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Die 96er und der deutsche Meister haben den Fans in der AWD-Arena ein mitreißendes und emotionsvolles Duell geliefert. Nach Spielende trauerten die Dortmunder ihren Chancen nach.

Hannover. Intensive Zweikämpfe, viele Torchancen und eine dramatische Schlussphase - die Zuschauer konnten sich in der AWD-Arena am Sonntag beim 1:1-Remis zwischen Hannover 96 und Borussia Dortmund über Langeweile nicht beklagen. Nach dem Spielende herrschten bei beiden Teams verschiedene Gefühlswelten.

Reus: Stabilisator verloren

Hannover hat sehr viel Druck aufgebaut. Mit Mats haben wir einen Stabilisator verloren, der auch richtig gute Bälle nach vorne spielen kann. In der zweiten Halbzeit haben wir uns tief zurückfallen gelassen und die guten Konterchancen nicht zu Ende gespielt. Es war ein kleines Deja Vu, wie mit Manchester City am Mittwoch, sprach nach dem Spielschluss Marco Reus mit goal.com.

Der Offensivspieler sorgte wenige Minuten vor dem Schlusspfiff für eine Menge Diskussion, als er im Strafraum nach einem Kontakt mit Karim Haggui zu Boden ging. Schiedsrichter Peter Gagelmann ließ weiterspielen, da der Verteidiger erst den Ball traf. Der Nationalspieler Reus räumte jegliche Strafstoß-Diskussionen aus: Nein, das war kein Elfmeter. Ich komme ein wenig zu spät, spiele den Ball ein bisschen zu weit vor - aber das war kein Elfmeter.



Kehl trauert Chancen nach

Dortmund-Kapitän Sebastian Kehl wirkte nach der Partie gegenüber den Reportern sehr emotionsgeladen. Der Mittelfeldmann trauerte den vergebenen Möglichkeiten nach. Zudem kritisierte er die Leistung des Schiedsrichters, der den Dortmundern bei zwei strittigen Situationen keinen Strafstoß gab: Es war in beiden Situationen ein Elfmeter für mich. Mario Götze kommt aus dem Tritt und verliert durch das Foul sein Gleichgewicht - wieso sollte er denn in dieser guten Situation nicht schießen?   

"Es ist schwierig zu sagen, wieso wir in der zweiten Hälfte einen anderen Fußball gezeigt haben. Sicherlich haben uns die Verletzungen nicht gut getan und das ganze schwer gemacht. "
Robert Lewandowski hatte in der 26. Spielminute allen Grund zum Jubeln, als er nach einem Pass von Lukasz Piszczek die Führung markieren konnte. Im weiteren Spielverlauf kämpfte und ackerte der Sütmer für sein Team - weitere Torchancen waren jedoch Mangelware. Es ist schwierig zu sagen, wieso wir in der zweiten Hälfte einen anderen Fußball gezeigt haben. Sicherlich haben uns die Verletzungen nicht gut getan und das Ganze schwer gemacht. Wir wollten das Spiel kontrollieren und mit Kontern zuschlagen, aber Hannover hat das gut gemacht und einen späten Treffer erzielt, analysierte der polnische Nationalspieler die Partie.

Dortmunds Angreifer glaubt indes nicht, dass die Bayern dem deutschen Meister weiterhin in der Tabelle davon ziehen werden: Die Liga ist lang und es sind noch viele Spiele. Gegen Schalke müssen wir gewinnen, um wieder in die Spur zu kommen.

Hannoveraner sehr zufrieden

Wir haben uns schwierig reingefunden, aber in der zweiten Halbzeit viel für den Punkt investiert und ich denke, dass wir mit dem Remis ganz gut leben können. Wir wussten, dass es ein intensives Spiel sein wird. Dortmund spielt sehr aggressiv in der Defensive, aber wir haben uns gut darauf eingestellt, sprach Lars Stindl nach der Begegnung.

Stürmer Sobiech hatte zu Beginn der Partie eine sehr gute Möglichkeit, als er Weidenfeller mit einem Schuss aus knapp 15 Metern prüfte. Später tauchte der Pole erneut frei vor dem Keeper ab, konnte den Ball aber nicht entscheidend kontrollieren. Im zweiten Durchgang wurde er ausgewechselt. Wir konnten uns gegen den deutschen Meister einige gute Chancen herausspielen und das kann uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele bringen. Wir haben die Serie gehalten und sind weiterhin seit über 20 Spielen auf dem eigenen Platz ungeschlagen.

Sobiech wollte sich zu der Diskussion um den Schiedsrichter nicht anschließen, da die Referees eh einen schwierigen Job haben und Entscheidungen innerhalb von wenigen Sekunden treffen müssen.

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