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Als erstes Team konnte der 1. FC Nürnberg dem FC Bayern als Gast Punkte abtrotzen. Für die Nürnberger war es ein wichtiger Zähler im Abstiegskampf - der sich wie ein Sieg anfühlte.

Nürnberg. Tapfer hat der 1. FC Nürnberg im Duell mit dem übermächtig erscheinenden Rivalen des FC Bayern München gekämpft - und wurde am Ende belohnt. Das Team von Dieter Hecking holte sich einen Punkt und verdiente sich diesen redlich. Dementsprechend auch die Reaktionen: Die Spieler rissen mit dem Abpfiff die Arme nach oben und feierten das Remis wie einen Sieg.

Froh über Vertrauen

Für den gesperrten Hanno Balitsch erst ins Team gerückt, kam Markus Feulner bei seinem Startelfdebüt in dieser Saison gleich zu einem Torerfolg. Nach dem Spiel offenbarte er gegenüber Goal.com: „Ich bin froh, dass der Trainer mir das Vertrauen geschenkt hat und ich denke, ich habe es zurückgezahlt. Wir haben uns gesagt, dass alles drin ist, solange es 0:1 steht.“ Und Feulner ging sogar noch einen Schritt weiter: „Wir haben gezeigt, dass wir gegen eine Mannschaft wie den FC Bayern München bestehen und punkten können. Das Wichtigste ist die mannschaftliche Geschlossenheit.“

Gebhart entschuldigt sich

75 Minuten gekämpft, dann erfolgte im wahrsten Sinne des Worte ein Schlag ins Gesicht. Timo Gebharts Ellbogen landete im Gesicht von Bastian Schweinsteiger, der Mittelfeldspieler flog vom Platz. Nach der Partie zeigte sich der Sünder einsichtig. „Gegen ein Team wie den FC Bayern München müssen wir über den Kampf kommen. Es ist klar, dass dann Fouls entstehen. Es war aber unangebracht, wo mein Ellenbogen war, auch wenn es keine Absicht war. Ich wollte hoch gehen, in den Zweikampf und dann habe ich Schweinsteiger getroffen. Es tut mir auch gegenüber der Mannschaft leid.“ Sogleich strich Gebhart die Folgen heraus: „Bitter ist, dass ich im nächsten Derby gegen Fürth fehlen werde.“

Schäfer lobt alte Tugenden

Weit weniger Grund zur Bedauerung hatte Kapitän und Stammkeeper Raphael Schäfer, der nach drei Spielen wieder ins Tor zurückkehrte. „Wir haben einen guten Fight abgeliefert. Trotz allem ist es nur ein Punkt geworden, der aber sehr wichtig für uns war. Die Mannschaft hat dieses Spiel gebraucht, um sich auf ihre alten Tugenden zu besinnen“, lobte Schäfer das komplette Team. Der FC Bayern sei nicht so souverän aufgetreten wie erwartet, fügte Schäfer hinzu.



„Ein verdienter Punkt“

Auch Dieter Hecking, der es die letzten Wochen nicht einfach hatte, zeigte sich nach dem Spiel erleichtert. Im Bezug auf die Anfangsphase relativierte der Übungsleiter: „Nach dem frühen Rückstand hatten wir natürlich Bedenken, ob wir noch gut ins Spiel kommen können. Hätte der FC Bayern das 2:0 gemacht, wären wir wahrscheinlich nicht zurückgekommen.“ Nach dem der FCN zurückkam und durch den Platzverweis (Hecking: „Vertretbar“) einen erneuten Rückschlag erhielt, änderte der Coach noch einmal die Marschrichtung. „Als wir dann zehn gegen elf spielten, haben wir nur noch verteidigt und versucht, die letzte Viertelstunde dagegen zu halten. Es war ein verdientes Unentschieden und ein verdienter Punkt“, sagte Hecking.


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