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Münster und Havelse treffen auf kriselnde Augsburger und Bochumer, während Worms gegen die neue Euphorie des 1. FC Köln anspielen muss. Der BAK braucht gegen 1860 einen guten Tag.

Berlin. In der zweiten Runde des DFB-Pokals sind mit dem Berliner AK, TSV Havelse, Preußen Münster und Wormatia Worms gleich mehrere Fußballzwerge im Einsatz, die sich in der ersten Runde überraschend gegen Werder Bremen, den 1. FC Nürnberg, Hertha BSC und die TSG Hoffenheim durchsetzten. Goal.com hat die vier Favoritenschrecke für Euch untersucht und ihre Chancen auf die dritte Runde analysiert.

Pokal-Schreck-Analyse
Berliner AK
VS
1860 München
Anstoß: Di, 19:00 Uhr
Prognose: Möglich ist alles

Die Jungs vom Berliner AK setzten sich in der ersten Runde des DFB-Pokals mit einem mehr als überraschenden 4:0-Kantersieg gegen den Bundesligisten TSG Hoffenheim durch. Damit sind die Regionalligisten schon weiter als Hertha BSC, was im lokalen Raum schon für Stolz und Zufriedenheit sorgen wird.

In ihren acht Pflichtpartien danach verloren sie nur noch ein einziges Spiel, was aber besser klingt als es tatsächlich ist. Der BAK gewann gegen den FSV Zwickau und den 1. FC Lok Leipzig jeweils nur mit 1:0, spielte in fünf weiteren Partien nur Remis und verlor bei der TSG Neustrelitz mit 0:1. Trotz nur einer Niederlage in der laufenden Saison liegen die Berliner schon elf Zähler hinter Tabellenführer RasenBallsport Leipzig.

In der zweiten Runde des DFB-Pokals treffen sie nun auf den TSV 1860 München. Die Löwen konnten ihre letzten drei Pflichtspiele nicht mehr gewinnen. Ein möglicher Hoffnungsschub für die gastgebenden Außenseiter also. In der ersten Pokal-Runde machten die Münchener mit einem 6:0-Sieg über Hennef aber deutlich, dass sie auch die kleinen Teams ernst nehmen.

Wormatia Worms
VS
1. FC Köln
Anstoß: Di, 19:00 Uhr
Prognose: Köln ist zu gut drauf

Bedanken wird sich der Berliner AK vor allem bei Wormatia Worms. Das Team aus der Regionalliga Südwest warf Bundesliga-Absteiger Hertha BSC in der ersten Runde aus dem Wettbewerb. Danach sah's weniger gut aus - es folgten ein 1:3 gegen Ulm, ein 1:1 gegen Hoffenheim II und ein 0:1 gegen Eintracht Trier.

Mittlerweile hat sich Wormatia aber erholt. Die Hertha-Bezwinger sind aktuell seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen, darunter vier Siege mit jeweils mindestens zwei Treffern Unterschied. Mit acht Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz könnte die aktuelle Formkurve auch mit der Vorfreude auf das nächste Pokalspiel zu tun haben.

In der zweiten Runde wartet der 1. FC Köln, der zwar eher bescheiden in die Saison gestartet ist - mittlerweile aber fünf Pflichtspiele in Folge nicht mehr verloren hat und bis auf den zehnten Rang der zweiten Bundesliga geklettert ist. Da die Geißböcke eigentlich das Ziel Wiederaufstieg vor Augen hatten, ist eine fallende Formkurve in Zukunft wohl erst einmal nicht mehr abzusehen.

Preußen Münster
VS
FC Augsburg
Anstoß: Di, 19:00 Uhr
Prognose: Münster mit guten Chancen

Matthew Taylor war mit seinen drei Toren und einem Assist der Mann des Abends, als Münster zweimal gegen Bundesligist Werder Bremen in Rückstand geriet, um am Ende in der Verlängerung noch zwei Tore zu erzielen und 4:2 zu gewinnen.

Der Amerikaner führt übrigens auch mit zehn Treffern die Torschützenliste der dritten Liga an. Pokalschreck Preußen hat die zweite Liga fest ins Visier genommen. Auf den Sieg gegen Bremen folgten neun weitere Spiele ohne Niederlage. Ausgerechnet am letzten Spieltag, vor dem nächsten Pokal-Hit, kassierte Münster seine zweite Niederlage gegen den Karlsruher SC (1:2).

In der zweiten Runde wartet Bundesligist FC Augsburg. Auf dem Blatt hat Münster also einen schwereren Gegner als Worms oder der BAK, doch die Augsburger haben im Oberhaus erst einen Sieg zu verbuchen - ausgerechnet gegen Münsters Erstrunden-Gegner Bremen. In den letzten neun Spielen gab's ansonsten nur drei torlose Remis und fünf weitere Pleiten mit immer mindestens zwei Gegentoren. Nur Fürth ist noch erfolgsloser.

TSV Havelse
VS
VfL Bochum
Anstoß: Di, 20:30 Uhr
Prognose: Havelse kann's packen

In diesem Jahr und vor 21 Jahren warf der TSV Havelse den 1. FC Nürnberg aus der ersten Runde des DFB-Pokals - damals erst im Elfmeterschießen. Dieses Mal schaffte das Team aus der Regionalliga Nord die Überraschung schon in der Verlängerung.

In den zehn Pflichtspielen nach der Pokalsensation verlor Havelse nur noch eine einzige Partie knapp gegen Oberneuland, während in sechs weiteren Siegen nur einmal weniger als zwei Tore erzielt wurden. Der Tabellendritte ist sieben Zähler vom Aufstiegsplatz entfernt, aber gut in Form. Zuletzt gab es nur ein 1:1 beim VfB Oldenburg.

Havelses nächster Gegner, Zweitligist VfL Bochum, steckt in einer absoluten Krise. Das Team aus dem Ruhrpott ist bis auf den vorletzten Platz der Tabelle abgerutscht. Während die Bochumer im Pokal noch sicher mit 2:0 bei Heidenheim gewannen, hagelte es zuletzt vier Pleiten und drei Remis in den letzten sieben Spielen. Am Wochenende fertigte Erzegbirge Aue den VfL mit 6:1 ab - Bochums Tor war dabei ein Eigentor der Gastgeber.

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