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In der Kölner Rasselbande wächst mit Kevin Wimmer ein vielversprechendes Talent heran. Der Mittelfeldspieler hat große Ambitionen, wie er verriet.

Köln. Der junge Österreicher Kevin Wimmer hat sich beim 1. FC Köln zum Stammspieler entwickelt. Goal.com sprach mit dem Abwehrtalent nach dem 1:1-Unentschieden gegen Dynamo Dresden in der Mixed-Zone.

Kevin, wie beurteilen Sie den Saisonauftakt in Köln?

Wimmer: „In unserer Mannschaft hat ein großer Umbruch stattgefunden. Viele Spieler sind vom Verein weg gegangen, viele sind neu hinzugekommen. Uns war im Vorhinein klar, dass es eine Zeit brauchen wird, bis die Automatismen so richtig greifen. Die ersten paar Spiele haben wir gute Ansätze gesehen. In den letzten Spielen haben wir uns dann noch weiter entwickelt. Wir arbeiten an den Schwächen. Und auch wenn wir gegen Dresden nur ein Unentschieden geholt haben, hat man gesehen, dass wir das Spiel dominiert haben. Solche Fehler wie die zum Gegentor sollten wir aber vermeiden.“

Glaubt Ihr denn noch an eine Chance, um den Aufstieg mitzuspielen, oder habt Ihr mittlerweile so viele Punkte Rückstand, dass Ihr da gerade gar nicht mehr drüber nachdenkt?

Wimmer: „Wir wollen von Spiel zu Spiel schauen. Wir müssen in den nächsten Spielen Erfolgserlebnisse sammeln, sodass wir uns mit Siegen weiter nach vorne arbeiten. Dann können wir schauen, was dabei heraus kommt. Aber das wir jetzt krampfhaft versuchen, den Aufstiegsplätzen hinterherzulaufen, das stimmt nicht.“

Ihr Kollege Daniel Royer hat schon Nationalmannschaftsluft in Österreich geschnuppert. Was hast Du Dir von Deinem Wechsel nach Köln eigentlich erhofft? Auch in der Mannschaft von Marcel Koller zu landen?

Wimmer: „Als ich zum 1. FC Köln gekommen bin, war ich mir schon bewusst, dass meine Chancen auf Einsatzzeiten beim FC durchaus realistisch sind. Dass es gleich am Anfang für die Startelf reicht, hätte ich mir auch nicht erträumt. Aber das es so schnell gegangen ist, ist sehr schön. Ich versuche, in jedem Spiel mein Bestes zu geben und das ich alles für die Mannschaft abrufe.“

Auf welcher Position sehen Sie eigentlich Ihre Stärken?
LOB FÜR STANI


„Stanislawski ist schon eher der Kumpeltyp. Er geht viel auf die jungen Spieler zu, das imponiert mir sehr.“

- Kevin Wimmer

Wimmer: „Ich fühle mich auf beiden Positionen wohl. Also auf Außen und in der Innenverteidigung. Wobei ich sagen muss, speziell vom LASK her, dass ich die Innenverteidigerposition schon mehr gewohnt bin und dadurch liegt diese Position mir wohl ein bisschen mehr. Ich kann aber ohne Probleme auch links außen spielen. Ich spiele eben da, wo mich der Trainer aufstellt.“

Und worin sehen Sie persönlich Ihre Stärken?

Wimmer: „Sicherlich im Zweikampfverhalten. Wenn ich den Ball am linken Fuß hab, denke ich, dass ich auch gute Bälle nach vorne schlagen kann. Auch eigene Vorstöße sind ganz gut, da passt es mit meiner Schnelligkeit. Schwächen habe ich sicherlich noch im defensiven Kopfballspiel, obwohl das jetzt auch immer besser wird. Aber es gibt ja immer was zu verbessern.“

Wo sehen Sie sich in einem Jahr?

Wimmer:
„Ich will mich beim FC mit konstant guten Leistungen durchsetzen und mir den Stammplatz sichern. Jetzt weit in die Zukunft zu schauen, will ich noch vermeiden.“

Köln hat ja schon eine Art Tradition mit Österreichern. Herausgestochen ist ja Toni Polster. Als er sein letztes Spiel hier absolviert hat, waren Sie fünf Jahre alt. Bekommen Sie von Toni „Doppelpack“ noch etwas mit hier in Köln?

Wimmer: „Wir werden darauf schon häufig angesprochen, dadurch das Daniel und ich Österreicher sind. Ich hatte selbst das Vergnügen bei den LASKer Amateuren den Toni Polster als Trainer gehabt zu haben. Da habe ich einiges von ihm erfahren, aber da wusste ich natürlich nicht, dass ich mal nach Köln wechsle. Aber man merkt schon, dass er hier in Köln viel erreicht hat.“

Was ist der Coach Stanislawski eigentlich für ein Typ, wie geht er mit jungen Spielern um?

Wimmer:
„Stanislawski ist schon eher der Kumpeltyp. Er geht viel auf die jungen Spieler zu, das imponiert mir sehr. Er führt viele Einzelgespräche, in denen er mir Rückmeldung gibt, was ich verbessern kann, aber auch, was ich gut mache. Dass finde ich sehr gut. Weil nur so kann man sich ein Bild machen, woran man persönlich im Training arbeiten kann. Außerdem hat man immer Spaß mit ihm, er weiß, wann er lustig sein kann und wann er ernst sein muss. Ich bin total zufrieden in Köln und habe den richtigen Schritt gemacht.“

Gegen Dresden habt Ihr Euch nach dem Spiel noch mal im Mittelkreis zusammengefunden, was sagt Euch der Trainer eigentlich so kurz nach einem Spiel, dass ihr eigentlich hättet gewinnen müssen?

Wimmer:
„Gegen Dresden zum Beispiel, dass unsere Leistung okay war, auch wenn es für die drei Punkte nicht gereicht hat. Er hat auch direkt die Länderspielpause angesprochen, dass wir diese jetzt nutzen, um im nächsten Spiel wieder voll anzugreifen.“

EURE MEINUNG: Kevin Wimmer – kann er perspektivisch ein Leistungsträger in Köln werden?

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