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Eine Halbzeit war Frankfurt überlegen, eine Halbzeit die Schalker. Am Ende stand ein 1:1-Unentschieden. Die Spieler in der Mixed-Zone konnten mit dem Ergebnis leben.

Gelsenkirchen. Das nennt man wohl ein ausgeglichenes Spiel: 50 zu 50 Prozent Ballbesitz, 50 zu 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 4 zu 2 Schüsse auf das Tor. Am Ende stand ein 1:1 zwischen dem FC Schalke 04 und der Eintracht aus Frankfurt. Der Aufsteiger war natürlich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, die Schalker hingegen waren etwas enttäuscht, konnten mit dem Punkt aber leben, wie die Spieler in der Mixed-Zone zugaben. Goal.com war für Euch mittendrin.

Alex Meier: Wir haben uns den Punkt mehr als verdient"

Eintrachts Stürmer Alex Meier, der von Boss Heribert Bruchhagen an der Hand zu den wartenden Journalisten geführt wurde, sprach zuerst aus, was ihm später all seine Teamkollegen bestätigen sollten: Der Punkt geht total in Ordnung. In der ersten Halbzeit waren wir klar besser, in der zweiten Halbzeit war Schalke klar besser. Wir haben Chancen liegen gelassen, Schalke hat Chancen liegen gelassen - und deshalb denke ich, der Punkt ist gerecht. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und in der zweiten Halbzeit haben wir gegen den Schalker Druck gut dagegen gehalten. Damit haben wir uns den Punkt mehr als verdient."

Wie Meier richtig und unschwer analysierte, war es in der Tat ein Spiel mit zwei Gesichtern. Während in Hälfte eins die Frankfurter richtig am Drücker waren und durchaus mit einer Führung in die Pause hätten gehen können, spielten in Hälfte zwei fast nur noch die Königsblauen. Das sah auch Frankfurt-Kapitän Pirmin Schwegler so: Die erste Halbzeit war wirklich fantastisch, da haben wir einen Gegner im Griff gehabt, der in der Champions-League spielt und dort im Achtelfinale steht. Wir sehen uns aber definitiv nicht auf Augenhöhe mit Gegnern wie Schalke. Im Moment machen wir den Unterschied zu solchen Vereinen durch unseren guten Mannschaftscharakter wett. Aber mit dem Punkt auf Schalke können wir natürlich sehr gut leben."

Auch Keeper Kevin Trapp war nicht traurig über das Remis in Gelsenkirchen: Wenn wir die kompletten 90 Minuten betrachten können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Die zweite Halbzeit war für uns sehr schwierig. Aber wenn wir in der ersten Halbzeit etwas mehr Glück haben, hätten wir auch mit einer Führung in die Pause gehen können.

Christian Fuchs: Zufriedenheit ist was anderes"

Ein 1:1 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt? Das kann, bei allem Respekt für die Gäste aus Hessen, die eine tolle Saison spielen, aber dennoch nicht der Anspruch der Schalker Champions-League-Truppe sein. Das sah auch Linksverteidiger Christian Fuchs so: Wir können mit dem Punkt leben. Frankfurt steht nicht umsonst punktgleich mit uns da, sie spielen einen sehr frechen Fußball. Aber Zufriedenheit ist was anderes." Ähnlich sah das Mittelfeldspieler Jermaine Jones: Das Ergebnis ist gerecht. In der ersten Halbzeit waren die Frankfurter besser, in der zweiten Halbzeit waren wir besser. Man muss einsehen dass Frankfurt eine gute Saison spielt, guten Fußball spielt. Die haben uns in der ersten Halbzeit auch unter Druck gesetzt. Auch gegen Bayern München sahen sie gut aus. Wir sind nicht damit zurecht gekommen, dass sie uns schon so hoch attackiert haben. Dann haben wir den Schalter umgelegt und am Ende hätten wir sogar noch gewinnen können."

Julia Draxler: Es sind gemischte Gefühle"

Auch Youngster Julian Draxler war nicht ganz unzufrieden mit dem Punkt gegen die Eintracht: Es sind gemischte Gefühle. In der ersten Halbzeit können wir mit dem Punkt noch ganz gut leben, in der zweiten Halbzeit hätten wir mit mehr Durchschlagskraft das 2:1 machen können. Aber unterm Strich können wir mit dem Spiel gegen einen direkten Konkurrenten mit dem 1:1 leben."

Jermaine Jones: Die anderen Mannschaften sind auch stark. Da machen wir uns nicht bekloppt"

Draxler, Fuchs, Jones und auch Huntelaar und Unnerstall - all diese Spieler sprachen nach dem Unentschieden in der Mixed-Zone davon, dass ein 1:1 gegen Frankfurt im Endeffekt ein Ergebnis sei, mit dem man Leben könnte. Ist genau dieser Killerinstinkt", auch gegen direkt Konkurrenten gewinnen zu müssen, um mal ganz oben anzugreifen, bei den Schalkern nicht vorhanden? Jermaine Jones sah das etwas anders: Es war uns von Anfang an klar dass nicht nur wir, sondern auch die anderen Manschaften gute Teams sind. Da machen wir uns nicht bekloppt sondern gucken nur auf uns. Unser Ziel ist das europäische Geschäft. Wir wollen die Championsleague erreichen. Es wäre jetzt aber nicht verkehrt auch in Hamburg zu punkten. Und das dort eine große Stütze wie van der Vaart ausfällt, ist uns nur recht."

EURE MEINUNG: Ist ein 1:1 gegen Frankfurt zu wenig für die Ansprüche der Schalker?

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