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Die Lehren aus dem Vorjahr: Was der BVB nun in der Königsklasse besser machen muss

Der deutsche Meister startet am Dienstagabend in sein Champions-League-Abenteuer - ein Jahr nach dem enttäuschenden Aus in der Gruppenphase. Was muss besser werden?

Dortmund. Die Bundesliga-Saison läuft bereits schon seit einigen Wochen - nun geht es endlich auch in der Champions League los. Am Dienstagabend startet Borussia Dortmund in sein diesjähriges Abenteuer in der „Königsklasse“ - und man gewinnt so den Eindruck, dass der BVB aus seinem letztjährigen Auftritt einiges gelernt haben muss. Nach dem enttäuschenden Abschneiden im Vorjahr möchte der deutsche Meister und Pokalsieger das Erreichen des Achtelfinales fest ins Visier nehmen.

Die „Lust auf das Spiel“

Mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam befinden sich die Dortmunder allerdings in der oft zitierten Todesgruppe. „Wir verspüren nichts anderes als Lust auf dieses Spiel“, blickt BVB-Coach Jürgen Klopp auf das Auftaktmatch gegen die Niederländer aus Amsterdam. Und eben genau diese „Lust auf das Spiel“ scheint das Motto der Borussia zu sein, um die Gruppenphase auf einem der ersten beiden Plätze zu überstehen.



Keine Veränderungen im Spielsystem

Im Vorjahr musste sich der BVB mit Platz vier, hinter dem FC Arsenal, Olympique Marseille und Olympiakos Piräus abfinden. Vier Punkte aus sechs Spielen waren einfach zu wenig und einzig beim 1:0-Heimsieg gegen Piräus konnte die Borussia dreifach Punkten. In diesem Spiel rückte der BVB von seinem 4-2-3-1-System ab.

„Wir wollen unseren Stil durchziehen. Unser Fußball funktioniert auch international, aber wir sollten keine großen Fehler mehr produzieren“, kommentiert Klopp eine mögliche taktische Neu-Ausrichtung für die „Königsklasse“. In diesem Jahr möchte der BVB mit seinem ligaweit bekannten System erfolgreich spielen - offensiv und dynamisch im Spiel nach vorne.



Die Lehren nutzen und in Europa bleiben

Die zuletzt frühen Knockouts in der Europa League und der Champions League sollen vorbei sein, man erhofft sich einen längeren Verbleib auf der europäischen Bühne. Vor allem aus der vergangenen Saison haben die Dortmunder wichtige Lehren gezogen. „Wir wollen richtig was zeigen und sind einen Schritt weiter. Aber Erfahrung wird nicht in Flaschen abgefüllt und ausgeteilt, man muss sie machen“, weiß Jürgen Klopp. „Wir haben die Lehren aus unserer Spielweise im letzten Jahr gezogen, und wir sind einen deutlichen Schritt weiter. Die wichtigen Spiele, auf die es am Ende ankam, haben wir alle gewonnen“, blickt Kapitän Sebastian Kehl auf die bevorstehenden Champions-League-Partien.

Zu aufgeregt präsentierte sich der BVB im letzten Jahr in der „Königsklasse“. Individuelle Fehler, wie beispielsweise die von Leistungsträgern wie Mats Hummels oder Neven Subotic, brachten die Borussia um wichtige Punkte. Zu unerfahren wirkten die Borussen in ihren Auswärts- und Heimauftritten gegen die Gruppengegner und zu unsicher im Ausnutzen der Torchancen. Aus Spielkontrolle und Spielüberlegenheit münzten die Dortmunder zu wenig in Zählbares um.

Auch wenn der Reifeprozess der jungen Dortmunder noch längst nicht abgeschlossen ist, wird sich der BVB in dieser Champions-League-Saison mit Sicherheit deutlich geschickter anstellen - in der sogenannten Todesgruppe, so sagte es Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits treffend, „werden Helden geboren“. Das Aufeinandertreffen mit den Meistern aus England, Spanien und den Niederlanden - ein weiterer Erfahrungsschritt und vielleicht, mit etwas Glück, schafft der BVB sogar den sensationellen Einzug in das Achtelfinale...

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