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1. FC Nürnberg: „Zu einem Derby gehört mehr Fußball“

Trotz einer halben Stunde in Unterzahl hat der 1. FC Nürnberg beim Derby in Fürth einen Punktgewinn verbuchen können. Trainer Dieter Hecking war danach weitgehend zufrieden.

Fürth. Zwei Punkte verloren oder einen gewonnen? So ganz einig war man sich darüber im Lage des 1. FC Nürnberg nicht. Was allerdings deutlich wurde: Dem FCN half der Punkt mehr als dem Rivalen aus Fürth. Dieter Hecking lobte Charakter und Moral des Teams, vermisste allerdings das fußballerische Element im 255. Franken-Derby.

Hecking: „Kann nicht viel vorwerfen“

Die ganze Woche gab es kein anderes Thema als das Frankenderby. Nun ist es gespielt. Tor- und, was spierlerische Höhepunkte angeht, ereignislos. Das merkte auch Dieter Hecking in der Pressekonferenz an: „Viel Leidenschaft, viel Emotion, wenig Fußball. Zum Teil auch viel zu viel Provokation. Die rote Karte von Markus Feulner war berichtigt.“ Schützend stellte sich Hecking vor seine Mannschaft: „Wir haben in diesem Spiel einen Punkt gewonnen. Der Punkt ist nicht unverdient, weil wir wenig zugelassen haben. Es war ein reines Kampfspiel.“

Gegenüber Goal.com gab sich Hecking im Anschluss nicht vollends zufrieden. Zu Franken verpasster Chance erkärte der Nürnberger Übungsleiter: „Zu einem Derby gehört mehr Fußball. Ich will meine Mannschaft nicht dafür kritisieren, kämpferisch haben wir alles reingelegt. Es war fußballerisch einfach nicht das Derby, das man sich mal wünscht. Der Rahmen hat gestimmt, die Stimmung war erstklassig. Ein 2:2 wäre besser für beide Teams gewesen - in so einem Fall hätte man auch mal zeigen können, dass die fränkischen Teams auch spielen können. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen.“

„Nur den Ball gespielt“

Drei Minuten gespielt, steiler Ball in die Spitze auf Edgar Prib. Nilsson spurtet hinterher, Prib fällt - doch der Pfiff bleibt aus. Der beteiligte Nilsson sagte nach der Partie: „Ich bin hundertprozentig sicher, dass ich den Ball erwischt habe. Der Schiedsrichter hat das ganz korrekt entschieden.“ Zum Spiel sagte der Innenverteidiger-Recke: „Wir können mit dem Punkt leben hier. Es war ein sehr schwieriges Spiel hier. Wir hatten hier einige Rückschläge zu verkraften - den Platzverweis, die Verletzung von Timmy, die Verletzung von Hanno.“ Klar ist für Nilsson aber auch: „Wir müssen spielerisch nachlegen.“

Pinola blickt nach vorne

Der argentinische Außenverteidiger Javier Pinola, der mit seinem katastrophalen Rückpass beinahe die Fürther Führung eingeleitet hätte, sagte nach der Partie: „Wegen der Unterzahlsituation sind wir ein bisschen, aber nicht richtig zufrieden. Der Punkt ist wichtig für die Tabelle, wir müssen uns aber weiter steigern.“ Ein Abstiegsduell geschafft, das nächste vor der Brust, wie auch Pino betont: „Unser Ziel sind so viele Punkte wie möglich. Jetzt gilt der Fokus auf Hoffenheim.“



Stolz, ein Teil des Teams zu sein

Konstanten hat der 1. FC Nürnberg in diesem Jahr sehr wenige aufzubieten. Eine dieser Ausnahmen ist Timm Klose, der mittlerweile fester Stammspieler und Garant im Zentrum der Viererkette ist. Er sagte nach dem Spiel gegenüber Goal.com: „Heute waren viele Emotionen in diesem Spiel dabei. Wir konnten uns keinen wirklichen Spielfluss aufbauen und unser Spiel nicht durchsetzen. Zwar haben wir kämpferisch dagegenhalten und haben das Unentschieden gerettet. Die eine oder andere gute Situation hatten wir, aber leider konnten wir uns nicht belohnen“

Doch anscheinend ist beim FCN ein Prozess im Gange, der weit über einzelne Resultate hinausgeht. „Wir sind als Mannschaft in der letzten Zeit stärker zusammengerückt, das Ganze war sehr emotional. Trotz der zwischenzeitlichen Unterzahl, wollten wir gewinnen, aber wir hätten ruhiger agieren müssen, das zeichnet uns eigentlich aus. Ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein“, beschrieb Klose die aktuelle Gefühlslage im Team.


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