thumbnail Hallo,

Nach einem tollen Start musste Lorenz-Günther Köstner in Nürnberg die erste Niederlage hinnehmen. Doch nach eigener Aussage gibt es Schlimmeres als diese Pleite beim FCN.

Nürnberg. Nach knapp einem Drittel der Saison befindet sich der VfL Wolfsburg weiter auf einem Relegationsplatz. Zwar zog man nach acht Spielen bereits die Reißleine und wechselte den Trainer. Doch auch der neue Coach, Lorenz-Günther Köstner, sieht sich gravierenden Problemen ausgesetzt. Die Pleite im direkten Duell mit dem 1. FC Nürnberg haben diese nur bestätigt.

Köstner steht für Glaubwürdigkeit

„Manchmal ist Glaubwürdigkeit für die Zukunft mehr wert als ein Sieg.“ Mit diesen markigen Worten eröffnete Interimscoach Lorenz-Günther Köstner seine Rede auf der Pressekonferenz. Für alle, die nicht sofort wussten, was der Trainer meinte, ergänzte der Nachfolger von Felix Magath im Anschluss: „Für diese Glaubwürdigkeit stehe ich. Die Spieler wissen: Jetzt erst recht. In einer Niederlage kann ich die Mannschaft viel besser kennenlernen als bei Siegen.“ Köstners Bilanz als Wolfsburg-Trainer war bereits in seiner ersten Amtszeit mehr als positiv. Auch dieses Mal umgibt ihn wieder ein positives Arbeitsklima. Fans und Spieler vertrauen ihm, die Atmosphäre hat sich um 180 Grad gedreht, seit Felix Magath den Verein verlassen hat.

Doch zaubern kann auch Köstner nicht. So präsentierte sich das Team auf dem Platz mal wieder mit seinem zweiten Gesicht, dem unschönen. „Wir wussten, dass Nürnberg sehr aggresiv spielt zuhause. Sie hatten zwar gar nicht so viele Torchancen, weil wir defensiv gut standen, waren aber kämpferisch viel stärker. Beim Gegentor verlieren wir erst auf der linken, dann auf der rechten Seite den Zweikampf - das war spielentscheidend.“ Viel Arbeit also weiterhin für Trainer Köstner, der den VfL auf dem letzten Tabellenrang übernommen hat.

Bedrohliche Situation

Wies man Düsseldorf und Frankfurt noch klar in die Schranken, musste man am Samstag akzeptieren, dass der FCN engagierter und klarer auftrat und verdient siegte, wie auch Marcel Schäfer weiß: „Wir hatten zu viele einfache Fehler in unserem Spiel und haben so nie zu unserem Spiel gefunden. Niederlagen sind immer ein Rückschlag, aber davon dürfen wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.Platz 16 nach zehn Spielen, die Lage könnte harmloser sein. „Die Situation ist bedrohlich, wir stehen noch immer auf dem Relegationsplatz. Es geht nur mit Kampf und Leidenschaft“, ergänzt Schäfer. Auch Köstner bilanziert gegenüber Goal.com in aller Deutlichkeit: „Ich muss die Finger in die Wunde legen - wir befinden uns im Abstiegskampf. Der Club hat verdient gewonnen. An dieser Niederlage sind wir zu großen Teilen selbst schuld.“



„Sicher, dass wir die Kurve kriegen“

Eine Krise, wie sie der VfL Wolfsburg in diesem Jahr zu bekämpfen hat, sucht und fordert natürlich auch Führungspersönlichkeiten. Eine davon ist natürlich auch Kapitän Diego Benaglio, der sich nach dem Spiel gegenüber Goal.com äußerte: „Groß hat sich die Situation nicht geändert. Die drei Punkte heute wären unheimlich wichtig gewesen für uns.“ Es wäre der dritte Sieg in Serie unter Lorenz-Günther Köstner gewesen. Doch das Team zeigte nicht dieselbe Leistung wie zuvor. „Wir haben nun zwei Spiele alles lang sehr viel gut gemacht, heute haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht.“ Kommt man zurück, auf den alten Weg, ist auch der schweizer Kapitän optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass wir die Kurve kriegen.“

EURE MEINUNG: Was sagt ihr zur Situation des VfL Wolfsburg?
Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig