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Der Österreicher sorgte vor zwei Wochen mit einem Doppelpack gegen Vizemeister Manchester United für Aufsehen. War dies der Startschuss für seinen Durchbruch in England?

Birmingham. Um ein Haar wäre er der große Held des Abends geworden. Mit zwei Toren brachte Andreas Weimann seine Aston Villa am 11. Spieltag der englischen Premier League im Duell gegen Manchester United in Front, zum Schluss erfreute sich doch noch der Gegner an der vollen Punkteausbeute. Trübsal blasen braucht der Österreicher aber keineswegs, betrieb er doch mächtig Eigenwerbung. Mit Goal.com erfahrt ihr mehr über die bisherige Karriere des talentierten Stürmers.

Durchbruch gegen United?

„Es war ein Gefühl der puren Freude, das lässt sich schwer beschreiben“, kommentierte der 21-Jährige seine ersten zwei Treffer der laufenden Saison im Gespräch mit der österreichischen Zeitung Die Presse. Dabei agierte Weimann nicht einmal auf seiner angestrebten Position als Mittelstürmer, sondern er fand sich rechts im Mittelfeld wieder. War dies sein Durchbruch? Und in wie weit muss Lukas Podolski mit seinem FC Arsenal als nächster Gegner der „Villans“ auf der Hut sein vor dem Rechtsfuß?

Der Anfang – Mit 15 nach England

Weihmann begann im Alter von sieben Jahren bei der Nachwuchsabteilung des FC Stadlau vereinsmäßig Fußball zu spielen. Als 13-Jähriger schloss er sich dem SK Rapid Wien an und bereits zu diesem Zeitpunkt war sein Potenzial unverkennbar. Nur zwei Jahre später wurde er in den Kader der österreichischen U-17-Nationalmannschaft berufen, um diese bei der Auflage des Toto-Cups zu unterstützen. Weimann stach während des Turniers aus der Menge heraus – Er wurde von Aston-Villa-Scouts entdeckt und diese boten ihm auch direkt einen Vertrag an. Der Youngster nahm die Offerte an und zog nach Birmingham um.

Weimann kommt in Fahrt

Sein Pflichtspieldebüt absolvierte der Stürmer am ersten Spieltag der Saison 2010/11, als er beim 3:0-Sieg gegen West Ham in der 86. Minute eingewechselt wurde. Der Verlauf seiner Karriere kam selbst für Weimann überraschend: „Es war immer mein Traum, Profifußballer zu werden, aber ich habe Fußball früher immer nur als Hobby gesehen. Dass es dann so kommt, ist unglaublich“, sagte er als 19-Jähriger zum Magazin Im Netz.

Im Jänner 2011 wurde die Nummer 26 zum FC Watford in die zweite englische Liga ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Weimann traf in 19 Spielen vier Mal und kehrte im August 2011 nach Birmingham zurück. Obwohl sein erster Einsatz in der Startelf der „Villans“ erst am 31.März 2012 im Spiel gegen den FC Chelsea datiert ist, erzielte der Angreifer seinen ersten Treffer bereits drei Wochen früher gegen den FC Fulham. Sein Tor in der 94. Minute war gleichzeitig der einzige Treffer des Abend und somit spielentscheidend.

„Hell of a finisher“

Richtig für Aufsehen sorgte Weimann aber erst mit seinem Tor am 33. Spieltag der vergangenen Saison gegen Stoke City. In seinem ersten Spiel über die volle Länge brachte er sein Team mit einem fulminanten Schlenzer in Führung.  Der Treffer wurde in späterer Folge vereinsintern zum „Schönsten Tor des Jahres“ und Weimann zum „Besten Youngster des Jahres“ gewählt.

Weimann entwickelte sich zu einer echten Option in der Offensive der „Villans“. Sturmpartner Darren Bent lobte seinen Kollegen im Vorfeld der Saison 2012/13 über den grünen Klee. „Andy ist einer der besten Torjäger, den ich seit langer Zeit gesehen habe. Im Training hat es den Anschein, als ob er nie danebenschießen würde“, so der 28-Jährige auf der offiziellen Homepage des Vereins. Und weiter: „Er hat alle Attribute für einen Top-Stürmer. Er erinnert mich sehr an Dean Ashton.“ Dieser sei „One hell of a finisher“ gewesen, „genauso wie Andy.“

Stärken & Schwächen

Neben dem Abschluss gehört vor allem die Geschwindigkeit zu den Stärken Weimanns. Verbesserungspotenzial gibt es dagegen sowohl im technischen Bereich als auch im Kopfballspiel. Zugegeben, mit 1,79 Metern könnten die Voraussetzungen hierfür wesentlich besser sein.

Mit Selbstvertrauen gegen Podolski & Co.

Der zweifache österreichische Nationalspieler hat sich mittlerweile an die Premier League gewöhnt: „Ich habe körperlich ein bisschen zugelegt, war oft in der Kraftkammer. Auch das Tempo ist höher, weil sehr hart gespielt wird. Es ist notwendig, schneller zu werden“, sagte er zu Laola1. Gegen Arsenal wird der Stürmer wohl erneut in der Startformation stehen. „In diesen Spielen erwartet sich niemand etwas von uns, wir können locker und mit Selbstvertrauen drauflos spielen. Hoffentlich gelingt uns etwas“, wird Weimann von Die Presse zitiert. Und wir blicken mit Spannung darauf, ob der Youngster auch den nächsten Topklub vor Schwierigkeiten bringen kann.

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