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Dieses Jahr will der Rekordmeister in der Königsklasse mehr erreichen, als all die Jahre zuvor: Den Titelgewinn.

München. Am 19. September 2012 startet der FC Bayern München in die Champions-League-Saison gegen den FC Valencia. „Jetzt erst recht!“ hört man von der Isar und stellt sich die Frage: Könnte es dieses Mal endlich klappen? Nach dem verlorenen „Finale dahoam“ soll es in kleinen Schritten Richtung Trophäe gehen. Die Neuzugänge könnten bei diesem Vorhaben eine wichtige Rolle spielen.

Die Abwehr

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es eine Änderung in der Abwehr: Neuzugang Dante von Borussia Mönchengladbach könnte zur tragenden Säule avancieren. In den vergangenen Bundesliga-Partien bewies er seine Tauglichkeit in der Innenverteidigung des deutschen Rekordmeisters. Aber braucht man ihn wirklich?

Mit Boateng und Badstuber waren eigentlich zwei Profis am Werk, die in der Abwehr dafür sorgten, dass die Bayern ins Champions-League-Finale einzogen. Von Lahm und dem aufstrebenden Talent Alaba, der auf der linken Außenbahn schmerzlich vermisst wird, mal ganz abgesehen. Und da lag dann doch der Haken: Badstuber und Alaba – beide waren für das Finale gegen Chelsea gesperrt, Tymoshchuk und Contento nahmen ihre Plätze ein. Und obwohl man ihnen die Niederlage nicht anlasten kann, könnte man von einem Unsicherheitsfaktor in der Defensive sprechen. Bis ins Endspiel trugen den FC Bayern die angestammten Abwehrkräfte. Dante ist somit vorerst nicht mehr und nicht weniger als ein Neuzugang.

Das Mittelfeld

Robben, Schweinsteiger, Kroos und Ribery: Besser hätte man das Mittelfeld wohl nicht aufstellen können. Und doch reichte es nicht für den Sieg. Aber woran lag das? Robben außer Form, Schweinsteiger unter seinem Niveau, Kroos am Rande der Verzweiflung und Ribery ohnehin am Anschlag? Robben und Schweinsteiger versagten vom Punkt, aber diese Geschichte wurde bekanntlich genauso platt getreten wie die gesamte Mannschaft nach einem erfolglosen Vize-Jahr. Luiz Gustavo, die echte Alternative im Mittelfeld, war ohnehin gesperrt und konnte der Mannschaft nicht helfen.


Das soll nicht mehr vorkommen: Kroos, Olic und Contento (v.l.) am Boden zerstört

Und nun kommt der 40-Millionen-Rekord-Transfer der Bundesliga ins Spiel. Genauso lang wie dieses Wort war auch das Gerede um Javi Martinez. Nach monatelangem Hin und Her haben die Bayern nun ihren Wunschspieler, doch bis jetzt wissen sie den zurückhaltenden Spanier noch nicht richtig einzusetzen. Bisher saß er auf der Bank und wurde erst spät eingewechselt. Toni Kroos wird wohl auf lange Sicht für ihn weichen müssen, aber ob der spanische Nationalspieler das fehlende Puzzleteil ist? Die Rolle von Xherdan Shaqiri ist indessen auch noch nicht vollends geklärt. Sollten Robben und Ribery weiter so ansprechende Leistungen zeigen, wird er nur der Back-up für die Flügelzange.

Der Angriff

Thomas Müller als hängende Spitze und Mario Gomez als Mittelstürmer: So einfach hatten sich die Bayern das Toreschießen erträumt. Doch der sonst so souveräne Gomez blieb im entscheidenden Spiel blass und nach zahlreichen Fehlversuchen war es der totgeglaubte Thomas Müller, der in der 83. Minute das vermeintliche Siegtor einköpfte.
Wenn man allein das Finale betrachtet, könnte man behaupten, Gomez wäre auswechselbar gewesen. Doch auch hier müssen die Kritiker Gnade walten lassen, denn auch er ebnete mit 12 Toren den Weg bis dorthin. Mit Mario Mandzukic ist nun ebenbürtige Konkurrenz an die Isar gewechselt. In jeder Bundesliga-Partie erzielte der kroatische Nationalspieler bisher mindestens ein Tor und könnte dem verletzten Gomez den Rang ablaufen. Sollte er in den entscheidenden Partien treffen, wird es eine unerwartete Wachablöse im Sturmzentrum der Bayern geben.

Wenn alle Spieler fit sind, könnte die mögliche Erfolgsaufstellung des FC Bayern München also so aussehen:


Neuer

 
Lahm

Boateng

Badstuber

Alaba


Schweinsteiger

Martinez


Robben

Ribery


Müller


Mandzukic

In der Innenverteidigung ist auch Dante eine Option, Badstuber für den verletzten Alaba dann auf der Außenbahn, Gustavo oder Kroos im Mittelfeld, Shaqiri für Robben oder Ribery, Gomez für Mandzukic oder sogar eine Doppelspitze mit beiden ist denkbar. An Alternativen mangelt es seit der laufenden Saison nicht. Und wenn sich Alaba und Contento in geraumer Zeit erholt haben, ist der Kader wieder komplett.

Für den Titelgewinn gerüstet

Womöglich hatten die Bayern in der Spielzeit 2011/2012 bereits eine Mannschaft mit ausreichenend Qualität, um die Champions League zu gewinnen. Aber dieses Jahr ist der FC Bayern mit den nahmhaften Neuzugängen Dante, Shaqiri, Martinez und Mandzukic für den Titelgewinn gerüstet. Man darf gespannt sein, wie weit es der deutsche Rekordmeister diese Saison tatsächlich in der Champions League schafft. In München ist man zumindest sehr zuversichtlich, dass es dieses Mal der FC Bayern sein wird, der den Pott mit den großen Ohren in die Höhe streckt.

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