze Mannschaft hat sehr gut gearbeitet. Man merkt, dass wir mit den englischen Wochen immer besser zurechtkommen.“

Labbadia lobt Team nach wertvollem Sieg

Auch der Trainer des VfB, Bruno Labbadia, zeigte sich zufrieden. Er ließ auf der Pressekonferenz wissen: „Ein perfekter Tag für uns. Die drei Punkte tun uns richtig gut. Wir wollten die Fehler der Fürther im Spielaufbau ausnutzen. Das gelang uns 25 Minuten sehr gut, danach eher weniger. Das Tor kam dann zum richtigen Zeitpunkt. Das Quäntchen Glück hatten wir natürlich auch. Der Sieg ist sehr wertvoll.“ Dabei war das Spiel gegen Fürth nur der Start in ganz wichtige Wochen bis zur Winterpause. Auch das weiß Labbadia. „Ich bin froh, dass die Mannschaft jetzt erst mal durchschnaufen kann, bevor wir ganz wichtige Spiele vor der Brust haben: Molde, Schalke, Mainz, Köln. Wir sind sehr froh, dass wir bei einem sehr schwer zu bespielenden Gegner gewonnen haben“, sagte er.



„Mit den Karten rumgewedelt“

Ein prägendes Gesprächsthema war nach der Partie auch der Schiedsrichter. Dieser hatte Serdar Tasci nach überhartem Einsteigen nach knapp einer Stunde die rote Karte gezeigt. Tasci selbst sagte gegenüber Goal.com: „Ich habe mir die Szene noch mal angeschaut, es sieht natürlich unglücklich aus. Ich lege mir den Ball zu weit vor, treffe den Gegner am Fuß – da war keinerlei Absicht dabei. Der Schiedsrichter hat das, so denke ich, genauso gesehen, er wollte mir erst die gelbe Karte geben. Als er die Karte bereits gezückt hatte, hat er sich irgendwie überreden lassen, doch Rot zu geben. Es ist unglücklich gelaufen für mich.“

Schuld dafür hatten teilweise auch die Gastgeber, wie der verwiesene Kapitän ergänzte: „Die Fürth haben das clever gemacht, waren direkt mit zehn Mann da. Der Schiedsrichter muss eigentlich seine Meinung durchsetzen, aber das hat er nicht gemacht. Meiner Meinung nach war es keine rote Karte.“ In eine ähnliche Kerbe schlug Keeper Sven Ulreich, der den Fürther Übeltäter nicht mal beim Namen benennen wollte: „Ich weiß nicht, ob man bei Serdar die rote Karte geben muss. Fürth hatte in der ersten Halbzeit eine ähnliche Szene, da gab es nur gelb. Der Schiedsrichter hat heute nur so mit den Karten rumgewedelt. Die Nummer 8 von Fürth hat dabei aber einen Riesenanteil, er hat lange auf den Schiedsrichter eingeredet. Das war nicht gerade fair von ihm.“
 
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