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Während der „Hunter“ als Torschützenkönig 2011/12 aktuell eher enttäuscht und beim FC Bayern ein neuer „Super Mario“ trifft, machen sich neue Gesichter berechtigte Hoffnungen.

Berlin. Mario Gomez verletzt, Klaas-Jan Huntelaar im Formtief - wer soll eigentlich in der Saison 2012/13 Torschützenkönig der Bundesliga werden? Beim Tabellenführer Bayern München bewerben sich gleich mehrere Spieler, während in Bremen und bei Auftseiger Eintracht Frankfurt den Mittelfeldspielern das Torschießen überlassen wird.

Beim VfL Wolfsburg müssen die verletzten Patrick Helmes und Vaclav Pilar zuschauen, wie alle Hoffnungen auf Kollege Bas Dost ruhen, ein Problem, das der VfB Stuttgart dank Vedad Ibisevic und Martin Harnik eigentlich gar nicht hat.

Beim FSV Mainz sorgt ein ehemaliger „Königlicher“ für Furore. Warten müssen die Fußballanhänger dagegen weiterhin auf den großen Durchbruch von Gladbachs Luuk de Jong, der in Holland immerhin Vize-Torschützenköning mit 25 Treffern wurde. Goal.com zeigt Euch die größten Anwärter auf die Torjägerkrone.

FAVORITEN


Stefan Kießling führt zwar nicht die Tabelle der aktuellen Torschützenliste an, doch der Stürmer von Bayer Leverkusen hat von den ersten sieben Torjägern mit Abstand die meisten Tore insgesamt erzielt (93). Seine beste Saison hatte der heute 28-Jährige in der Spielzeit 2009/10, als er in 33 Liga-Einsätzen 21 Tore schoss und sieben weitere Treffer vorbereitete. Auch wenn er nie Torschützenkönig wurde und bei der Nationalmannschaft in Vergessenheit geriet, seine Konstanz spricht für ihn.

Thomas Müller
ist gar kein klassischer Mittelstürmer, doch was er beim FC Bayern München leistet, ist grandios. Aktuell ist er bislang an 14 Toren in zehn Liga-Partien beteiligt gewesen. Insgesamt schoss Müller in seiner Karriere schon 39 Bundesliga-Tore und bereitete 44 Treffer vor. Es darf nicht vergessen werden: Der Junge ist erst 23 Jahre alt. Außerdem hat Müller einen WM-Toschützenkönig-Titel vorzuweisen, was ihn für den Favoritenkreis ohnehin qualifiziert.

Wo wäre der VfB Stuttgart ohne Vedad Ibisevic? Der Stürmer aus Bosnien-Herzogowina hat bereits sechs Tore und einen Assist auf seinem Konto. Kein neues Gefühl für ihn, wenn daran gedacht wird, dass Ibisevic in der Bundesliga schon 63 Tore (plus 26 Vorlagen) in 140 Einsätzen erzielte. Der letzte Torschützenkönig des VfB war allerdings sein heutiger Manager Fredi Bobic 1995/96. Mit in den Favoritenkreis darf Robert Lewandowski aufgenommen werden. Dortmunds Polen-Stürmer traf im vergangenen Jahr 22 mal und legte zehn Treffer vor. In der laufenden Spielzeit ist er bereits an acht Toren in zehn Spielen beteiligt gewesen.

ANWÄRTER


TORSCHÜTZENLISTE DER BUNDESLIGA
Spieler

Mandzukic
Szalai
Kießling
Meier
Müller
Hunt
Ibisevic
Klub

Bayern
Mainz
Leverkusen
Frankfurt
Bayern
Bremen
Stuttgart
Tore

8
8
7
7
7
6
6
Gesamt

28
16
93
39
39
34
63
Mario Mandzukic führt die aktuelle Torschützenliste ebenso an, wie sein Team die Tabelle der Bundesliga. Mit Scorern wie Ribery, Müller oder Schweinsteiger hat der Kroate Vorlagengeber auf Top-Niveau hinter sich. Doch da liegt auch das Problem von Super-Mario - die Bayern haben schon einen. Mario Gomez wird spätestens im Winter von einer Verletzung zurückkehren und ihm den Platz streitig machen. 26 Tore im letzten Jahr sind jedenfalls ein gutes Argument.

Alexander Meier ist in der Bundesliga kein Unbekannter mehr. Der große Durchbruch ist ihm trotz 39 Treffern in der Bundesliga aber nie gelungen. Im Moment blüht er mit sieben Toren und zwei Vorlagen in elf Spielen auf, doch seine Torausbeute ist abhängig davon, wie lange Aufsteiger Eintracht Frankfurt über seine Verhältnisse spielt. Abgesehen davon hat Frankfurt vier Stürmer, die in Normalfall für Tore verantwortlich wären.

