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Der Hamburger SV meldet sich zurück! Nach anfänglichen Startproblemen konnte der HSV in den letzten Spielen mit Siegen und gutem Fußball überzeugen.

Hamburg. In Hamburg wird endlich wieder positiv über den geliebten HSV diskutiert. Die Fink-Elf findet nach anfänglichen Problemen so langsam in die Spur. Mit einem knappen 1:0-Erfolg gegen Greuther Fürth verabschiedete man sich in die Länderspielpause.

Erinnerungen an die letzte Saison

Der Start in die neue Spielzeit verlief für den Hamburger SV katastrophal. Nach dem Pokalaus gegen den Karlsruher SC (2:4) folgten drei Niederlagen in der Bundesliga: Gegen Nürnberg (0:1), Werder Bremen (0:2) und Eintracht Frankfurt (2:3) erinnerte das Team die eigenen Fans an die schlechten Auftritte aus der letzten Saison. Vor der Saison hatte man große Hoffnungen, dass es wieder mit einem Europapokal-Platz klappen wird, doch man fand sich plötzlich wieder in den Abstiegsregionen.

Der Messias kommt

Es war bereits nach den ersten beiden Wochen klar, dass die Mannschaft personell verstärkt werden müsse. Nach einem intensiven hin under her gelang es dem HSV schlussendlich Rafael van der Vaart zu verpflichten. Der Niederländer sorgte bereits bei seinem letzten Engagement zwischen 2005 und 2008 für eine erfolgreiche Zeit bei den Rothosen. Die Fans und Experten haben sofort viele Hoffnungen mit dem Superstar verbunden. Die Spieler selbst schwärmten bereits bei den ersten Trainingseinheiten über den Niederländer. Rafael van der Vaart ist ein überragender Spieler, der dem Verein sehr viel gibt. Wir spüren das jeden Tag, äußerte sich zuletzt der junge Verteidiger Dennis Diekmeier, dem es in den ersten Spielen in dieser Saison deutlich an Ruhe und Selbstvertrauen mangelte.



Doch kann man die gute Form der Hamburger nur mit der Personalie van der Vaart erklären? Der Offensivmann hat sofort bei einem ersten Auftritt nach seiner Rückkehr in Frankfurt gezeigt, wie wichtig er für das Team ist. Immer wieder suchten die Mitspieler den ehemaligen Real-Akteur bei den Offensivaktionen. Und das Wichtigste ist, dass van der Vaart die Verantwortung gerne übernimmt. Er lässt sich tief zurückfallen, verteilt die Bälle und strahlt mit Torschüssen viel Gefahr vor dem gegnerischen Tor aus. Bei seinen fünf Einsätzen sammelte der 29-Jährige insgesamt fünf Scorerpunkte - vier Assists und ein Tor.

Rudnevs trifft wieder

Die Hanseaten sind im Sturm mit Heung-Min Son, Marcus Berg und Neuzugang Artjoms Rudnevs relativ gut besetzt. Dennoch müssen die Abgänger Mladen Petric (Fulham) und Paolo Guerrero (Corinthians) erst einmal ersetzt werden. Besonders viel Hoffnung wurde in den ehemaligen Lech-Stürmer Artjoms Rudnevs gesteckt. Der Angreifer glänzte in der letzten Saison mit 22 Treffern und sicherte sich damit die Torjägerkannone in Polen. Zu Beginn der Saison lief es für Rudnevs beim HSV jedoch alles andere als rund. Ihm versprangen viele Bälle und vor dem Tor wirkte er nervös und unentschlossen. Die hochkarätigen Chancen vergab der Lette auf
Die nächsten Spiele der Hamburger:
21.10
Stuttgart (H)
26.10
Augsburg (A)
03.11
FC Bayern (H)
10.11
Freiburg (A)
17.11 Mainz (H)
23.11
Düsseldorf (A)
klägliche Art und Weise. Seit dem Spiel in Frankfurt und der damit verbundenen Rückkehr von van der  Vaart läuft es für Rudnevs wieder. Zwei Tore und ein Assist in den letzten fünf Spielen unterstreichen dies.

Defensive wirkt stabiler

Der HSV kassierte in den ersten sieben Spielen zehn Gegentore. In den letzten beiden Partien - gegen Hannover und Fürth - konnte Keeper Rene Adler eine weiße Weste behalten. Es stimmt wieder alles in der Viererkette zwischen Diekmeier, Mancienne, Westermann und Jansen. Zudem präsentiert sich Torwart Adler seit Saisonbeginn in einer sehr guten Form und erinnert mit seinen Leistungen ein wenig an Frank Rost, der in der letzten Erfolgszeit der Hamburger ein wichtiger Stabilisator im Team war.  

Nach den jüngsten guten Auftritten wurde HSV-Kapitän Heiko Westermann von Bundestrainer Joach Löw belohnt und zu den beiden Spielen gegen Irland und Schweden berufen. Der Innenverteidiger profitierte dabei zwar von dem Ausfall von Mats Hummels, konnte aber in den letzten Wochen mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. In der letzten Saison noch stark kritisiert, überzeugt der ehemalige Schalker nun mit viel Einsatz und einer großen Führungspersönlichkeit. Er nimmt die Verantwortung auf sich und gibt besonders in den schwierigen Phasen lautstarke Kommandos an seine Mitspieler. Dennoch wird die Nominierung Westermanns von vielen Experten als fragwürdig angesehen.

Als nächstes geht es für den HSV vor heimischer Kulisse gegen den VfB Stuttgart weiter. Sollten die Hamburger ihre Serie weiter fortsetzten und im November weiterhin überzeugen, dann könnten sie zu einem Kandidaten für einen Europapokal-Platz werden.

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