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Nicht schön, aber erfolgreich: 96 fährt gegen Fürth einen Dreier und das dringend benötigte Erfolgserlebnis ein. Die Schmach von München kann man nun abhaken.

Hannover. Der Siegesdruck war groß für das Team von Hannover 96. Die letzten zwei Bundesliga-Spiele hatte man verloren, war in der Tabelle vom sechsten auf den achten Platz abgerutscht. Mit einer herben 0:5-Klatsche beim FC Bayern München im Rücken ging man so in die Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth - am Ende sprang ein 2:0-Arbeitssieg dabei raus, der zwar nicht schön, aber umso wichtiger war.

Den Anfang machte mal wieder Mame Diouf, der bereits nach fünf Minuten für die Niedersachsen zum 1:0 abstaubte, nachdem Didier Ya Konan noch an Fürths Keeper Max Grün gescheitert war. Wirklich Auftrieb gab diese frühe Führung den 96ern aber nicht.

Ein Ex-96er scheitert erneut

In der Folge tat man sich schwer gegen einen engagiert auftretenden Aufsteiger, der seinerseits allerdings in den ersten 45 Minuten ebenfalls nicht viel Konstruktives anzubieten hatte - mit Ausnahme einer Chance von Gerald Asamoah, der bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte aber frei vor Ron-Robert Zieler an Hannovers Schlussmann scheiterte.

Der Ex-Nationalstürmer ärgerte sich anschließend - auch, weil er bereits am Wochenende beim 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg eine Riesenmöglichkeit nicht nutzte. „Da stehe ich wieder vor dem Tor und der Ball geht nicht rein“, so der 34-Jährige, dem auch seine 316 Bundesliga-Spiele bei der Verwertung der Chance nicht helfen konnten: „Erfahrung hin oder her - es fehlt das Quäntchen Glück.“

„Ich weiß, dass das kein schönes Spiel war“

Immerhin konnten die Gäste sich über Lob vom Gegner freuen. „Fürth wollte unbedingt punkten“, stellte Steven Cherundolo fest. „Ich habe schon in München nach dem Spiel gesagt, dass dieses Spiel nur mit Einstellung, Kampf und Laufarbeit gewonnen werden kann - genauso ist es gekommen.“ Der 96-Kapitän freute sich, „dass wir das dann sehr professionell durchgezogen haben“, musste aber auch zugeben: „Ich weiß, dass das kein schönes Spiel war.“

Ein hartes Stück Arbeit

Christian Pander pflichtete ihm bei: „Es war natürlich ein sehr kampfbetontes Spiel“, so der Außenverteidiger, „wir haben am Ende aber verdient gewonnen.“ Dafür war jedoch ein hartes Stück Arbeit nötig, wofür die Zuschauer nicht wirklich Verständnis zu haben schienen und kurioserweise trotz einer 1:0-Führung nach dem Halbzeitpfiff ihren Unmut bekundeten.

Asamoah nahm es wohlwollend zur Kenntnis: „Wenn man auswärts spielt und die Heim-Fans das eigene Team auspfeifen, dann heißt das, dass wir nicht schlecht gespielt haben.“

Durchgang zwei begann wie schon die ersten Halbzeit mit einem Ausrufezeichen von Mame Diouf. Diesmal scheiterte der Senegalese aber zunächst an Grün, anschließend im Nachsetzen per Kopf an der Latte.

Eggimann macht alles klar

Dass Hannover den Sieg letztlich einfahren konnte, lag zum Einen an Ron-Robert Zieler, der nach dem Seitenwechsel noch einmal gegen Zoltan Stieber glänzend parieren musste, und zum anderen an Mario Eggimann, der gut zwanzig Minuten vor Schluss nach einer Freistoß-Hereingabe von Jan Schlaudraff zum entscheidenden 2:0 traf.

„Er war bei den Standards in den letzten Wochen knapp an einem Tor dran“, so Cherundolo über seinen Nebenmann in Hannovers Viererkette. „Ich freue mich immer wieder, wenn die Langen sich vorne durchsetzen und ein Tor schießen. Wir haben lange kein Standardtor gemacht - umso besser war es, dass wir das Spiel auf diesem Weg entschieden haben.“

Siegen - egal wie

Wie elementar der Sieg nach den jüngsten Rückschlägen für 96 war, ließ auch der 33-jährige Abwehrmann durchblicken. „Gegen den SC Freiburg waren das drei verlorene Punkte“, blickte Cherundolo noch einmal auf das letzte Heimspiel zurück, „umso wichtiger war der Sieg gegen Fürth. Wir haben schon vor dem Spiel gesagt, dass es egal ist, wie wir gewinnen.“

Man wollte nach den Pleiten gegen Freiburg und in München unbedingt wieder in die Erfolgsspur - die Art und Weise war dabei zweitrangig.


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