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Der SC belohnt sich für den eigenen Aufwand und beendet gegen pomadige Nürnberger den Negativ-Trend von drei Spielen ohne Sieg.

Freiburg. „Es-ist-so-schöööön“, sang die Freiburger Nordkurve Mitte der zweiten Halbzeit. Der SC Freiburg führte 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg, nachdem Cedric Makiadi in Durchgang eins die Führung erzielt hatte (36.). Und was die SC-Fans bei bester Laune hielt: Es blieb schön, dank einer engagierten Leistung auch bis zum Abpfiff. Die Breisgauer brachten im dritten Anlauf eine 1:0-Führung gegen weitestgehend ideenlose Nürnberger relativ sicher über die Ziellinie. Marco Caligiuri und der eingewechselte Marco Terrazzino erhöhten in den Schlussminuten sogar noch auf 3:0.

Gegen Bremen und Eintracht Frankfurt hatten die Breisgauer ihren Vorsprung im zweiten Durchgang noch aus der Hand gegeben und dabei je zwei Gegentore kassiert. Auch gegen Mainz und Hoffenheim wurden aus Führungen noch Remis, gegen die TSG konnten Tore von Freis und Makiadi aber den 5:3-Endstand herstellen. „Wir wussten, dass wir da mehr Konstanz reinbringen müssen, wenn wir 1:0 führen“, erklärte Linksverteidiger Oliver Sorg nach der Begegnung gegenüber Goal.com. Julian Schuster konnte seinem Teamkameraden nur zustimmen und hatte eine „sehr disziplinierte Leistung“ seines Teams gesehen, bemängelte mit der unzureichenden Chancenverwertung aber auch ein Manko, für das die Freiburger augenscheinlich noch keine Lösung gefunden hatten.

„Wir müssen das Spiel früher entscheiden, das müssen wir uns ankreiden“, kam der SC-Kapitän auf die ausgelassenen  Großchancen zu sprechen: Caliguiri, Makiadi und Jendrisek scheiterten binnen Sekunden am Pfosten beziehungsweise Innenverteidiger Timm Klose (50.). Später bediente Jendrisek den zur Halbzeit für den angeschlagenen Kruse gekommenen Freis (62.), der Schäfer aus kurzer Distanz nicht überwinden konnte. In der 68. blieb der durchgebrochene Stürmer an Pinola hängen, Sekunden später schoss Caliguiri aus elf Metern über den Kasten.



Die Nachlässigkeit wäre aber selbst durch völlig harmlose Nürnberger beinahe wieder bestraft worden. Rechtsverteidiger Mensur Mujdza verhinderte ein Deja-Vu, als er Polters Lupfer in der 57. Minute mit dem Kopf von der Linie kratzte. Für Coach Christian Streich ein Sinnbild dafür, dass seine Elf alles abgerufen hatte: „95 Prozent reichen nicht. Auch deswegen kratzt Mensur diesen Ball von der Linie, weil er heute alles gegeben hat“, lobte Streich seinen Rechtsverteidiger gegenüber Journalisten. Verstärkte Defensivarbeit wog für den 47-Jährigen an diesem Samstag auch mehr als die letzte Konsequenz im Abschluss: „Die fehlt halt, wenn man unentwegt nach hinten und vorne rennt“, verteidigte Streich seine Angreifer.

„Dafür haben wir hinten kaum was zugelassen. In den letzten Spielen haben wir das nicht über die gesamte Spielzeit durchgezogen und individuelle Fehler gemacht“, fasste auch Schuster den Unterschied und die gute Defensivleistung zusammen. Der Kapitän, der gegen Eintracht Frankfurt Torschütze Meier vor dem 2:1 etwas zu viel Freiraum gelassen hatte, machte es vor: Für sein taktisches Foul gegen Sebastian Polter an der Mittellinie sah Schuster Gelb. Symptomatisch für den letzten Willen? „Das ist ja die Aufgabe als Mittelfeldspieler, einen dann mal zu stoppen, wenn man noch kein Gelb hat“, schmunzelte der 25-Jährige.
 
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