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Gut gespielt, aber geringe Ausbeute hieß es bisher. Gegen den SC gab es den Dreier trotz spielerischer Magerkost, womit Clemens Fritz und Sebastian Prödl sehr gut leben konnten.

Freiburg. Etwas glücklich, aber nicht unverdient war er ausgefallen. In der Einschätzung über den soeben errungenen 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg waren sich die Profis von Werder Bremen weitestgehend einig. Nachdem Daniel Caligiuri in der Schlussphase nur den Bremer Pfosten getroffen hatte, konnten die Werderaner am Ende aber einen Zittersieg und drei Punkte verbuchen – ein klares Kontrastprogramm zu den Spielen gegen Hannover oder Stuttgart, als man trotz des streckenweise guten Fussballs nicht mehr als einen Zähler erbeutet hatte.

„Das war nichts für Feinschmecker“

„Das war nichts für Feinschmecker heute“, befand Kapitän Clemens Fritz nach der knappen Begegnung gegen die Breisgauer etwas schmunzelnd und treffend. Der Unterschied zu den besseren Auftritten der letzten Partien störte ihn aber nicht, im Gegenteil: „Wir wurden viel gelobt, aber haben keine Punkte geholt. Heute schon. Sicherlich wollen wir auch gut Fußball spielen, aber wenn wir gewinnen, kann es auch so weiter gehen“, gab sich Werders Kapitän gegenüber Goal.com pragmatisch, aber auch zufrieden. Innenverteidiger Sebastian Prödl stieß ins selbe Horn.

Prödl freut sich auch über „dreckigen Sieg“

„Ein Dreckiger Sieg, da stimme ich zu“, zeigte sich der Österreicher gegenüber den Journalisten zufrieden. Gegen Stuttgart habe man noch einiges vermissen lassen, unter anderem Kampf. Der hatte den Bremern beim bei ihrer Mit-Mann-und-Maus-Verteidigung gegen die in der Schlussphase wild anrennenden Breisgauer diesmal nicht gefehlt. „Wir haben die Lehren daraus gezogen und heute vielmehr in die Waagschale geworfen“, erklärte Prödl.

„Von hinten heraus konnten wir kaum ins Mittelfeld kombinieren, das haben wir nicht gut gemacht. Freiburg hat gut gestört“, analysierte Aaron Hunt etwas kritischer die spielerischen Defizite vor allem der ersten Halbzeit – aber auch die Effektivität der Werderaner, die ihre wenigen Chancen im Vergleich zu den Breisgauern nutzten, garniert mit dem nötigen „bisschen Glück.“ „Das hatten wir den vergangenen Spielen eben nicht. Schön spielen ist uns natürlich lieber“, gestand der Torschütze zum 2:1. Auch wenn es diesmal keinen Haltungspunkte gab, wirkte der zweite Saisonsieg auf die Hanseaten sichtbar erleichternd.



Hunt bemängelt: „Denken noch zu offensiv“

Mit dem Dreier in Freiburg im Rücken geht’s nun gegen die Bayern. Darüber habe man sich aber „noch keine Gedanken gemacht“, so Fritz, der in Freiburg als Rechtsverteidiger spielte und es dann mit Franck Ribery zu tun kriegen könnte. „Ab morgen konzentrieren wir uns auf die Klasse von Ribery und Robben und werden uns drauf einstellen“, sagte Fritz noch.

Aaron Hunt, der im Breisgau seine gute Saisonleistung fortsetzte, hatte bereits konkrete Verbesserungsvorschläge zur Hand: „Wir denken noch zu offensiv, nicht immer machen alle hundertprozentig hinten mit“, gab der Mittelfeldspieler gegenüber Goal.com zu Bedenken, rechnete sich gegen die Bayern aber dennoch was aus: „Wir wollen schon gewinnen.“

Manager Klaus Allofs nahm mit Blick auf die Begegnung mit dem Rekordmeister indes den Druck von den Werder-Spielern: „Wir haben uns jetzt mit sieben Punkten eine neue Ausgangssituation geschaffen und können jetzt lockerer aufspielen als wenn wir nur vier hätten und gewinnen müssten. Die Bayern sind der haushohe Favorit“, so der Manager auf Nachfrage von Goal.com.

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