Klaas-Jan Huntelaar gehört in Normalform eigentlich zu den Topfavoriten auf die Torjägerkrone. Immerhin ist er mit 29 Treffern aus dem Vorjahr Titelverteidiger. Zweifel, dass er wieder zurück zur alten Stärke findet gibt es nicht, aber ob seine Aufholjagd noch für die Titelverteidigung reicht? „Hunter“ heißt er ja nicht umsonst - abwarten.

Wo der „Hunter“ nicht trifft, ist Aaron Hunt zur Stelle. Werder Bremens Kapitän spielt im Moment eine bärenstarke Saison. Da Nils Petersen, Marko Arnautovic und Joseph Akpala nicht gerade regelmäßig treffen hat sich der Mittelfeldmann auf die Brust geschrieben, sein Team nach vorne zu bringen. In den Vorjahren war er nicht so erfolgreich, außerdem nehmen ihm seine Position und die mangelnden Mitspieler-Qualitäten die Favoritenrolle auf die Torjägerkrone wieder ab.

Hannover 96 könnte gleich mehrere Anwärter ins Rennen schicken:

Didier Ya Konan: Aktuell 18 Pflicht-Spiele, fünf Tore und vier Vorlagen. Insgesamt in der Bundesliga:31 Tore und 15 Vorlagen in 91 Spielen.

Mohammed Abdellaoue: Aktuell 14 Pflicht-Spiele, vier Tore und vier Vorlagen. Insgesamt in der Bundesliga: 24 Tore und drei Vorlagen in 62 Spielen.

Mame Diouf: Aktuell elf Pflicht-Spiele, sieben Tore und drei Vorlagen. Insgesamt in der Bundesliga: neun Tore und sechs Vorlagen in 17 Spielen.

Doch das Verletzungspech und der große Konkurrenzkampf hinnerhalb des Teams, Jan Schlaudraff und Arthur Sobiech lauern ebenfalls, lassen es nicht zu, dass einer dieser Spieler am Ende ganz oben stehen wird. Größere Chancen könnte da schon Adam Szalai haben, der für Mainz immerhin schon acht Tore erzielte und mit Mandzukic gleichauf an der Spitze steht. Allerdings ist es die erste richtig erfolgreiche Saison des Ungarn, dessen Tore auch immer ein bisschen abhängig vom Erfolg der Tuchel-Truppe sein werden.

AUßENSEITER


Mario Gomez erzielte in der vergangenen Saison 26 Treffer für den FC Bayern und das, obwohl die Münchener keinen Titel holten. Der 27-Jährige hat allein in den Bundesliga-Jahren 2006 bis 2009 57 Tore geschossen. Nach seiner langen Verletzung feierte er nun unter der Woche sein Comeback beim Test gegen den FC Falke Markt Schwaben und schoss gleich vier Treffer. Trotzdem hat er in Sachen Torjägerkrone eine Menge aufzuholen - ob ihm das bei einer Konkurrenz wie Mandzukic gelingt?

Der VfL Wolfsburg erzielte in dieser Saison erst neun Treffer. An fünf davon war der 23-jährige Neuzugang Bas Dost beteiligt. Jetzt, wo Felix Magath weg ist, mit Klaus Allofs ein fähiger Manager an Bord kam und Spielmacher Diego in Form ist, könnte es gut sein, dass der niederländische Torschützenkönig der letzten Saison (Heerenveen, 29 Tore) doch noch explodiert bei den Wölfen. Mit Grafite und Edin Dzeko kamen 08/09 und 09/10 immerhin schon zwei Torschützenkönige vom VfL.

Marco Reus ist in diesem Jahr schon an neun Toren in elf Spielen beteiligt gewesen. Im letzten Jahr gelang ihm bei Gladbach mit 18 Toren der Durchbruch, doch bei einer Konkurrenz wie Robert Lewandowski bleibt fraglich, ob er es auch bis zur Torjägerkanone schafft. Weitere Kandidaten könnten noch Stuttgarts Martin Harnik sein, der in der letzten Saison 17 Mal traf, oder Hoffenheims spanischer Angreifer Joselu, der schon viermal einnetzte und einmal vorlegte - und das in neun Einsätzen.


EURE MEINUNG: Wer wird Torschützenkönig der Bundesliga-Saison 2012/13?
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