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Hertha BSC bleibt in der Erfolgsspur. Nach einem knappen Sieg gegen Dynamo Dresden rutschen die Berliner auf Platz vier in der Tabelle und sind seit fünf Spielen ungeschlagen.

Berlin. Das Positive zum Zweitliga-Duell zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden am Mittwochabend ist eigentlich schnell erzählt: Hertha blieb nach dem 1:0-Sieg zum fünften Mal in Folge ungeschlagen, und vor bzw. nach dem Spiel blieb es zwischen den Fanlagern größtenteils ruhig. Nur 30 unverbesserliche Dresdner Fans hatten vor der Partie randaliert und Polizisten attackiert; sie wurden vorläufig festgenommen.

Ronny flankt, Dynamo trifft ins eigene Tor

Was sich in den 90 Spielminuten abspielte, konnte die 45.747 Besucher im Olympiastadion nur wenig begeistern. Dresden, das zuvor aus drei Auswärtspartien zumindest vier Punkte holen konnte, trug zu der am Ende einseitigen Partie nur wenig bei. Bei Dynamo war keinerlei Willen zu erkennen, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken, geschweige denn ein Tor zu erzielen – ein eigenes, denn das Tor des Abends erzielte Dynamo-Verteidiger Romain Bregerie in der fünften Minute nach einem von Ronny aus dem rechten Halbfeld gezirkelten Freistoß in den Dresdner Strafraum.

Bastians überzeugt gegen Poté

„Es war ein gutes Spiel von uns. Ich glaube Thomas (Kraft; Anm. d. Red.) musste keinen Ball halten“, fasste Fabian Lustenberger richtig zusammen. Das lag allerdings auch daran, dass Felix Bastians, der für den verletzten Roman Hubnik in die Innenverteidigung gerutscht war, Dresdens Torjäger Mickael Poté komplett aus dem Spiel nahm, wofür er später von allen Seiten gelobt wurde. „Felix hat das sehr gut gemacht. Poté hat kein Stich gegen ihn gesehen. Und jeder weiß, dass Poté ein starker Zweitliga-Stürmer ist“, sagte Kapitän Peter Niemeyer.



Ramos nur auf der Bank

Hertha-Coach Jos Luhukay ergänzte: „Respekt, wie er gespielt hat. Er hat eine tolle Leistung gezeigt.“ Hinten stand Hertha sicher, nach vorne ging bei den Berlinern mehr als bei den Dresdnern, allerdings kamen nur wenig zwingende Torchancen dabei herum. Der zuletzt wiedererstarkte Adrian Ramos saß 90 Minuten nur auf der Bank. Nach dem 1:0 entschärfte Dresden-Keeper Florian Fromlowitz nach 27 Minuten erst einen Kopfball von Sandro Wagner, dann den Nachschuss von Änis Ben-Hatira. Das war´s in Halbzeit eins.

Tolle Stimmung auf den Rängen

Der Beginn der zweiten Hälfte blieb ähnlich ereignislos wie ein Großteil der ersten 45 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt fand das spannendere Duell eher auf den Rängen statt, wo die Fans beider Mannschaften eine tolle und vor allem laute Stimmung machten. Das Ziel war, das andere Lager zu übertönen. Wer das Duell am Ende für sich entscheiden konnte, war nicht abschließend festzustellen. Auf dem Platz versuchten Niemeyer (71.) und Ben-Hatira (71. und 78.) den Ball zum zweiten Mal im Dynamo-Tor unterzubringen – vergebens.



Am Ende ein verdienter Sieg

„Das war ein verdienter Sieg für Hertha, sie hatten auch die besseren Chancen“, sagte Dresdens Cristian Fiel. Der 1:0-Vorsprung war nie in Gefahr. Hertha dominierte das Spiel über 90 Minuten. Nur ein zweites Tor wollte eben nicht fallen. „Ich bin zufrieden und stolz auf meine Mannschaft“, sagte Luhukay. „Man kann uns nur vorwerfen, dass wir nicht ein zweites Tor nachgelegt haben.“ Damit war alles gesagt.

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