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In allen Statistiken überlegen, doch am Ende steht ein 1:1: Der 1. FC Köln geht als 13. der in die Länderspielpause. Wir sprachen nach dem Duell mit den Spielern.

Köln. 26 zu 5 Torschüsse, 72 Prozent Ballbesitz, 7 zu 1 Torschüsse, 76 zu 54 Prozent angekommene Pässe in der gegnerischen Hälfte, 7 zu 3 Ecken: Der 1. FC Köln war am Montag gegen Dynamo Dresden objektiv betrachtet die bessere Mannschaft. Kein Wunder, dass die FC-Spieler nach dem 1:1 enttäuscht waren, nicht drei Punkte im Heimspiel geholt zu haben: „Der eine Punkt ist ganz klar zu wenig“, sagte Miso Brecko.

Damit traf er den Nagel aus „Effzeh“-Sicht auf den Kopf. Hatten die Zuschauer doch über weite Strecken eine einseitige Partie gesehen, in der sich die Geißböcke den Sieg redlich verdient hätten. Neben Brecko stellten sich nach der Partie auch die Teamkollegen Christian Eichner, Anthony Ujah, Kevin Wimmer und Dominic Maroh den Fragen der Journalisten. Goal.com war für Euch mittendrin.

„Wir müssen mehr aus unseren Chancen machen“

Etwas konsterniert war er schon, Miso Brecko, der Kapitän der Kölner, als er auf das Remis gegen Dresden angesprochen wurde: „Wir spielen uns so viele Chancen heraus, aber am Ende reicht es nicht. Wir wollten unbedingt drei Punkte, aber ein paar Prozent haben heute gefehlt.“ Besonders schwer sei es kurz nach dem Führungstreffer der Dresdner gewesen, als die Kölner komplett den Faden verloren und zwischen Minute 30 und 45 froh sein mussten, nicht noch das 0:2 kassiert zu haben. „Wir wollten drei Punkte, aber so ist der Fußball. Zum Glück wird am Ende abgerechnet und nicht nach neun Spieltagen“, sagte Brecko im Hinblick auf die weitere Saison für die Kölner, die sich jetzt erst einmal auch wieder nach unten orientieren müssen, stehen sie doch nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz.

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„Macht die Situation noch lustiger“

Christian Eichner war maßgeblich beteiligt am Führungstor der Gäste aus Dresden: Gemeinsam mit Sascha Bigalke vertendelte er leichtfertig den Ball – Pote konnte den anschließenden Konter für Dresden in ein Tor ummünzen. So sah Eichner die Situation nach dem Spiel: „Ich hatte von Sascha gehört „Ich nehm ihn“. In der Kabine sagte er mir dann, dass es der Dresdener war, der das gesagt hat. Das macht die Situation noch lustiger. Das Slapstick für alle anderen.“

Angesichts der Länderspielpause und des wachsenden Rückstands auf die Tabellenspitze sagte Eichner: „Wir müssen drei Punkte holen, sonst wird es schwer, Anschluss zu halten an die ersten sechs, sieben Teams.“ Auch gegen Dresden wollte man unbedingt gewinnen, doch es sollte, trotz bester Chancen, einfach nicht sein mit einem Dreier: „Insgesamt müssen wir das Spiel gewinnen. Aber die Art und Weise, wie wir das Spiel nicht gewonnen haben, war symptomatisch für die vergangenen neun Wochen“, fügte Eichner hinzu.

„Freue mich, vor den Fans getroffen zu haben“

Anthony Ujah sprach ebenfalls, in englisch, mit Goal.com über das Spiel: „Wir hätten gewinnen müssen. Hatten mehr Chancen und dann ist es schade. Dass ich ein Tor machen konnte, gerade vor der Südkurve, hat mich gefreut, auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat.“

„Wir haben nach dem Spielverlauf das Maximum rausgeholt“

Nicht zufrieden war Abwehrspieler Kevin Wimmer mit der Partie. Durchaus hätten die Kölner in der ersten Halbzeit auch mit 0:2 hinten liegen können: „Wir sind mit dem Ziel ins Spiel gegangen, drei Punkte zu holen. Dann fangen wir uns unnötig ein Tor, laufen immer wieder an, doch der Ball geht nicht rein. Nach dem Spielverlauf kann man froh sein, noch das Remis geholt zu haben, auch wenn wir natürlich gerne noch gewonnen hätten. Doch letztendlich hat auch das Quäntchen Glück gefehlt.“

„Es hätte mehr werden können“

Das sah Dominic Maroh etwas anders, der gegenüber Goal.com sagte: „Unser Manko der Durchschlagskraft vor dem Tor hat sich wieder gezeigt. Dabei kann man vorne drin aber niemandem einen Vorwurf machen, jeder haut sich richtig rein. Aber es hätte schon mehr sein können. Wir hatten Kopfbälle, Schüsse, Pfostentreffer.“ Durch den Fehler in Halbzeit eins habe man sich aber um den verdienten Lohn gebracht, so Maroh weiter: „Wenn ich sehe, dass wir über 70 Prozent Ballbesitz hatten. Dann ist unterm Strich nur das 1:1 zu wenig. Ich hoffe, der liebe Gott gibt uns irgendwann das gleiche Glück zurück, wie wir im Moment Pech abbekommen.“


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