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Das Duell der Stürmer: Siem de Jong vs. Robert Lewandowski

Im Fußball geht es um Tore. Und die beiden Offensivspieler haben bewiesen, dass sie für ihre Mannschaften in den entscheidenden Momenten die Verantwortung übernehmen.

Amsterdam. Es ist natürlich das Duell zwischen Ajax Amsterdam und Borussia Dortmund, das heute in der Champions League auf dem Spielplan steht. Doch es ist auch das Duell der beiden Stürmer: Siem de Jong muss für die Niederländer für die Tore sorgen – und beim BVB übernimmt diesen Job Robert Lewandowski. Der Ausgang dieses Zweikampfes dürfte entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis haben.

Tore sprechen für die Stürmer

De Jong und Lewandowski sind Stürmer aus einer Generation. Der Pole ist ein halbes Jahr älter als der Ajax-Angreifer, dessen jüngerer Bruder Luuk der Rekord-Einkauf von Borussia Mönchengladbach ist. Und beide haben schon in der „Königsklasse“ bewiesen, dass sie auf dem höchsten internationalen Niveau ein Zeichen setzen können. Lewandowski besorgte der Borussia durch seinen späten Treffer den 1:0-Sieg gegen Ajax im Hinspiel und war auch in Madrid erfolgreich. De Jong machte seinerseits in den beiden Aufeinandertreffen mit Manchester City drei Tore und sorgte dafür, dass Amsterdam vier Punkte aus den Partien gegen den englischen Meister einsammelte.

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Körperlich stark

Robert Lewandowski erlebte seinen Durchbruch beim BVB in der vergangenen Saison. Davor war der Pole nur der Ersatz von Lucas Barrios, doch nach einer Verletzung des Angreifers aus Paraguay stand er parat und sicherte sich seinen Stammplatz. Seitdem überzeugt er mit seinem körperlich starken Spiel und seiner Fähigkeit, auch als einziger Stürmer in der gegnerischen Hälfte den Ball zu behaupten. „Für mich persönlich ist es wichtig, Lewandowski an die Kette zu legen“, sagte Ajax-Verteidiger Toby Alderweireld vor dem Duell in der Amsterdam Arena.

„Müssen wir verhindern“

Die Niederländer haben Lewandowski genau im Blick – und nach seiner Vorstellung bei Real Madrid als große Waffe des Deutschen Meisters ausgemacht: „Wenn man den Gegner unter Druck setzt, ist er beim Kontern gefährlich. Das erste Tor gegen Real Madrid ist ein schönes Beispiel. Weidenfeller spielt den langen Ball und er leitet ihn sofort zu Reus weiter, der das Tor macht. Das müssen wir verhindern“, erklärte Ajax-Trainer Frank de Boer vor dem Spiel.


Überangebot bei Oranje

Bei Amsterdam schärft Siem de Jong sein Profil noch – zuletzt durch drei Tore in den Spielen gegen Manchester City. „Normalerweise wird man zur Nationalmannschaft eingeladen, wenn man bei Ajax gut spielt. Aber De Jong spielt jetzt schon drei Jahre lang gut für Ajax und hat erst ein Länderspiel“, sagt Yanick Vos von Goal.com Niederlande. Die „Oranjes“ haben einfach ein Überangebot an guten Offensivspielern und da hilft es dem 23-Jährigen auch nicht, dass er nicht nur in der Spitze, sondern auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann.

Viel Bewegung

Durch die Verletzung von Ajax-Angreifer Kolbeinn Sigthorsson ist De Jong ganz nach vorne gerückt. „Im Moment spielt er besser als Stürmer als als Mittelfeldspieler. Man sieht es vielleicht nicht, aber er ist einer der schnellsten Spieler bei Ajax. Er bewegt sich viel und steht nicht still während des Spiels“, beschreibt Vos die Qualitäten von Siem de Jong. „Er hat ein gutes Kopfballspiel mit einem guten Timing, kontrolliert immer den Ball und hat einen starken rechten Fuß mit einem tollen Schuss“, fügt er hinzu.

Der nächste Schritt?

Die Dortmunder hoffen, dass Siem de Jong genau diese Stärken im direkten Duell nicht ausspielen kann, sondern dass Robert Lewandowski sich entscheidend in Szene setzen kann. „Wenn er so weitermacht, kann er ein ganz Großer werden“, sagt Yanick Vos von Goal.com Niederlande über den Ajax-Angreifer. Und genau dasselbe gilt natürlich auch für Dortmunds Robert Lewandowski. Die Partie am Mittwoch ist für das Duo die Chance, den nächsten Schritt zu machen.

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