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Am Freitagabend stieg das Duell zweier Aufsteiger der Bundesliga - Eintracht Frankfurt empfing Greuther Fürth. Den Zuschauern bot sich ein eher durchschnittliches Spiel.

Eintracht Frankfurt gegen Greuther Fürth - auf dem Papier nach den Erkenntnissen der vergangenen Wochen in der Bundesliga beinahe schon eine klare Angelegenheit. Den Zuschauern bot sich allerdings ein nicht ganz erwartbarer Spielverlauf.

Frühes Tor als Dosenöffner

Es hätte ein Spiel wie gemalt für die Eintracht werden können. Eigentlich. Mit 1:0 ging die Mannschaft von Trainer Armin Veh in Führung. Nach nur 23 Sekunden traf Torjäger Alexander Meier bereits in die Maschen. Dumm nur, dass der 29-Jährige die Mannen aus Fürth mit dem frühen Gegentor aufweckte und die Seinen zum verfrühten Winterschlaf animierte.

Außer bei Meier und dem mit einer Zehenverletzung tapfer durchhaltenden Sebastian Rode lief beim Überraschungsteam der Liga im Duell der Aufsteiger, vorsichtig ausgedrückt, nicht mehr viel zusammen. Vom schnellen Umschaltspiel und variablen Offensivspiel der vergangenen Wochen war beinahe nichts zu sehen. Viel mehr wusste der Gegner aus Fürth unter den Augen von 47 400 Zuschauern mit ihrer Galligkeit und Konterstärke zu gefallen.

„Dose Fürth“ schlägt zurück

„Wir haben hier die Chance zu mehr gehabt“, resümierte Gäste-Coach Mike Büskens. In der Tat hatte der ehemalige Nationalspieler Gerald Asamoah im Verlauf des Spiels den Siegtreffer auf dem Schlappen.  Alexander Meier, Frankfurts wieder einmal bester Akteur an diesem Abend, fand noch klarere Worte: „Greuther Fürth hat besser gespielt als wir und verdient den Punkt mitgenommen.“ Jener Satz brachte das Spiel der Frankfurter bereits weitestgehend auf den Punkt.

Die Eintracht enttäuschte auf ganzer Linie. Vor allem die Defensive um Anderson und Vadim Demidov hatte einen mehr als gebrauchten Tag erwischt. Insbesondere der norwegische Nationalspieler leistete sich immer wieder gravierende Böcke im Stellungsspiel und im Spielaufbau. Doch auch das sonst so schnelle und variable Offensivspiel der Mannen von Armin Veh rollte nicht wie gewohnt.

Occean ein Totalausfall

Die Probleme an diesem Abend waren, ähnlich wie schon vor wenigen Wochen beim Gastspiel in Mönchengladbach, hausgemacht und tragen allen voran den Namen Oliver Occean. Der Kanadier, der unbestritten über gewisse Fähigkeiten verfügt, passt mit seiner Spielweise nicht so recht zu der aktuellen seines Teams. Occean, mehr Prellbock als technisch versierte sowie schnelle Anspielstation, nimmt der Mannschaft, auch aufgrund seines derzeit offensichtlichen Leistungstiefs, ihre Stärken.

Böse Zungen hätten nach dem Spiel gegen Greuther Fürth mit Fug und Recht behaupten können, die Eintracht habe nur zu zehnt gespielt. Occean gewann beinahe keinen Zweikampf und brachte keine gelungene Aktion zustande. Tatsächlich war es während der 90 Minuten nur schwer zu verstehen, weshalb Coach Armin Veh nicht umbaute und den sichtlich verunsicherten Stürmer aus dem Spiel nahm. Der Erfolgstrainer wird ihm wohl eine ebenso leicht ersichtliche Tatsache zugutegehalten haben: Occean bekam nur wenig brauchbare Anspiele. Auch weil die beiden offensiven Außen – Takashi Inui und Stefan Aigner – nicht ihren besten Tag erwischten.

Nur der Klassenerhalt ist Thema am Main

„Das war nicht unser bester Tag“, resümierte Eintracht-Trainer Armin Veh nach dem Spiel auch dementsprechend. „Ich denke, dass uns der Punkt weiterhilft. Wir haben jetzt 20, das ist nach zehn Spielen ganz okay", ordnete Torschütze Meier die Situation realistisch ein und ergänzte: „Fürth hat verdient einen Punkt mitgenommen. Wir müssen unsere 40 Punkte für den Klassenerhalt sammeln, alles andere interessiert uns nicht.“

EURE MEINUNG: Ist die Eintracht doch nicht zu mehr berufen als dem Klassenkampf?
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