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Viel zu sagen hatten die Akteure der Borussia nach der Partie in Frankfurt nicht. Hummels verlor auf dem Weg in die Kabine die Nerven, Klopp blieb trotz englischer Wochen cool.

Frankfurt. Borussia Dortmund startet in die Saison 2012/2013 der Bundesliga ähnlich durchwachsen, wie es schon vor einem Jahr der Fall war. Mit Champions League und DFB-Pokal spielt der deutsche Meister „alle drei Tage“, wie es die Verantwortlichen zu sagen pflegen. Jürgen Klopp bleibt angesichts der Belastung cool, während Mats Hummels unmittelbar nach dem 3:3 gegen Eintracht Frankfurt die Nerven verlor.

Hummels lässt der Wut freien Lauf

In der Commerzbank-Arena schoss die Borussia aus Dortmund drei Tore und konnte dennoch keine drei Punkte mit nach Hause nehmen. Eben jene Defensive, die im letzten Spieljahr nur 25 Gegentore hinnehmen musste und die drittbeste Verteidigung der Liga stellte, hat in dieser Saison bereits achtmal das Spielgerät aus dem eigenen Netz fischen müssen.

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Mats Hummels war das zu viel. Auf dem Weg in die Kabine verlor der deutsche Nationalspieler die Nerven und tobte: „Was für eine Scheiße wir zusammenspielen! Die haben keine Chance und wir spielen hier 3:3!“ Ob Hummels und seine Viererkette den hessischen Gastgebern wirklich keine Chance gelassen haben, darf bezweifelt werden.

Klopp bleibt cool, trotz englischer Wochen

„Wenn Du 2:0 führst, dann darf viel passieren, aber nicht, dass Du ausgekontert wirst“, betonte Klopp auf der Pressekonferenz nach der Partie. „Das Offensiv-Potenzial kommt der Mannschaft langsam zu den Ohren raus. Wir müssen das auch absichern. Da werden wir jetzt rangehen.“



„Wir haben ein bisschen was zu tun“, so Klopp weiter. Besonders eine Statistik macht dem Übungsleiter zu schaffen: „Wir haben die drittmeisten Gegentore kassiert, das ist eine Scheiß-Statistik.“ Dass ob der anhaltenden Doppel- und Dreifachbelastung nicht viel Zeit zum Training bleibt, weiß auch der 45-jährige Trainer: „Was wir falsch machen und dass wir keine 40 Trainingseinheiten haben, das zu verbessern, ist uns klar. Das stellt allerdings kein Problem dar.“

Klopp: „Die Mannschaft gibt immer alles“

Einen Vorwurf ließ sich Klopp jedoch nicht gefallen: „Es gibt kein Spiel, in dem wir nicht bis zum Schluss alles geben. Gegen den Hamburger SV ist die Mannschaft über 120 Kilometer gelaufen. Das macht eine überhebliche Mannschaft nicht. Wir machen Fehler, sind aber auch immer dazu bereit, diese wieder gut zu machen.“

Zorc: „Die Tore kriegt man hinten“

Sportdirektor Michael Zorc erkannte die Schwächen seiner Mannschaft sofort: „Wir kriegen momentan einfach zu viele Gegentore. Wir haben in zwei Auswärtsspielen fünf Tore geschossen und einen Punkt geholt. Da erkennt man die Problematik.“ Und er wurde genauer: „Die Tore kriegt man hinten, nicht vorne. Wir verlieren am gegnerischen Sechzehner den Ball. Das heißt noch lange nicht, dass es hinten einschlagen muss. Da waren genug Möglichkeiten, das zu unterbinden.“

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