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Am Mittwochabend kommt es in der Königsklasse zum Aufeinandertreffen zwischen dem deutschen und dem englischen Meister. Für zwei Akteure ist es eine Reise in die Vergangenheit.

Manchester. Zwei Jahre hatte Vincent Kompany beim Hamburger SV gekickt, die in ihn gesetzten Erwartungen konnte der Belgier dabei so gut wie nie erfüllen. 10,5 Millionen Euro Ablöse überwiesen die Hanseaten im Jahr 2006 für den damals 20-Jährigen an den RSC Anderlecht, für den HSV war es der bis dato teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Gut 25 Monate später war man froh, den Innenverteidiger wieder los zu sein. Mit Manchester City einigten sich die Hamburger auf einen Weiterverkauf Kompanys, 8,5 Millionen Euro gingen dafür über den Tisch.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Deal“, grinste der damalige HSV-Vorsitzende Bernd Hoffmann seinerzeit, „Vincent hat in den vergangenen zwei Jahren seine eigenen Ansprüche ebenso wenig wie unsere Erwartungen erfüllen können. Von daher war es ein guter Zeitpunkt für beide, einen Neuanfang zu starten.“ Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, welch ein Glücksgriff Kompany für die Citizens sein würde.

Kompany schlägt bei City ein

Der Abwehrmann fügte sich in sein neues Team nahtlos ein, stand in der Premier League in seiner ersten Spielzeit fast immer in der Startelf. Auch in der Folgesaison unterstrich Kompany, wie wertvoll er für Manchester ist und bekam im Oktober 2009 prompt einen neuen Vertrag - er unterschrieb bis 2014. Die ganz großen Erfolg sollten aber noch vor ihm liegen: In der Saison 2010/11 konnte Kompany nicht nur mit den Citizens den Pokalsieg feiern, in jener Spielzeit wurde er auch noch in das PFA Team of the Year gewählt.

Echte Führungsfigur

Er war längst zu einer echten Führungsfigur im Team von Roberto Mancini geworden, der Trainer ernannte ihn folgerichtig zum Kapitän der Citizens. Als dieser führte er seine Mannschaft im nächsten Jahr in der Liga von Sieg zu Sieg, nach einem Herzschlagfinale konnte man den englischen Thron besteigen und vor Stadtrivale Manchester United die Meisterschaft feiern.  Dass Kompany  von von der englischen Profifußballer-Gewerkschaft erneut ins Team des Jahres gewählt wurde, war keine Überraschung. Im Sommer unterschrieb der 26-Jährige einen neuen Vertrag, der über sechs Jahre läuft - noch nie hat ein City-Akteur einen derart langen Kontrakt erhalten.

Dzeko begeisterte bei Wolfsburg

Und auch ein anderer Spieler in den Reihen der „Sky Blues“ ist in Deutschland kein Unbekannter. Edin Dzeko kickte von 2007 bis Anfang 2011 für den VfL Wolfsburg und hatte entscheidenden Anteil daran, dass die Niedersachsen im Jahr 2009 überraschenderweise Meister wurden, als er in einer Spielzeit 26 Treffer erzielte. Vier weniger waren es in der Folgesaison, in der er Torschützenkönig wurde. Angesichts dieser Quote wurden die Citizens aufmerksam - und griffen für den Bosnier tief in die Tasche.

City schlug zu

Stolze 32 Millionen Euro soll der derzeit amtierende englische Meister im Januar 2011 auf den Tisch gelegt haben, noch nie war ein Spieler aus der Bundesliga für eine derart hohe Ablösesumme transferiert worden. Angesichts der großen Konkurrenz im City-Sturm stand Dzeko im ersten Halbjahr in der Liga allerdings lediglich achtmal in Manchesters Startelf, zwei Treffer standen am Ende auf seinem Konto.

Große Momente

Die nächste Saison hätte besser kaum starten können, sechs Tore in den ersten drei Premier-League-Spielen zeigten, welch große Qualität Dzeko besitzt. Insgesamt stand Dzeko in der Spielzeit 2011/12 aber nur 16-mal in der Anfangsformation, große Momente hatte er dennoch. Beim 6:1-Sieg bei Manchester United etwa traf der 26-Jährige als Joker doppelt, gab zudem noch einen Assist. Unvergessen vor allem aber das Saisonfinale gegen die Queens Park Rangers, in dem City einen 1:2-Rückstand in der Nachspielzeit noch in einen 3:2-Sieg umwandelte und sich so zur Meisterschaft schoss - Dzeko erzielte dabei den Ausgleich in der 92. Minute. Es war sein 14. Saisontreffer.

In der laufenden Spielzeit konnte Dzeko nach sechs Liga-Spieltagen schon wieder drei Tore beisteuern, stand dabei viermal von Anfang an auf dem Platz. Auch in der Champions League netzte er bei der 2:3-Niederlage bei Real Madrid ein.

Kommt Dzeko als Joker?

Sowohl Dzeko als auch Kompany dürften nun am Mittwochabend besonders motiviert sein, wenn es gegen einen Bundesligisten geht, haben beide doch bereits ihre Erfahrungen in Deutschlands höchster Spielklasse gesammelt. Der Belgier steht dabei mit großer Sicherheit in der Startelf, der Angreifer muss wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen. Aber auch als Joker kann Dzeko großen Schaden anrichten - Jürgen Klopp kann ja mal bei Sir Alex Ferguson nachfragen.

EURE MEINUNG: Wird Kompany die BVB-Angreifer in Schacht halten können? Kann Dzeko Dortmund gefährlich werden?
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